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Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
Amtliche Abkürzung:ThürAPOtR
Ausfertigungsdatum:29.11.2016
Gültig ab:31.12.2016
Gültig bis:31.12.2022
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Thüringen
Fundstelle:GVBl. 2016, 589
Gliederungs-Nr:-
Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat
(ThürAPOtR)
Vom 29. November 2016
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 22.12.2018 bis 31.12.2022

V aufgeh. durch Artikel 130 Abs. 3 des Gesetzes vom 18. Dezember 2018 (GVBl. S. 731)

Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Verordnung vom 23. Oktober 2018 (GVBl. S. 701)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat (ThürAPOtR) vom 29. November 201631.12.2016 bis 31.12.2022
Inhaltsverzeichnis22.12.2018 bis 31.12.2022
Eingangsformel31.12.2016 bis 31.12.2022
Erster Abschnitt - Technisches Referendariat31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 1 - Zweck, Ziel und Fachgebiete des technischen Referendariats22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 2 - Einstellungsvoraussetzungen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 3 - Einstellungsverfahren31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 4 - Ernennung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 5 - Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 6 - Dauer und Gliederung des technischen Referendariats31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 7 - Inhalt und Gestaltung der Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 8 - Begleitung und Überwachung der Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 9 - Beurteilung während der Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 10 - Urlaub, Schwerbehinderte Menschen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 11 - Entlassung aus dem technischen Referendariat31.12.2016 bis 31.12.2022
Zweiter Abschnitt - Staatsexamen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 12 - Zweck des Staatsexamens31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 13 - Abnahme des Staatsexamens31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 14 - Zulassung zum Staatsexamen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 15 - Gliederung des Staatsexamens31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 16 - Häusliche Prüfungsarbeit31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 17 - Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 18 - Mündliche Prüfung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 19 - Unterbrechung des Staatsexamens31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 20 - Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 21 - Abschließende Bewertung, Gesamturteil31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 22 - Prüfungszeugnis31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 23 - Wiederholung des Staatsexamens31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 24 - Verstöße gegen die Prüfungsordnung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 25 - Prüfungsakte31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 26 - Ausführungsbestimmungen31.12.2016 bis 31.12.2022
Dritter Abschnitt - Besondere Bestimmungen der Fachgebiete31.12.2016 bis 31.12.2022
Erster Unterabschnitt - Fachgebiet Architektur31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 27 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 28 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 29 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 30 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 31 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
Zweiter Unterabschnitt - Fachgebiet Städtebau31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 32 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 33 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 34 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 35 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 36 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
Dritter Unterabschnitt - Fachgebiet Geodäsie und Geoinformation31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 37 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 38 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 39 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 40 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 41 - (aufgehoben)22.12.2018 bis 31.12.2022
Vierter Unterabschnitt - Fachgebiet Landespflege31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 42 - Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 43 - Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 44 - Gliederung der Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 45 - Sonstige Regelungen für die Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 46 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten31.12.2016 bis 31.12.2022
Fünfter Unterabschnitt - Fachgebiet Wasserwesen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 47 - Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 48 - Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 49 - Gliederung der Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 50 - Sonstige Regelungen für die Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 51 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten31.12.2016 bis 31.12.2022
Sechster Unterabschnitt - Fachgebiet Umwelttechnik31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 52 - Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 53 - Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 54 - Gliederung der Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 55 - Sonstige Regelungen für die Ausbildung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 56 - Prüfungsfächer und Prüfungszeiten31.12.2016 bis 31.12.2022
Vierter Abschnitt - Übergangs- und Schlussbestimmungen31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 57 - Übergangsbestimmung22.12.2018 bis 31.12.2022
§ 58 - Gleichstellungsbestimmung31.12.2016 bis 31.12.2022
§ 59 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten31.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 131.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 231.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 331.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 431.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 531.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 6 - Prüfstoffverzeichnis der Fachgebiete31.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 7 - Merkblatt für Referendare/Referendarinnen zur Anfertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit informationstechnischen Systemen und Hilfsmitteln (Personal Computer)31.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 8 - Technische Hinweise für die Ausbildungsbehörden zur Anfertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht unter Zuhilfenahme eines Personal Computers 31.12.2016 bis 31.12.2022
Anlage 931.12.2016 bis 31.12.2022
Inhaltsübersicht
Erster Abschnitt
Technisches Referendariat
§ 1 Zweck, Ziel und Fachgebiete des technischen Referendariats
§ 2 Einstellungsvoraussetzungen
§ 3 Einstellungsverfahren
§ 4 Ernennung
§ 5 Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen
§ 6 Dauer und Gliederung des technischen Referendariats
§ 7 Inhalt und Gestaltung der Ausbildung
§ 8 Begleitung und Überwachung der Ausbildung
§ 9 Beurteilung während der Ausbildung
§ 10 Urlaub, Schwerbehinderte Menschen
§ 11 Entlassung aus dem technischen Referendariat
Zweiter Abschnitt
Staatsexamen
§ 12 Zweck des Staatsexamens
§ 13 Abnahme des Staatsexamens
§ 14 Zulassung zum Staatsexamen
§ 15 Gliederung des Staatsexamens
§ 16 Häusliche Prüfungsarbeit
§ 17 Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht
§ 18 Mündliche Prüfung
§ 19 Unterbrechung des Staatsexamens
§ 20 Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen
§ 21 Abschließende Bewertung, Gesamturteil
§ 22 Prüfungszeugnis
§ 23 Wiederholung des Staatsexamens
§ 24 Verstöße gegen die Prüfungsordnung
§ 25 Prüfungsakte
§ 26 Ausführungsbestimmungen
Dritter Abschnitt
Besondere Bestimmungen der Fachgebiete
Erster Unterabschnitt
Fachgebiet Architektur
§§ 27 bis 31 (weggefallen)
Zweiter Unterabschnitt
Fachgebiet Städtebau
§§ 32 bis 36 (weggefallen)
Dritter Unterabschnitt
Fachgebiet Geodäsie und Geoinformation
§§ 37 bis 41 (weggefallen)
Vierter Unterabschnitt
Fachgebiet Landespflege
§ 42 Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat
§ 43 Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde
§ 44 Gliederung der Ausbildung
§ 45 Sonstige Regelungen für die Ausbildung
§ 46 Prüfungsfächer und Prüfungszeiten
Fünfter Unterabschnitt
Fachgebiet Wasserwesen
§ 47 Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat
§ 48 Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde
§ 49 Gliederung der Ausbildung
§ 50 Sonstige Regelungen für die Ausbildung
§ 51 Prüfungsfächer und Prüfungszeiten
Sechster Unterabschnitt
Fachgebiet Umwelttechnik
§ 52 Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat
§ 53 Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde
§ 54 Gliederung der Ausbildung
§ 55 Sonstige Regelungen für die Ausbildung
§ 56 Prüfungsfächer und Prüfungszeiten
Vierter Abschnitt
Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 57 Übergangsbestimmung
§ 58 Gleichstellungsbestimmung
§ 59 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

Aufgrund des § 14 Abs. 1 Satz 1 des Thüringer Laufbahngesetzes (ThürLaufbG) vom 12. August 2014 (GVBl S. 472 -498-), geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 2. Juli 2016 (GVBl. S. 229), verordnen das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz jeweils im Einvernehmen mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales:

Erster Abschnitt
Technisches Referendariat

§ 1
Zweck, Ziel und Fachgebiete des technischen Referendariats

(1) Zweck und Ziel des technischen Referendariats sind die Qualifikation der Hochschulabsolventen wissenschaftlich-technischer Studiengänge als Führungskräfte sowie die praxisgerechte Vorbereitung auf Leitungsfunktionen in Verwaltung und Wirtschaft. Dabei sollen verantwortungsbewusste Persönlichkeiten für das Management in technischen Bereichen herangebildet werden, die über grundlegende soziale, ökologische und ökonomische Kenntnisse verfügen.

(2) Die Ausbildung soll sich darauf erstrecken, in praktischer Anwendung und aufbauend auf dem auf der Hochschule erworbenen technischen Fachwissen und Fähigkeiten, umfassende Kenntnisse vor allem im Management und für Führungsaufgaben sowie im öffentlichen und privaten Recht zu vermitteln. Dabei sind Verantwortungsbereitschaft und Initiative zu wecken und zu fördern. Staatspolitische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Belange sind zu berücksichtigen.

(3) Das technische Referendariat schließt mit dem Staatsexamen im jeweiligen Fachgebiet ab, das gleichzeitig Laufbahnprüfung für den höheren technischen Dienst ist. Das Referendariat ist somit auch der Vorbereitungsdienst dieser Laufbahn.

(4) Das technische Referendariat erfolgt in einem der folgenden Fachgebiete:

1.

(aufgehoben)

2.

(aufgehoben)

3.

(aufgehoben)

4.

Landespflege,

5.

Wasserwesen oder

6.

Umwelttechnik.

Diese Fachgebiete entsprechen den bestehenden Fachrichtungen beim Oberprüfungsamt nach § 13 Abs. 1.

