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Vorschrift
Normgeber:Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Aktenzeichen:3 8 / 5011-1
Erlassdatum:08.05.2014
Fassung vom:08.05.2014
Gültig ab:01.08.2014
Gültig bis:31.07.2019
Quelle:juris Logo
Gliederungs-Nr:2233-1
Fundstelle:ABl. TMBWK 2014, 174
Verwaltungsvorschrift des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Durchführung des Kurses Medienkunde an den Thüringer allgemein bildenden weiterführenden und berufsbildenden Schulen

2233



Verwaltungsvorschrift des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und
Kultur zur Durchführung des Kurses Medienkunde
an den Thüringer allgemein bildenden weiterführenden und berufsbildenden Schulen



Verwaltungsvorschrift des TMBWK vom 8. Mai 2014, 3 8 / 5011-1





Fundstelle: ABl. TMBWK 2014, S. 174





1.


Die Durchführung des Kurses Medienkunde bedarf einer verbindlichen schulinternen Lehr- und Lernplanung auf der Basis der entsprechenden Kurspläne. Auf die Bedingungen der jeweiligen Schule zugeschnitten müssen Inhalte, fächerübergreifende Zusammenarbeit und Umsetzung durch die in einer Klassenstufe unterrichtenden Lehrkräfte geplant werden.



An die Vorleistung aus der Grundschule ist anzuknüpfen. Orientierungshilfe ist die Handreichung „Medienkompetenz in der Grundschule“.





2.


Entsprechend den unterschiedlichen Bildungsgängen an den Förderschulen ist auch der Kurs Medienkunde differenziert zu gestalten. Im Bildungsgang der Regelschule an Förderschulen gelten die Regelungen der entsprechenden Schulart.



Zu berücksichtigen sind dabei die sich aus dem individuellen Förderbedarf ergebenden Besonderheiten bei der Gestaltung des Lernprozesses. Bei Störungen der Kommunikationsfähigkeit oder Sinnesbeeinträchtigung werden darüber hinaus durch computergestützte Lern- und Kommunikationshilfen weitere Möglichkeiten eröffnet, sich aktiv am Unterricht und Schulleben zu beteiligen. Im Bildungsgang zur Lernförderung an Förderschulen sollen im Lern- und Leistungsverhalten beeinträchtigte Schüler mit dem Kurs Medienkunde unter anderem auch in die Lage versetzt werden, traditionelle Medien und zeitgemäße Werkzeuge wie den Computer für die Alltagsbewältigung und im Beruf einsetzen zu können.



Im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung der Förderschule erfolgt eine Hinführung zum angemessenen Umgang und zur Anwendung des Computers als didaktisch-methodisches Hilfsmittel. Im Mittelpunkt der Arbeit mit diesem Medium stehen Handlungsfelder unter Verwendung des Gerätes als Werkzeug.



Im Ergebnis des sich über das jeweilige Schuljahr erstreckenden Prozesses muss jeder Schüler am Ende des Schuljahres für die Teilnahme am Kurs Medienkunde einen Medienpass erhalten. Dieser dokumentiert die behandelten Inhalte der Medienbildung. (vgl. Anlage 1)





3.


Im Rahmen der integrativen Umsetzung der Medienkompetenzentwicklung ist der Kurs Medienkunde an den Schulen im Gesamtumfang von mindestens 2 Jahreswochenstunden pro zwei aufeinander folgender Klassenstufen in den Klassenstufen 5 bis 10 verbindlich zu planen.



Im Ergebnis des sich über das jeweilige Schuljahr erstreckenden Prozesses muss jeder Schüler am Ende des Schuljahres für die Teilnahme am Kurs Medienkunde einen Medienpass erhalten. Dieser dokumentiert die behandelten Inhalte der Medienbildung. (vgl. Anlage 1).



Der Medienpass ist als eine verbindliche Anlage dem Zeugnis jedes Schülers in den Klassenstufen 5 bis 10 beizufügen. Unter Bemerkungen ist auf dem Zeugnis einzutragen: „Der Medienpass für die Klassenstufe …….. ist als Anlage zum Zeugnis beigefügt.“





4.


Im Rahmen der integrativen Umsetzung der Medienkompetenzentwicklung ist der Kurs Medienkunde mit mindestens einer Jahreswochenstunde in der Berufsschule und der Berufsfachschule in den Klassenstufen 10 und 11 verbindlich zu planen.



Im Ergebnis des sich über das jeweilige Schuljahr erstreckenden Prozesses muss jeder Schüler am Ende des Schuljahres für die Teilnahme am Kurs Medienkunde einen Medienpass erhalten. Dieser dokumentiert die behandelten Inhalte der Medienbildung. (vgl. Anlage 1)





5.


Die Personenbezeichnungen in dieser Verwaltungsvorschrift gelten für beide Geschlechter.



Diese Verwaltungsvorschrift tritt am 01. August 2014 für die Dauer von fünf Jahren bis einschließlich 31. Juli 2019 in Kraft.



Gleichzeitig tritt die Verwaltungsvorschrift des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Durchführung des Kurses Medienkunde an den Thüringer allgemein bildenden weiterführenden und berufsbildenden Schulen vom 1. August 2009 außer Kraft.





Erfurt, den 8. Mai 2014





Prof. Dr. Roland Merten

Staatssekretär





 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://landesrecht.thueringen.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVTH-223300-TMBWK-20140508-SF&psml=bsthueprod.psml&max=true