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Vorschrift
Normgeber:Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Aktenzeichen:38/5011-1
Erlassdatum:17.09.2019
Fassung vom:17.09.2019
Gültig ab:01.08.2019
Gültig bis:31.07.2024
Quelle:juris Logo
Gliederungs-Nr:2233-1
Fundstelle:ABl. TMBJS 2019, 5
Durchführung des Kurses Medienkunde an den Thüringer allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen

2233



Durchführung des Kurses Medienkunde
an den Thüringer allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen





Verwaltungsvorschrift des TMBJS vom 17.09.2019, Az.: 38/5011-1





Fundstelle: ABl. TMBJS 2019, S. 5





1.


Die Durchführung des Kurses Medienkunde bedarf einer verbindlichen schulinternen Lehr- und Lernplanung auf der Basis der entsprechenden Kurspläne. Auf die Bedingungen der jeweiligen Schule zugeschnitten müssen Inhalte, fächerübergreifende Zusammenarbeit und Umsetzung von den in einer Klassenstufe unterrichtenden Lehrkräften geplant werden.



2.


Im Rahmen der integrativen Umsetzung der Medienkompetenzentwicklung sind die Inhalte des Kursplanes Medienkunde in der Primarstufe verbindlich zu planen und umzusetzen.

Im Ergebnis des sich über die Grundschulzeit erstreckenden Prozesses erhält jeder Schüler/jede Schülerin am Ende der vierten Klassenstufe ein „Zertifikat Medienkompetenz“ (vgl. Anlage 1).



3.


Im Rahmen der integrativen Umsetzung der Medienkompetenzentwicklung ist der Kurs Medienkunde an den Schulen im Gesamtumfang von mindestens zwei Jahreswochenstunden pro zwei aufeinander folgender Klassenstufen in den Klassenstufen 5 bis 10 verbindlich zu planen.



Im Ergebnis des sich über das jeweilige Schuljahr erstreckenden Prozesses erhält jeder Schüler/jede Schülerin am Ende der Schuljahre 6, 8, 9 und 10 ein „Zertifikat Medienkompetenz“ (vgl. Anlage 2).



4.


Entsprechend den unterschiedlichen Bildungsgängen ist auch der Kurs Medienkunde differenziert zu gestalten. Im Bildungsgang der Regelschule gelten die Regelungen der entsprechenden Schulart.



Zu berücksichtigen sind dabei die sich aus dem sonderpädagogischen Förderbedarf ergebenden Besonderheiten bei der Gestaltung des Lernprozesses. Bei Störungen der Kommunikationsfähigkeit oder Sinnesbeeinträchtigung werden darüber hinaus durch computergestützte Lern- und Kommunikationshilfen weitere Möglichkeiten eröffnet, sich aktiv am Unterricht und Schulleben zu beteiligen. Im Bildungsgang zur Lernförderung sollen im Lern- und Leistungsverhalten beeinträchtigte Schüler/Schülerinnen mit dem Kurs Medienkunde unter anderem auch in die Lage versetzt werden, traditionelle Medien und zeitgemäße Werkzeuge wie den Computer für die Alltagsbewältigung und im Beruf einsetzen zu können.



Im Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung erfolgt eine Hinführung zum angemessenen Umgang und zur Anwendung des Computers als didaktisch-methodisches Hilfsmittel. Im Mittelpunkt der Arbeit mit diesem Medium stehen Handlungsfelder unter Verwendung des Gerätes als Werkzeug.



Im Ergebnis des sich über das jeweilige Schuljahr erstreckenden Prozesses erhält jeder Schüler/jede Schülerin am Ende der Schuljahre 4, 6, 8, 9 und 10 für die Teilnahme am Kurs Medienkunde ein „Zertifikat Medienkompetenz“ (vgl. Anlage 1, 2).



5.


Diese Verwaltungsvorschrift tritt mit Wirkung zum 01. August 2019 für die Dauer von fünf Jahren bis einschließlich 31. Juli 2024 in Kraft.



Gleichzeitig tritt die Verwaltungsvorschrift des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Durchführung des Kurses Medienkunde an den Thüringer allgemeinbildenden weiterführenden und berufsbildenden Schulen vom 1. August 2009 außer Kraft.



Erfurt, den 17. September 2019





Gabi Ohler

Staatssekretärin

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://landesrecht.thueringen.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVTH-223300-TMBJS-20190917-SF&psml=bsthueprod.psml&max=true