§ 2
Einstellungsvoraussetzungen

(1) Für das technische Referendariat eines Fachgebiets können Bewerber mit einem erfolgreichen Abschluss wissenschaftlich-technischer Studiengänge im Rahmen

1.

eines Master-Studiengangs an einer Hochschule und einer Regelstudienzeit von zehn Fachsemestern (einschließlich Praxis- und Prüfungssemester sowie Masterarbeit), die inhaltlich-fachlich aufeinander aufbauen und im fachlichen Zusammenhang stehen, oder

2.

eines Diplom-Studienganges an einer Technischen Hochschule/Universität oder einer Gesamthochschule mit einer Mindeststudienzeit von acht Fachsemestern (ohne Zeiten für Praxis- und Prüfungssemester sowie Diplomarbeit)

eingestellt werden, sofern das im Dritten Abschnitt für das jeweilige Fachgebiet festgelegte Studium und Wissensspektrum nachgewiesen wird. Dieser Nachweis ist durch persönlich qualifizierende Prüfungen anhand eines Abschlusszeugnisses sowie eines Diploma Supplements zu erbringen. Die mit diesem Abschluss vorauszusetzende Fähigkeit, selbstständig Fachwissen zu beherrschen und wissenschaftsmethodisch anzuwenden, ist durch eine das Studium abschließende, qualifizierende Master- oder Diplomarbeit zu belegen.

(2) Die nach Absatz 1 qualifizierten Bewerber müssen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllen.

§ 3
Einstellungsverfahren

(1) Die Bewerbung auf Einstellung für das technische Referendariat ist bei der Einstellungsbehörde einzureichen. Einstellungsbehörden sind die im Dritten Abschnitt für die einzelnen Fachgebiete genannten Stellen.

(2) Der Bewerbung sind beizufügen:

1.

die Geburtsurkunde, gegebenenfalls die Heiratsurkunde oder eine Bescheinigung über das Bestehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und die Geburtsurkunden der Kinder,

2.

ein Lebenslauf,

3.

das Zeugnis über den Nachweis der Hochschulreife, verbunden mit dem Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen,

4.

Belegnachweise der wissenschaftlichen Hochschule,

5.

Zeugnisse über Hochschulprüfungen in einem wissenschaftlichen Studiengang, der den Anforderungen des § 10 Abs. 3 ThürLaufbG genügt, oder Zeugnisse über Prüfungen im Rahmen eines als gleichwertig anerkannten Studiengangs an einer entsprechenden Einrichtung eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder eines nach dem Recht der Europäischen Union gleichgestellten Staates,

6.

die Urkunde über die Verleihung des akademischen Grades,

7.

Nachweise über etwaige berufliche Tätigkeiten nach Ablegung der Hochschulprüfungen nach Nummer 5,

8.

der Nachweis, dass der Bewerber die deutsche Staatsangehörigkeit nach Artikel 116 des Grundgesetzes oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union besitzt, und

9.

eine persönliche schriftliche Erklärung, ob gegen den Bewerber gerichtliche Strafen ausgesprochen wurden oder ob ein gerichtliches Strafverfahren oder ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft anhängig ist; dabei sind nach gesetzlichen Vorschriften getilgte Strafen und Maßnahmen nicht zu berücksichtigen.

(3) Auf Anforderung sind vorzulegen:

1.

ein amtsärztliches Zeugnis, das nicht älter als sechs Monate sein darf und über den Gesundheitszustand, insbesondere über das Seh-, Farbunterscheidungs- und Hörvermögen Auskunft gibt,

2.

ein amtliches Führungszeugnis, das nicht älter als sechs Monate sein darf; Bewerber aus anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union oder aus nach dem Recht der Europäischen Union gleichgestellten Staaten haben ein im Herkunftsland dem deutschen Führungszeugnis entsprechendes Zeugnis in amtlich beglaubigter Übersetzung vorzulegen und

3.

eine schriftliche Erklärung des Bewerbers darüber, ob Tatsachen nach § 8 Abs. 3 ThürLaufbG zu seiner Person vorliegen; die Erklärung hat sich auf Sachverhalte nach Vollendung des 18. Lebensjahres zu beschränken.

(4) Über die Einstellung in das technische Referendariat entscheidet die Einstellungsbehörde. Sie kann diese Aufgabe auf die Ausbildungsbehörden übertragen.

(5) Aus der Einstellung in das technische Referendariat kann der Bewerber keinen Anspruch auf eine spätere Verwendung im öffentlichen Dienst herleiten.

(6) Den ausgewählten Bewerbern ist der Termin für die Einstellung mitzuteilen. Kommt ein Bewerber ohne triftigen Grund diesem Termin nicht nach, verliert die Zusage der Einstellung ihre Gültigkeit.

(7) Bei den in Absatz 2 Nr. 1 und 3 bis 7 sowie Absatz 3 Nr. 1 genannten Unterlagen genügt die Vorlage einer beglaubigten Abschrift oder Ablichtung.

§ 4
Ernennung

Für das technische Referendariat einzustellende Bewerber werden unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zu Referendaren mit einem das Fachgebiet bezeichnenden Zusatz ernannt, der nicht zwingend mit der jeweiligen Bezeichnung nach § 1 Abs. 4 Satz 1 identisch sein muss, oder in ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis übernommen. Die Bezeichnung Referendar (mit dem entsprechenden Zusatz) gilt auch bei einer Einstellung in ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis.

§ 5
Ausbildungsbehörde und Ausbildungsstellen

(1) Der Referendar wird von der Einstellungsbehörde, sofern sie die Ausbildung nicht selbst durchführt, einer Ausbildungsbehörde zugewiesen.

(2) Ausbildungsbehörden sind die im Dritten Abschnitt jeweils für die einzelnen Fachgebiete genannten Stellen.

(3) Die Ausbildungsbehörde weist den Referendar entsprechend § 8 Abs. 2 den Ausbildungsstellen zu.

(4) Ausbildungsstellen sind die Stellen, denen der Referendar auf der Grundlage der Ausbildungspläne zur praktischen und theoretischen Ausbildung zugewiesen wird.

(5) Der Referendar kann auf Antrag mit Zustimmung der Ausbildungsbehörde in einzelnen Abschnitten bei sonstigen geeigneten Stellen ausgebildet werden.

§ 6
Dauer und Gliederung des technischen Referendariats

(1) Das technische Referendariat dauert einschließlich der Prüfungszeiten in der Regel zwei Jahre. Die Ausbildung kann nach den Bestimmungen des Thüringer Laufbahngesetzes verkürzt werden. Die Entscheidung über eine Verkürzung trifft die Einstellungsbehörde. Ein entsprechender Antrag des Referendars ist spätestens zwei Monate nach Beginn des Referendariats vorzulegen.

(2) Das technische Referendariat soll im Fall des § 16 Abs. 4 oder 5 um sechs Wochen verkürzt werden. Auf Antrag des Referendars wird im Fall des § 16 Abs. 6 das technische Referendariat von der Einstellungsbehörde um sechs Wochen verkürzt.

(3) Die Einstellungsbehörde kann das technische Referendariat nach § 19 Abs. 1 bis 5 ThürLaufbG verlängern.

(4) Das technische Referendariat gliedert sich in Ausbildungsabschnitte. Anzahl, Dauer und Inhalt bestimmen sich nach den besonderen Bestimmungen des jeweiligen Fachgebiets im Dritten Abschnitt.

(5) Für die Ausbildungsabschnitte wird dem Referendar jeweils ein persönlicher Ausbildungsbetreuer zugeteilt, der hauptamtlich Führungsfunktionen ausübt.

(6) Nach Möglichkeit soll dem Referendar durch die Ausbildungsstellen die Gelegenheit gegeben werden, innerhalb der Ausbildungsabschnitte Wahlstationen (Hospitationen) von mindestens einem Monat Dauer auf anderen staatlichen Ebenen, in anderen Institutionen, im kommunalen Bereich und in der Wirtschaft zu durchlaufen.

§ 7
Inhalt und Gestaltung der Ausbildung

(1) Der Referendar wird nach den im Dritten Abschnitt geregelten besonderen Bestimmungen des jeweiligen Fachgebiets ausgebildet. Sind bei seiner Ausbildung erhebliche Abweichungen von diesen Bestimmungen beabsichtigt, entscheidet hierzu die Einstellungsbehörde im Einvernehmen mit dem Oberprüfungsamt.

(2) In einem Einführungslehrgang soll dem Referendar ein Überblick über das allgemeine Verwaltungsgeschehen sowie über den öffentlichen Dienst und die besonderen Aufgaben seiner Fachverwaltung vermittelt werden. In einem Leitfaden sollen ihm das Ziel der Ausbildung erläutert und Hinweise auf die Gliederung der Ausbildung, den Ausbildungsstoff in den einzelnen Ausbildungsabschnitten sowie auf die Prüfung gegeben werden.

(3) Die Ausbildung soll durch Lehrgänge, Seminare, Planspiele, e-Learning, Blended-Learning (Integriertes Lernen), Arbeitsgemeinschaften, Übungen in freier Rede sowie Exkursionen vertieft werden. Lehrgangsinhalte für die Prüfungsfächer „Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen“ sowie „Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit“ sollen fachgebietsübergreifend abgestimmt werden.

(4) Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in Theorie und Praxis zu vermitteln. Insbesondere soll der Referendar Mechanismen und Techniken auf den Gebieten Motivation, Delegation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung und Moderation erlernen.

(5) Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenzen sollen nach Möglichkeit fachgebietsübergreifend ausgebildet werden, um ihrem interdisziplinären Ansatz gerecht zu werden. Dies gilt auch für Querschnittsbereiche wie Umweltverträglichkeit, Flächenbeanspruchung und Sozialverträglichkeit.

(6) Um europarechtliche Rahmenbedingungen einschätzen zu lernen und berücksichtigen zu können, ist die Kompetenz im Umgang mit den Regelungen und Abläufen der Europäischen Union zu stärken. Aspekte über Entscheidungsprozesse auf der Ebene der Europäischen Union, Initiierung und Begleitung von Fördermaßnahmen der Europäischen Union sowie fachpolitische Strategien sind deshalb in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen. Geeignet dafür sind auch Hospitationen bei europäischen Institutionen und in europäischen Mitgliedsstaaten nach § 6 Abs. 6.

§ 8
Begleitung und Überwachung der Ausbildung

(1) Dienstvorgesetzter ist der Leiter der Ausbildungsbehörde. Dieser bestellt einen geeigneten Bediensteten seiner Behörde, der das technische Referendariat durchlaufen und das Staatsexamen erworben hat, zum Ausbildungsleiter. Der Ausbildungsleiter lenkt und überwacht die gesamte Ausbildung. Die Ausbildung im Einzelnen obliegt jeweils dem Leiter der Ausbildungsstelle oder der von ihm beauftragten Person.

(2) Die Ausbildungsbehörde stellt für jeden Referendar einen Ausbildungsplan auf, der die Ausbildungsabschnitte, Zeiten und Ausbildungsstellen sowie den Ausbildungsinhalt im Einzelnen festlegt. Wünsche des Referendars können Berücksichtigung finden. Die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte kann geändert und verschiedene Ausbildungsabschnitte können zeitlich zusammengelegt werden, wenn diese in denselben Ausbildungsstellen absolviert werden. Die Bestimmungen des Dritten Abschnitts für die einzelnen Fachgebiete sind zu beachten.

(3) Die Ausbildungsbehörde ist dafür verantwortlich, dass der Ausbildungsplan eingehalten wird. Abweichungen sind nur in begründeten Fällen zulässig.

(4) Der Referendar hat einen Ausbildungsnachweis nach dem Muster der Anlage 1 zu führen und darin eine Übersicht über die von ihm absolvierten Ausbildungstätigkeiten zu geben. Der Nachweis ist monatlich dem Leiter der Ausbildungsstelle und vierteljährlich der Ausbildungsbehörde zur Prüfung und Bescheinigung vorzulegen.

(5) Die Ausbildungsbehörde führt für jeden Referendar eine Übersicht über das technische Referendariat nach dem Muster der Anlage 2.

(6) Zur Begleitung der Referendare sollen in allen Ausbildungsabschnitten mit den Ausbildungsbetreuern nach § 6 Abs. 5 regelmäßige Feedback-Gespräche stattfinden. Die Niederschriften über diese Gespräche sind der Ausbildungsakte des jeweiligen Referendars beizugeben.

§ 9
Beurteilung während der Ausbildung

(1) Jede Ausbildungsstelle beurteilt den Referendar nach Abschluss des bei ihr abgeleisteten Abschnitts oder Teilabschnitts unter Angabe der Art und Dauer der Beschäftigung nach seinen Leistungen (Arbeitsgüte, Arbeitsmenge, Arbeitsweise, Führungsverhalten) und seiner Befähigung (Denk- und Urteilsvermögen, Organisationsvermögen, Befähigung zur Kommunikation und Zusammenarbeit, Führungsfähigkeit). Die Beurteilung nach dem Muster der Anlage 3 muss erkennen lassen, ob das Ziel des Ausbildungsabschnitts erreicht ist. Besondere Fähigkeiten oder Mängel sind zu vermerken.

(2) Bei Lehrgängen und Fachexkursionen oder wenn die Ausbildungszeit bei einer Ausbildungsstelle nicht die volle Dauer von sechs Wochen erreicht, bestätigt die Ausbildungsstelle nur die Art und Dauer der Beschäftigung sowie die Erreichung des Ziels des Ausbildungsabschnitts oder -teilabschnitts. Absatz 1 findet keine Anwendung.

(3) Die Ausbildungsbehörde gibt am Ende der Ausbildung eine abschließende Beurteilung über die gesamte Dauer der Ausbildungszeit ab. Absatz 1 gilt entsprechend.

(4) Die Beurteilungen nach den Absätzen 1 und 3 sind dem Referendar zu eröffnen und mit ihm zu besprechen. Die Eröffnungen sind aktenkundig zu machen und mit den Beurteilungen zu der Ausbildungsakte des jeweiligen Referendars zu nehmen.

§ 10
Urlaub, Schwerbehinderte Menschen

(1) Der dem Referendar zustehende Erholungsurlaub ist im gegenseitigen Benehmen so in den Ausbildungsplan nach § 8 Abs. 2 Satz 2 einzuarbeiten, dass der Ausbildungsablauf und das Ausbildungsziel nicht beeinträchtigt werden.

(2) Während der Zeit für die Anfertigung der häuslichen Prüfungsarbeit darf Erholungsurlaub nicht gewährt werden. Urlaub aus wichtigem Grund ist nur im Einvernehmen mit dem Oberprüfungsamt zulässig. Im Fall der Urlaubsgewährung nach Satz 2 während der häuslichen Prüfungsarbeit verlängert sich die Frist für die Abgabe der häuslichen Prüfungsarbeit entsprechend.

(3) Schwerbehinderte Menschen sind bei Leistungsnachweisen und für die Teilnahme an Prüfungen die ihrer Behinderung angemessenen Erleichterungen zu gewähren. Art und Umfang der zu gewährenden Erleichterungen sind rechtzeitig mit den Betroffenen zu erörtern. Die fachlichen Anforderungen dürfen nicht geringer bemessen werden.

§ 11
Entlassung aus dem technischen Referendariat

Die Einstellungsbehörde kann den Referendar unter Widerruf des Beamtenverhältnisses oder durch Beendigung des öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses aus dem technischen Referendariat entlassen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, vor allem wenn er es schuldhaft versäumt, die Zulassung zum Staatsexamen (§ 14 Abs. 2 Satz 1), eine neue Aufgabe der häuslichen Prüfungsarbeit (§ 23 Abs. 3) oder die Zulassung zur Wiederholungsprüfung (§ 23 Abs. 4 Satz 3) fristgemäß zu beantragen.

Zweiter Abschnitt
Staatsexamen

§ 12
Zweck des Staatsexamens

Im Staatsexamen hat der Referendar seine Führungsqualifikation in seinem Fachgebiet nachzuweisen. Im Einzelnen soll er zeigen, dass er seine auf einer wissenschaftlichen Hochschule erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden versteht, dass er mit den Aufgaben der Verwaltung seines Fachgebiets sowie mit den einschlägigen Rechts-, Verwaltungs- und technischen Vorschriften vertraut ist und dass er über wirtschaftliches Denken und Managementkenntnisse verfügt.

§ 13
Abnahme des Staatsexamens

(1) Für die Abnahme des Staatsexamens ist das Oberprüfungsamt als Sonderstelle bei dem für Verkehr zuständigen Bundesministerium nach dem Übereinkommen über die Errichtung eines gemeinschaftlichen Oberprüfungsamtes deutscher Länder und Verwaltungen für das technische Referendariat vom 16. September 1948 in der Fassung vom 1. Oktober 2013 (StAnz Nr. 15/2014 S. 404) in der jeweils geltenden Fassung zuständig.

(2) Der mündliche Teil des Staatsexamens findet grundsätzlich am Sitz des Oberprüfungsamtes statt. Der Direktor des Oberprüfungsamtes kann sie auch an anderen Orten abhalten lassen.

(3) Der Vorsitzende des Kuratoriums bestellt für jede Fachrichtung den Leiter, dessen Stellvertreter und die weiteren Mitglieder des jeweiligen Prüfungsausschusses. Als Mitglieder der Prüfungsausschüsse sollen Führungskräfte aus Verwaltung und Wirtschaft, die möglichst ein entsprechendes Staatsexamen abgelegt haben, bestellt werden. Das Kuratorium kann in Sonderfällen Ausnahmen zulassen.

(4) Das Staatsexamen wird in den in § 1 Abs. 4 Satz 1 genannten Fachgebieten von Prüfungskommissionen abgenommen. Die Prüfungskommissionen setzen sich aus einem Vorsitzenden und mindestens drei Prüfern zusammen, wobei die Besetzung der Prüfungskommissionen je nach Prüfungsfächern personell wechseln kann. Die Prüfungskommissionen werden vom Direktor des Oberprüfungsamtes anlassbezogen aus den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse gebildet. Die Prüfungskommissionen sind bei ihren Entscheidungen beschlussfähig, wenn der Vorsitzende und mindestens zwei weitere Prüfer anwesend sind. Soweit über die Leistungen in der mündlichen Prüfung entschieden wird, müssen die beschließenden Prüfer an der Prüfung teilgenommen haben. Die Prüfungskommissionen entscheiden mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Stimmenthaltung ist nicht zulässig.

(5) Die Prüfer sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig und an Weisungen nicht gebunden. Die mit der Behandlung von Prüfungsangelegenheiten befassten Personen sind in allen die Vorbereitung und Durchführung des Staatsexamens betreffenden Angelegenheiten zur Verschwiegenheit verpflichtet.

(6) Der Leiter des zuständigen Prüfungsausschusses oder dessen Vertreter leitet das Staatsexamen.

(7) Der Direktor des Oberprüfungsamtes sorgt für den ordnungsgemäßen Prüfungsablauf. Er wacht darüber, dass in allen Fachgebieten gleich hohe Prüfungsanforderungen gestellt und gleiche Beurteilungsmaßstäbe angelegt werden. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben kann er sich an den Prüfungen beteiligen und gilt in diesem Fall von Amts wegen als weiteres stimmberechtigtes Mitglied der Prüfungskommission.

§ 14
Zulassung zum Staatsexamen

(1) Zum Staatsexamen können nur Referendare zugelassen werden, die die Ausbildungszeit für das technische Referendariat ordnungsgemäß abgeleistet haben.

(2) Der Referendar hat seinen Antrag auf Zulassung zum Staatsexamen nach dem Muster der Anlage 4 innerhalb von zwei Wochen nach Aufforderung durch die Ausbildungsbehörde zu stellen. Die Ausbildungsbehörde hat dem Referendar den Termin für den Antrag unter Hinweis auf die Folgen eines Versäumnisses nach § 11 schriftlich mitzuteilen.

(3) Die Ausbildungsbehörde leitet den Antrag mit den darin aufgeführten Unterlagen so rechtzeitig dem Oberprüfungsamt zu, dass er zwei Monate vor Aushändigung der Aufgabe für die häusliche Prüfungsarbeit dem Oberprüfungsamt vorliegt.

(4) Der Direktor des Oberprüfungsamtes entscheidet aufgrund der mit dem Zulassungsantrag vorgelegten Unterlagen über die Zulassung zum Staatsexamen.

(5) Das Oberprüfungsamt leitet den Zulassungsbescheid zusammen mit der Aufgabe für die häusliche Prüfungsarbeit der Ausbildungsbehörde zur fristgerechten Aushändigung an den Referendar zu. Die dem Zulassungsantrag beigefügten Unterlagen werden gleichzeitig zurückgegeben. Sie sind zu vervollständigen und dem Oberprüfungsamt mit der abschließenden Beurteilung nach § 9 Abs. 3 nach Beendigung der gesamten Ausbildung wieder zuzuleiten.

(6) Wird der Referendar nicht zum Staatsexamen zugelassen, regelt die Einstellungsbehörde die Dauer und Gestaltung der weiteren Ausbildung. § 23 Abs. 4 gilt entsprechend.

§ 15
Gliederung des Staatsexamens

Das Staatsexamen besteht aus

1.

der häuslichen Prüfungsarbeit,

2.

den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht und

3.

der mündlichen Prüfung.


§ 16
Häusliche Prüfungsarbeit

(1) Der Referendar soll durch die häusliche Prüfungsarbeit zeigen, dass er eine Aufgabe aus der Praxis richtig erfassen, methodisch bearbeiten und das Ergebnis klar darstellen kann. In der Aufgabenstellung sollen Managementaspekte einen hohen Stellenwert erhalten.

(2) Der Referendar muss die häusliche Prüfungsarbeit innerhalb von sechs Wochen anfertigen und bei dem Oberprüfungsamt im Original unmittelbar einreichen. Bei Vorliegen triftiger Gründe kann der Direktor des Oberprüfungsamtes die Frist um höchstens vier Wochen verlängern. Der Referendar hat in diesem Fall unverzüglich einen begründeten Antrag durch die Ausbildungsbehörde, die dazu Stellung nimmt, an das Oberprüfungsamt zu richten. Soweit eine Verlängerung nach Satz 2 zur Bearbeitung nicht ausreicht, kann eine neue Aufgabe gestellt werden, die innerhalb der Frist nach Satz 1 zu bearbeiten ist.

(3) Der Referendar hat die Aufgabe in allen ihren Teilen ohne fremde Hilfe zu bearbeiten und alle benutzten Quellen und Hilfsmittel anzugeben. Dieses ist in einer dem Textteil der Arbeit vorzuheftenden Erklärung zu versichern. Alle Ausarbeitungen müssen seine Unterschrift tragen.

(4) Hat der Referendar an einem vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin ausgeschriebenen „Schinkel-Wettbewerb“ oder einem vom Land Berlin ausgeschriebenen Wettbewerb um den „Peter-Josef-Lenné-Preis“ teilgenommen, so kann die Wettbewerbsarbeit auf Antrag als häusliche Prüfungsarbeit durch den Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Leiter des zuständigen Prüfungsausschusses anerkannt werden, wenn die Wettbewerbsaufgabe unter Beteiligung eines Prüfers des Oberprüfungsamtes gestellt worden ist und einer häuslichen Prüfungsarbeit entspricht. Der Antrag ist mit dem Zulassungsantrag nach § 14 Abs. 2 Satz 1 zu stellen. Die Wettbewerbsarbeit wird unabhängig von ihrer Bewertung im Wettbewerb von Prüfern des Oberprüfungsamtes nach § 20 Abs. 1 beurteilt.

(5) Auf Antrag des Referendars kann der Direktor des Oberprüfungsamtes eine während der Ausbildungszeit verfasste Abschnitts- oder Projektarbeit im Einvernehmen mit dem Leiter des zuständigen Prüfungsausschusses als häusliche Prüfungsarbeit zulassen, wenn die Aufgabe unter Beteiligung eines Prüfers des Oberprüfungsamtes gestellt worden ist und einer häuslichen Prüfungsarbeit entspricht. Der Antrag ist vor Ausgabe der Abschnitts- oder Projektaufgabe zur Entscheidung vorzulegen. Die Abschnitts- oder Projektarbeit wird unabhängig von ihrer Begutachtung im Ausbildungsabschnitt von Prüfern des Oberprüfungsamtes nach § 20 Abs. 1 beurteilt.

(6) In Ausnahmefällen kann auf Antrag des Referendars der Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Leiter des zuständigen Prüfungsausschusses zulassen, dass an Stelle der häuslichen Prüfungsarbeit zwei zusätzliche schriftliche Arbeiten unter Aufsicht zu fertigen sind.

(7) Die häusliche Prüfungsarbeit ist angenommen, wenn sie fristgemäß eingereicht wurde und die Erst- und Zweitbewertung nach § 20 Abs. 1 jeweils mit mindestens „ausreichend“ erfolgt. Wird die häusliche Prüfungsarbeit mit der Erstbewertung oder der Zweitbewertung nicht mit mindestens „ausreichend“ bewertet, entscheidet der Leiter des zuständigen Prüfungsausschusses, ob die häusliche Prüfungsarbeit angenommen wird. Wird die häusliche Prüfungsarbeit nicht angenommen, ist das Staatsexamen nicht bestanden. Der Referendar erhält hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

§ 17
Schriftliche Arbeiten unter Aufsicht

(1) Der Referendar soll durch die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht zeigen, dass er Aufgaben rasch und sicher erfassen, in kurzer Frist mit den zugelassenen Hilfsmitteln lösen und das Ergebnis knapp und übersichtlich darstellen kann. Managementaspekte sollen in der Aufgabenstellung einen hohen Stellenwert erhalten.

(2) Ist die häusliche Prüfungsarbeit angenommen worden, ist der Referendar vom Oberprüfungsamt zu den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht unter Angabe von Zeit und Ort ihrer Fertigung spätestens zwei Wochen vor dem Tag der Bearbeitung der ersten schriftlichen Arbeit unter Aufsicht zu laden.

(3) Insgesamt ist in vier Prüfungsfächern des jeweiligen Fachgebiets je eine schriftliche Arbeit unter Aufsicht in jeweils sechs Stunden an vier aufeinander folgenden Werktagen zu fertigen. Mindestens eine schriftliche Arbeit unter Aufsicht ist dabei aus den Prüfungsfächern „Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen“ oder „Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit“ zu stellen. Die zugelassenen Hilfsmittel werden in der Regel zur Verfügung gestellt. Wenn der Referendar selbst Hilfsmittel mitbringen soll, sind diese in der Ladung zur Prüfung ausdrücklich benannt. Andere mitgeführte Hilfsmittel sind vor Aushändigung der Aufgabe bei der aufsichtsführenden Person zu hinterlegen.

(4) Das Oberprüfungsamt leitet die Aufgaben jeweils in verschlossenen Umschlägen der Ausbildungsbehörde zu. Diese gibt die jeweilige Aufgabe der schriftlichen Arbeit unter Aufsicht ungeöffnet am Tag der Bearbeitung an die aufsichtsführende Person weiter, die sie zu Beginn der Prüfung dem Referendar aushändigt. Mit der Aufsicht soll ein Bediensteter beauftragt werden, der das Staatsexamen besitzt.

(5) Spätestens mit Ablauf der Bearbeitungszeit hat der Referendar seine Arbeit zu unterschreiben und mit allen Zwischenrechnungen und Konzepten bei der aufsichtsführenden Person abzugeben.

(6) Die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht werden unter Zuhilfenahme von informationstechnischen Systemen und Hilfsmitteln (Personal Computer) bearbeitet, wenn der Leiter des Prüfungsausschusses dem grundsätzlich zustimmt und die für die Ausbildung zuständige Behörde für die Prüfung eine anforderungsgerechte Ausstattung nach Anlage 8 gewährleistet. Über die Formerfordernisse und die technischen Rahmenbedingungen werden die Referendare unmittelbar nach der Zulassung zum Staatsexamen mit einem Merkblatt nach Anlage 7 informiert. Der Referendar kann in begründeten Fällen bei seiner Ausbildungsbehörde eine handschriftliche Bearbeitung beantragen.

(7) Über den Verlauf der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht fertigt die aufsichtsführende Person jeweils eine Niederschrift an. Für die Niederschrift hat sie das vom Oberprüfungsamt dafür vorgesehene Formular zu verwenden. Die Niederschriften sind zu sammeln und am Tag der Bearbeitung der letzten schriftlichen Arbeit unter Aufsicht dem Oberprüfungsamt zu übersenden. Die gefertigten Arbeiten sind am jeweiligen Tag der Bearbeitung zusammen mit den Aufgabentexten mit Einlieferungsnachweis den Erstprüfern zur Bewertung zuzuleiten.

(8) Sind die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht so bewertet, dass das Staatsexamen nach § 21 Abs. 5 Nr. 3 und 4 nicht mehr bestanden werden könnte oder nach § 21 Abs. 6 Nr. 1 als nicht bestanden gilt, wird der Referendar nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Die Entscheidung trifft das Oberprüfungsamt aufgrund der Bewertungen nach § 20. Wird der Referendar nicht zugelassen, ist das Staatsexamen nicht bestanden. Der Referendar erhält hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

§ 18
Mündliche Prüfung

(1) In der mündlichen Prüfung soll der Referendar vor allem Verständnis für Management und Führung sowie für wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge erkennen lassen. Dabei sollen auch Urteilsvermögen, Sicherheit im Auftreten und Ausdrucksfähigkeit bewiesen werden.

(2) Der Referendar wird zur mündlichen Prüfung, die sich über zwei Tage erstreckt, vom Oberprüfungsamt schriftlich geladen. Bis zu drei Referendare können in einer Gruppe gemeinsam geprüft werden.

(3) Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf den Prüfstoff der einzelnen Prüfungsfächer, welcher dem Prüfstoffverzeichnis der Anlage 6 zu entnehmen ist. Die in den Bestimmungen des Dritten Abschnitts für das jeweilige Fachgebiet genannte Prüfungsdauer von insgesamt sechseinhalb Stunden, mindestens aber insgesamt sechs Stunden, gilt für die gleichzeitige Prüfung von drei Referendaren. Sie ist eine Regelzeit und kann bei weniger Referendaren angemessen gekürzt werden. Die Prüfungskommission kann die Prüfungszeit verlängern, wenn dies zur Beurteilung der Leistungen eines Referendars notwendig ist. Die Verlängerung soll die Dauer von 15 Minuten je Prüfungsfach nicht überschreiten.

(4) Die auf ein Prüfungsfach entfallende regelmäßige Prüfungsdauer bei drei Referendaren beträgt bei Fachgebieten mit einer Gesamtprüfungsdauer der mündlichen Prüfung von sechseinhalb Stunden für zwei Prüfungsfächer jeweils 75 Minuten; eines dieser beiden Fächer ist das Prüfungsfach „Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit“. Die auf ein Prüfungsfach entfallende regelmäßige Prüfungsdauer der vier anderen Prüfungsfächer beträgt in diesem Fall jeweils eine Stunde. Bei einer Gesamtprüfungsdauer von sechs Stunden beträgt bei drei Referendaren die auf ein Prüfungsfach entfallende regelmäßige Prüfungsdauer für jedes Prüfungsfach jeweils eine Stunde.

(5) Am zweiten Prüfungstag hat der Referendar einen Vortrag von mindestens fünf und längstens zehn Minuten zu halten. Das Thema wird aus dem Fachgebiet des Referendars oder einem sonstigen Gebiet der technischen Verwaltung entnommen und ist etwa 20 Minuten vorher bekannt zu geben.

(6) Die mündliche Prüfung ist nicht öffentlich. Während der mündlichen Prüfung, jedoch nicht bei der Festsetzung der Prüfungsnoten, können der Ausbildungsleiter des Referendars sowie in begründeten Fällen ein Vertreter der Einstellungsbehörde zugegen sein.

§ 19
Unterbrechung des Staatsexamens

(1) Kann der Referendar nicht zur Fertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht oder zur mündlichen Prüfung erscheinen oder muss die Prüfung abgebrochen werden, hat er unverzüglich das Oberprüfungsamt unter Angabe der Gründe zu verständigen und den Nachweis der Verhinderung zu erbringen. Erkennt der Direktor des Oberprüfungsamtes die Gründe als wichtig an, so gelten bei einer Unterbrechung die bis dahin abgeschlossenen Prüfungsteile als abgelegt. Das Staatsexamen ist zum nächstmöglichen Termin fortzusetzen.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend, wenn der Referendar bei Vorliegen eines wichtigen Grundes mit Zustimmung des Oberprüfungsamtes von Prüfungen zurücktritt.

§ 20
Bewertung der Prüfungsleistungen im Einzelnen

(1) Die häusliche Prüfungsarbeit und die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht werden von einem Erstprüfer und einem Zweitprüfer, die Leistungen in den Fächern der mündlichen Prüfung von den jeweiligen Prüfern bewertet. Die jeweiligen Erst- und Zweitprüfer werden durch das Oberprüfungssamt aus den Mitgliedern des zuständigen Prüfungsausschusses bestimmt.

(2) Die Bewertungen der häuslichen Prüfungsarbeit und der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht sind schriftlich zu begründen.

(3) Für die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen gelten folgende Noten:

sehr gut

= eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht;

gut

= eine Leistung, die den Anforderungen in erheblichem Maße entspricht;

vollbefriedigend

= eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht;

befriedigend

= eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht;

ausreichend

= eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht;

mangelhaft

= eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht.

(4) Den einzelnen Noten sind folgende Punktzahlen zugeordnet:

sehr gut

=

1,0 und 1,3;

gut

=

1,7 und 2,0;

vollbefriedigend

=

2,3 und 2,7;

befriedigend

=

3,0 und 3,3;

ausreichend

=

3,7 und 4,0;

mangelhaft

=

5,0.

Andere Punktzahlen oder Zwischennoten dürfen nicht verwendet werden.

§ 21
Abschließende Bewertung, Gesamturteil

(1) Die Note der angenommenen häuslichen Prüfungsarbeit und die einzelnen Noten der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht sowie die der Leistungen in der mündlichen Prüfung werden unabhängig voneinander von der zuständigen Prüfungskommission als Einzelnoten festgesetzt.

(2) Für die Bildung des für das Gesamturteil maßgebenden Mittelwertes wird

1.

die Punktzahl der häuslichen Prüfungsarbeit

mit zwei

(= 20 von Hundert),

2.

die Durchschnittspunktzahl aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht

mit drei

(= 30 von Hundert) und

3.

die Durchschnittspunktzahl aller Fächer der mündlichen Prüfung

mit fünf

(= 50 von Hundert)

multipliziert und die hieraus gebildete Summe durch zehn dividiert. Eine dritte Stelle nach dem Komma wird bei allen Rechenvorgängen nicht berücksichtigt. Im Fall des § 16 Abs. 6 wird die Durchschnittspunktzahl der insgesamt sechs schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit fünf multipliziert und somit mit 50 von Hundert für das Gesamturteil gewichtet.

(3) Für das Gesamturteil gelten die folgenden Noten:

sehr gut,

gut,

vollbefriedigend,

befriedigend,

ausreichend und

nicht bestanden.

(4) Das Staatsexamen ist bestanden:

1.

mit dem Prädikat „sehr gut“

bei einem Mittelwert von 1,00 bis 1,49,

2.

mit dem Prädikat „gut“

bei einem Mittelwert von 1,50 bis 2,29,

3.

mit dem Prädikat „vollbefriedigend“

bei einem Mittelwert von 2,30 bis 2,99,

4.

mit „befriedigend“

bei einem Mittelwert von 3,00 bis 3,49 und

5.

mit „ausreichend“

bei einem Mittelwert von 3,50 bis 4,00.

(5) Das Staatsexamen ist nicht bestanden, wenn

1.

die häusliche Prüfungsarbeit nicht angenommen ist,

2.

der nach Absatz 2 gebildete Mittelwert 4,01 oder schlechter lautet,

3.

die Noten in mindestens zwei Prüfungsfächern der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht „mangelhaft“ sind,

4.

die Note in einem Prüfungsfach der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht „mangelhaft“ ist und dabei die Durchschnittspunktzahl aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht 4,01 oder schlechter lautet,

5.

die Noten in mindestens drei einzelnen Prüfungsfächern der mündlichen Prüfung „mangelhaft“ sind oder

6.

die Noten für die Leistungen in einem Prüfungsfach oder in zwei einzelnen Prüfungsfächern der mündlichen Prüfung „mangelhaft“ sind und nicht durch die Noten der Leistungen in anderen Prüfungsfächern der mündlichen Prüfung ausgeglichen werden; ein Ausgleich ist je Prüfungsfach der mündlichen Prüfung mit der Note „mangelhaft“ durch zwei Noten „befriedigend“ oder „vollbefriedigend“ oder eine Note „gut“ oder „sehr gut“ gegeben.

(6) Das Staatsexamen gilt als nicht bestanden, wenn der Referendar

1.

ohne vom Oberprüfungsamt anerkannten Grund zu den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht oder zur mündlichen Prüfung nicht erscheint oder einen dieser Prüfungsteile abbricht oder

2.

nach § 24 Abs. 1 Satz 2 oder Abs. 2 Satz 2 von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen ist.

(7) Über die mündliche Prüfung und die Entscheidungen des Prüfungsausschusses ist eine Niederschrift anzufertigen, in der die Besetzung der Prüfungskommission, der Name des Referendars, die Einzelnoten der schriftlichen und mündlichen Prüfung, die Gesamtnote und die Beurteilung des Vortrags festgehalten werden. Die Niederschrift ist von dem Vorsitzenden der Prüfungskommission und den an der mündlichen Prüfung beteiligten Prüfern zu unterzeichnen. Sie ist wie die schriftlichen Beurteilungen der häuslichen Prüfungsarbeit und der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht Bestandteil der Prüfungsakten.

(8) Im Anschluss an die mündliche Prüfung werden dem Referendar die Ergebnisse der Prüfungen und des Staatsexamens bekannt gegeben. Bei Nichtbestehen des Staatsexamens erhält der Referendar hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

§ 22
Prüfungszeugnis

(1) Mit Bestehen des Staatsexamens erwirbt der Referendar die Befähigung zum höheren technischen Verwaltungsdienst oder einer gleichgestellten Bezeichnung. Er ist berechtigt, die Berufsbezeichnung „Technischer Assessor“ beziehungsweise „Technische Assessorin“ zu führen. Hierüber erteilt das Oberprüfungsamt ein Prüfungszeugnis, das die Einzelnoten und das Gesamturteil enthält. Das Prüfungszeugnis wird nach dem Muster der Anlage 5 gefertigt und vom Direktor des Oberprüfungsamtes unterzeichnet sowie mit dem Siegel versehen; es wird mit einem Bescheid des Oberprüfungsamtes mit Rechtsbehelfsbelehrung übersandt.

(2) Findet der mündliche Teil der Prüfung nach § 13 Abs. 2 nicht am Dienstsitz des Oberprüfungsamtes statt, erhält der Referendar grundsätzlich nach bestandener Prüfung eine Bescheinigung des Oberprüfungsamtes, die auch Angaben über die Berufsbezeichnung beinhaltet. Absatz 1 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.

§ 23
Wiederholung des Staatsexamens

(1) Hat der Referendar das Staatsexamen nicht bestanden, gilt für die Wiederholung der Prüfung § 21 Abs. 3 ThürLaufbG.

(2) Die Wiederholungsprüfung erstreckt sich

1.

auf die Anfertigung einer neuen häuslichen Prüfungsarbeit, auf die Fertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht und auf die mündliche Prüfung, wenn die häusliche Prüfungsarbeit nicht rechtzeitig eingereicht oder nicht angenommen worden ist,

2.

mindestens auf die Fertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht in den Prüfungsfächern, in denen die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit „mangelhaft“ bewertet worden sind, und auf die mündliche Prüfung,

3.

auf die mit „mangelhaft“ bewerteten Prüfungsfächer der mündlichen Prüfung.

Darüber hinaus kann der zuständige Prüfungsausschuss bei überwiegend mangelhaften Leistungen die Wiederholung aller schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht sowie aller Prüfungsfächer der mündlichen Prüfung beschließen.

(3) Hat der Referendar die häusliche Prüfungsarbeit nicht rechtzeitig eingereicht oder ist sie nicht angenommen worden, hat er innerhalb von vier Wochen nach Erhalt eines entsprechenden Bescheids des Oberprüfungsamtes eine neue Aufgabe zu beantragen.

(4) Der Prüfungsausschuss oder die Prüfungskommission befindet auch darüber, in welchen Abschnitten die Ausbildung einer Ergänzung bedarf und schlägt der Einstellungsbehörde die Dauer der zusätzlichen Ausbildung vor. Sie soll mindestens zwei, höchstens sechs Monate betragen. Der Referendar hat sechs Wochen vor Beendigung der zusätzlichen Ausbildung die Zulassung zur Wiederholungsprüfung nach dem Muster der Anlage 4 zu beantragen.

§ 24
Verstöße gegen die Prüfungsordnung

(1) Einem Referendar, der zu täuschen versucht, der insbesondere die Versicherung der selbstständigen Bearbeitung der häuslichen Prüfungsarbeit nach § 16 Abs. 3 Satz 1 und 2 unrichtig abgibt, bei den schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht andere als die zugelassenen Hilfsmittel mit sich führt oder sich sonst eines Verstoßes gegen die Bestimmungen des Zweiten Abschnitts schuldig macht, soll die Fortsetzung der Prüfung unter Vorbehalt gestattet werden; der Vorbehalt ist aktenkundig zu machen. Bei einer erheblichen Störung soll er von der weiteren Teilnahme an dem betreffenden Teil der Prüfung ausgeschlossen werden.

(2) Über die Folgen eines Verhaltens nach Absatz 1 Satz 1 oder einer Täuschung, die nach Abgabe einer schriftlichen Arbeit unter Aufsicht festgestellt wird, entscheidet der Direktor des Oberprüfungsamtes im Einvernehmen mit dem Leiter des Prüfungsausschusses, bei einer Täuschung oder einem Ordnungsverstoß während der mündlichen Prüfung die jeweilige Prüfungskommission. Sie können je nach Schwere der Verfehlung die Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen anordnen, den Referendar von der weiteren Prüfung ausschließen oder die Prüfung für nicht bestanden erklären. Der Referendar erhält hierüber vom Oberprüfungsamt einen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

(3) Wird eine Täuschung erst nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses bekannt, ist das Oberprüfungsamt unverzüglich zu unterrichten. Der Direktor des Oberprüfungsamtes kann im Benehmen mit dem Kuratorium die Prüfung nachträglich für nicht bestanden erklären. Diese Maßnahme ist innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach dem letzten Tag der mündlichen Prüfung zulässig.

(4) Der Betroffene ist vor der Entscheidung nach den Absätzen 2 oder 3 zu hören.

§ 25
Prüfungsakte

(1) Einem Antragsteller kann Einsicht in seine Prüfungsakte gewährt werden, sofern die Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung der rechtlichen Interessen erforderlich ist. Die persönliche Einsichtnahme wird auf schriftlichen Antrag an den Direktor des Oberprüfungsamtes innerhalb der Rechtsbehelfsfrist in der Geschäftsstelle des Oberprüfungsamtes gewährt.

(2) Die Prüfungsakte wird fünf Jahre nach Beendigung des Staatsexamens vernichtet.

§ 26
Ausführungsbestimmungen

Die nähere Ausgestaltung des Staatsexamens kann durch Ausführungsbestimmungen geregelt werden.

Dritter Abschnitt
Besondere Bestimmungen der Fachgebiete

Erster Unterabschnitt
Fachgebiet Architektur

§ 27
(aufgehoben)
§ 28
(aufgehoben)
§ 29
(aufgehoben)
§ 30
(aufgehoben)
§ 31
(aufgehoben)

Zweiter Unterabschnitt
Fachgebiet Städtebau

§ 32
(aufgehoben)
§ 33
(aufgehoben)
§ 34
(aufgehoben)
§ 35
(aufgehoben)
§ 36
(aufgehoben)

Dritter Unterabschnitt
Fachgebiet Geodäsie und Geoinformation

§ 37
(aufgehoben)
§ 38
(aufgehoben)
§ 39
(aufgehoben)
§ 40
(aufgehoben)
§ 41
(aufgehoben)

Vierter Unterabschnitt
Fachgebiet Landespflege

§ 42
Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

(1) Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums in Studiengängen oder einer Kombination von Studiengängen im Aufgabenfeld der Landespflege nach § 2 Abs. 1.

(2) Bei Vorliegen der in Absatz 1 genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat im Fachgebiet Landespflege grundsätzlich nur dann möglich, wenn das im Rahmen des Studiums zu erwerbende folgende Wissensspektrum nachgewiesen wird:

1.

wissenschaftliche Grundlagen und deren methodische Anwendung in folgenden Teilbereichen der Landespflege:

a)

Naturschutz,

b)

Landschaftspflege,

c)

Grünordnung,

d)

Landschaftsökologie (einschließlich der Grundlagenfächer Botanik/Vegetationskunde, Zoologie und Geologie/Bodenkunde),

e)

Garten- und Landschaftsarchitektur sowie der Landschafts-, Grünordnungs- und Objektplanung,

2.

grundlegendes Fachwissen und dessen methodische Anwendung als Grundlage für die Planungen und die Ausführung landespflegerischer Belange und als Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit benachbarten Fachbereichen mindestens in folgenden Fächern:

a)

Landschafts- und Grünflächenbau,

b)

Ingenieurbiologie,

c)

Rechtsgrundlagen des Naturschutzes und der Landschaftspflege,

d)

Geschichte des Naturschutzes und der Landschaftspflege,

e)

Informationstechnik/grafische Datenverarbeitung,

f)

Freizeit und Erholung,

3.

Fachbezogenes Ergänzungswissen in den Grundzügen in mindestens drei der folgenden Fächer oder Fächergruppen:

a)

Raumordnung, Landes- und Regionalplanung,

b)

Städtebau und Siedlungswesen,

c)

Bauplanungs- und Bauordnungsrecht,

d)

Verkehrsplanung/Verkehrsanlagen,

e)

Wasserwirtschaft und Wasserbau,

f)

Bergbau, Bodenabbau, Abgrabungen,

g)

Waldbau/Forstplanung,

h)

Landwirtschaft/Agrarplanung,

i)

Umweltschutz, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft,

j)

Leitungsaufgaben/Führungstechnik/Management.

(3) Der Nachweis ist in den fünf Teilbereichen nach Absatz 2 Nr. 1 durch qualifizierende Prüfungen und in den sonstigen Fächern durch Testate während des Studiengangs, vorzugsweise durch ein Diploma Supplement sowie durch Darlegung des absolvierten Studienspektrums (transcript of records), zu erbringen. Die Fähigkeit, das Fachwissen zu beherrschen, methodisch anzuwenden und planerischen Anforderungen gerecht zu werden, ist durch eigenständige Arbeiten (wie Diplomarbeit, Masterthesis oder sonstige Studienarbeiten) zu belegen.

§ 43
Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde

(1) Einstellungsbehörde ist das für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Ministerium.

(2) Ausbildungsbehörde ist die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige obere Landesbehörde.

§ 44
Gliederung der Ausbildung

(1) Das technische Referendariat gliedert sich in vier Ausbildungsabschnitte:

  • Ausbildungsabschnitt I: Einführung in die Verwaltung sowie Information und praktische Mitarbeit bei der unteren Naturschutzbehörde sowie bei der Kommunalverwaltung,

  • Ausbildungsabschnitt II: Information und praktische Mitarbeit bei den Fachverwaltungen der Nachbargebiete der Landespflege und bei wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes und des Bundes,

  • Ausbildungsabschnitt III: praktische Mitarbeit und Information bei einer Landesmittelbehörde und/oder Landesoberbehörde für Naturschutz und Landschaftspflege,

  • Ausbildungsabschnitt IV: Lehrgänge und Fachexkursionen, Staatsexamen.

(2) Somit ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat neben dem Erholungsurlaub in der Regel

1.

64 Wochen für die Ausbildungsabschnitte I bis III und

2.

28 Wochen für den Ausbildungsabschnitt IV.


§ 45
Sonstige Regelungen für die Ausbildung

(1) Management- und Kommunikationsqualifikationen sowie soziale Kompetenz sind in allen Ausbildungsabschnitten ausbildungsbegleitend in Theorie und Praxis zu vermitteln. Durch die eigenständige Bearbeitung von Aufgaben oder Projekten sind die überfachlichen Führungs- und Managementtechniken anzuwenden. In allen Ausbildungsabschnitten soll der Referendar sich in der Präsentationstechnik, im Vortrag und im Schriftverkehr üben. Ihm ist Gelegenheit zur Teilnahme an Terminen, Sitzungen und Verhandlungen zu geben. Insbesondere sollen die Referendare an Besprechungsrunden von Behördenleitungen und anderen Führungskräften teilnehmen. Sie sollen Kurzvorträge halten, Besprechungsrunden moderieren und Arbeitsergebnisse präsentieren. Zu erlernende Qualifikationen sind insbesondere: Motivation, Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Rhetorik, Visualisierung, Moderation, Protokollierung, Delegation, Besprechungsvorbereitung und -durchführung sowie Feedback über die Ergebniserzielung.

(2) Betriebswirtschaftliche Kompetenzen, Haushaltsgrundlagen und -bewirtschaftung sowie Finanzplanungen, Führungskompetenzen, Qualifizierung im Bereich Recht, Projektmanagement und organisatorische Kompetenz sind nach Möglichkeit fachgebietsübergreifend zu vermitteln. Dies gilt auch für gesellschaftlich relevante Querschnittsbereiche wie Umweltschutz- und Umweltplanung und Nachhaltigkeit.

(3) Die Ausbildungsabschnitte I bis III können für Projektarbeiten und Hospitationen auf Bundesebene sowie bei europäischen Institutionen, in europäischen Mitgliedsstaaten oder in der freien Wirtschaft genutzt werden. Zur Stärkung der Kompetenz im Umgang mit den Regelungen und Abläufen der Europäischen Union sind Aspekte über Entscheidungsprozesse auf Ebene der Europäischen Union, Initiierung und Begleitung von Fördermaßnahmen der Europäischen Union sowie fachpolitische Strategien in die einzelnen Ausbildungsabschnitte aufzunehmen.

(4) Der Ausbildungsabschnitt IV umfasst ergänzende allgemeine Seminare, Lehrgänge, andere Ausbildungsformen sowie die Prüfungsleistungen. Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa einer Woche stehen. Für die Ausbildungsabschnitte I bis III sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie die anderen Ausbildungsformen nach § 7 Abs. 2 und 3 mit einer Gesamtdauer von 16 Wochen vorzusehen, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Dies gilt insbesondere für die Vorbereitung der Prüfungen in den beiden fachübergreifenden Fächern „Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen“ und „Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit“. Bis zu zwölf weitere Wochen sind für die häusliche Prüfungsarbeit, die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften und Hospitationen vorzusehen.

§ 46
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 3 im Fachgebiet Landespflege sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung mit einem Gesamtumfang von sechseinhalb Stunden sind:

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

mit 1 Stunde,

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

mit 75 Minuten,

3.

Naturschutz und Landespflege

mit 75 Minuten,

4.

Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

mit 1 Stunde,

5.

Freiraumplanung und Grünordnung

mit 1 Stunde,

6.

Angrenzende Fachgebiete

mit 1 Stunde.

Fünfter Unterabschnitt
Fachgebiet Wasserwesen

§ 47
Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

(1) Zulassungsvoraussetzung für das technische Referendariat ist der erfolgreiche Abschluss eines wissenschaftlichen Studiums des Studienganges Bauingenieurwesen oder eines vergleichbaren Studienganges nach § 2 Abs. 1.

(2) Bei Vorliegen der in Absatz 1 genannten Voraussetzungen ist eine Zulassung für das technische Referendariat nur dann möglich, wenn das von der Einstellungsbehörde geforderte Wissensspektrum im Rahmen des Studiums erworben wurde und nachgewiesen wird.

§ 48
Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde

Einstellungs- und Ausbildungsbehörde ist das für die Wasserwirtschaft zuständige Ministerium.

§ 49
Gliederung der Ausbildung

(1) Das technische Referendariat gliedert sich in vier Ausbildungsabschnitte:

  • Ausbildungsabschnitt I: Organisation der Verwaltung, Betrieb und Unterhaltung der eigenen Infrastruktur der wasserwirtschaftlichen Verwaltung,

  • Ausbildungsabschnitt II: Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Bauträgers,

  • Ausbildungsabschnitt III: Aufgaben anderer Fachbehörden und Institutionen,

  • Ausbildungsabschnitt IV: Lehrgänge und Fachexkursionen, Staatsexamen.

(2) Somit ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat neben dem Erholungsurlaub in der Regel

1.

62 Wochen für die Ausbildungsabschnitte I bis III und

2.

30 Wochen für den Ausbildungsabschnitt IV.


§ 50
Sonstige Regelungen für die Ausbildung

(1) Innerhalb der Ausbildungsabschnitte I bis III kann der Referendar Aufenthalte in Wahlstationen (Hospitationen nach § 6 Abs. 6 und § 7 Abs. 6) mit fachlichem Bezug im Umfang von bis zu maximal sechs Wochen wahrnehmen, vorzugsweise in den Ausbildungsabschnitten I und II. Der Ausbildungsabschnitt III dient im Wesentlichen dem Kennenlernen und Verstehen der fachlichen und rechtlichen Verknüpfungen zwischen den Aufgaben der Wasserstraßen und Wasserwirtschaftsverwaltung sowie der Landesfach- und Kommunalverwaltung. Als Ausbildungsstellen für den Ausbildungsabschnitt III sind zwingend Behörden mit regelmäßigem Kontakt zur Ausbildungsbehörde als Ausbildungsstellen vorzusehen.

(2) Der Ausbildungsabschnitt IV umfasst ergänzende allgemeine Seminare, Lehrgänge, andere Ausbildungsformen sowie die Prüfungsleistungen. Für die Prüfungsfächer nach § 51 Nr. 1 bis 6 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen nach § 7 Abs. 2 bis 6 mit einer Gesamtdauer von 16 Wochen, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere 14 Wochen sind für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften vorzusehen.

(3) Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang, der im Besonderen auch Inhalte nach § 7 Abs. 2 enthält, stehen. Die Ausbildung ist durch ein allgemeines Verwaltungsseminar und durch fachbezogene Verwaltungsseminare zu vertiefen. Die fachbezogenen Verwaltungsseminare können im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausbildungsabschnitten I bis III durchgeführt werden. Kenntnisse über Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit sind grundsätzlich in allen Ausbildungsabschnitten aufgabenbezogen zu vermitteln. Eine gebündelte Ausbildung von mindestens vier Wochen in Form eines Seminars und/oder durch Hospitation ist in der freien Wirtschaft durchzuführen.

§ 51
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 3 im Fachgebiet Wasserwesen sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung mit einem Gesamtumfang von sechseinhalb Stunden sind:

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

mit 1 Stunde,

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

mit 75 Minuten,

3.

Wasserstraßen/Wasserwirtschaft

mit 75 Minuten,

4.

Sondergebiete der Wasserwirtschaft

mit 1 Stunde,

5.

Vorbereiten und Durchführen von Bauten

mit 1 Stunde und

6.

Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

mit 1 Stunde.

Sechster Unterabschnitt
Fachgebiet Umwelttechnik

§ 52
Zulassungsvoraussetzungen für das Referendariat

(1) Zum technischen Referendariat im Fachgebiet Umwelttechnik werden nur Bewerber zugelassen, die einen erfolgreichen Abschluss eines wissenschaftlich-technischen Studiums der Studiengänge Bauingenieurwesen, Biochemie, Chemie/Chemietechnik, Energietechnik, Geoökologie/Hydrogeologie, Maschinenbau, Physik, Umwelttechnik, Verfahrenstechnik oder Wasserwirtschaft/Wasserbau nach § 2 Abs. 1 haben.

(2) Die Voraussetzung nach Absatz 1 wird mit einem Diplom- oder Masterabschluss an einer wissenschaftlichen Hochschule erfüllt. Entsprechendes gilt für einen akkreditierten Masterabschluss an einer Fachhochschule.

(3) Die Einstellungsbehörde entscheidet im Einzelfall, ob und welcher weitere Studiengang als geeignet anerkannt werden kann. Geeignet sind insbesondere Studiengänge mit vergleichbarer naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung.

§ 53
Einstellungsbehörde, Ausbildungsbehörde

(1) Einstellungsbehörde ist das für die Umwelt zuständige Ministerium.

(2) Ausbildungsbehörde ist die für Umwelttechnik zuständige obere Landesbehörde.

§ 54
Gliederung der Ausbildung

(1) Das technische Referendariat gliedert sich in fünf Ausbildungsabschnitte:

  • Ausbildungsabschnitt I: Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz,

  • Ausbildungsabschnitt II: Immissionsschutz und Klimaschutz,

  • Ausbildungsabschnitt III: Wasserwirtschaft und Gewässerschutz,

  • Ausbildungsabschnitt IV: Praktikum/Hospitationen,

  • Ausbildungsabschnitt V: Lehrgänge und Fachexkursionen, Staatsexamen.

(2) Somit ergeben sich für das zweijährige technische Referendariat neben dem Erholungsurlaub in der Regel

1.

68 Wochen für die Ausbildungsabschnitte I bis IV und

2.

24 Wochen für den Ausbildungsabschnitt V.


§ 55
Sonstige Regelungen für die Ausbildung

(1) Die praktische Ausbildung in den Ausbildungsabschnitten I bis III zielt darauf ab, die Zusammenhänge und Arbeitsabläufe in der Umweltverwaltung kennen zu lernen, zu verstehen und anhand konkreter Einzelfälle anzuwenden. Im Ausbildungsabschnitt I mit einer Dauer von 17 Wochen erhält der Referendar Informationen über die Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft, den Inhalt und Ablauf der Abfallwirtschaftsplanung, die Logistik und Technik der Abfallentsorgung, die behördliche Überwachung der Abfallentsorgung sowie die geltenden Andienungs- und Überlassungspflichten. Auch die Grundsatzfragen des Bodenschutzes und die Möglichkeit der Altlastenbearbeitung werden in diesem Ausbildungsabschnitt behandelt.

(2) Im Ausbildungsabschnitt II mit einer Dauer von 17 Wochen werden verschiedene Produktionstechnologien und deren Umweltauswirkungen intensiv vermittelt. Der Referendar befasst sich mit technischen Maßnahmen der Abluftreinigung, dem gebietsbezogenen Immissionsschutz, Fragen der Luftreinhaltung, Lärm und Erschütterungen, umweltgefährdenden Stoffen und der Gentechnik. Der Klimaschutz mit Auswirkungen des Klimawandels, Verminderung von Treibhausgasemissionen, Anpassungsmaßnahmen sowie den Möglichkeiten des Emissionshandels sind ebenfalls Lernstoff.

(3) Im Ausbildungsabschnitt III mit einer Dauer von 17 Wochen erhalten die Referendare Einblick in die Grundlagen der Wasserwirtschaft, befassen sich mit dem Schutz der oberirdischen Gewässer und des Grundwassers im Spannungsfeld mit den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen. Außerdem werden die technischen Standards und die Technologien der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung vermittelt.

(4) Während die Ausbildungsabschnitte I bis III von den Fachdezernaten der Ausbildungsbehörde gestaltet werden, erhält der Referendar im Ausbildungsabschnitt IV mit einer Dauer von 17 Wochen die Möglichkeit, externe Organisationen, Körperschaften und Behörden kennen zu lernen. Im Rahmen einer Hospitation in der Kommunalverwaltung mit einer Dauer von zwei Wochen wird ein Einblick in Aufgaben, Organisation und Tätigkeiten der kommunalen Gebietskörperschaften vermittelt. Dies betrifft unter anderem die kommunale Selbstverwaltung mit der politischen Willensbildung bei kommunalen Planungen sowie die Arbeit der staatlichen Auftragsverwaltung. In den zuständigen Abteilungen der Landesbehörde mit einer Dauer von zwei Wochen werden Kenntnisse über die Aufgaben einer Bündelungsbehörde, Personalbewirtschaftung, Fach- und Dienstaufsicht, Kommunalaufsicht sowie die Durchführung der Landes- und Regionalplanung vermittelt. Bei einem dreiwöchigen Aufenthalt in der zentralen Fachdienststelle erhalten die Referendare einen Überblick über Organisation und Aufgaben der Dienststelle sowie Fachinformationen zu deren vielfältigen naturwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Tätigkeiten.

(5) Im Ausbildungsabschnitt IV hat der Referendar ein Praktikum außerhalb der Landesverwaltung zu absolvieren, um die dortige Organisation und Arbeitsweise näher kennen zu lernen. Als Praktikumsstellen kommen private und öffentliche Unternehmen (Firmen, Wasserverbände, kommunale Eigenbetriebe) in Betracht, aber auch ausgelagerte Behörden (beispielsweise Landesvertretung bei der Europäischen Union). Im Rahmen des Praktikums sollen neben dem Umweltmanagement vor allem Informationen über die Kosten- und Leistungsrechnung, das Controlling, die Personal- und Finanzplanung sowie die Projektabwicklung gesammelt werden.

(6) Der Ausbildungsabschnitt V umfasst ergänzende allgemeine Seminare, Lehrgänge, andere Ausbildungsformen sowie die Prüfungsleistungen. Für die Prüfungsfächer nach § 56 Nr. 1 und 2 sowie für übergeordnete Ausbildungszeiten sind allgemeine Seminare und Lehrgänge sowie andere Ausbildungsformen nach § 7 Abs. 2 bis 6 mit einem Gesamtumfang von zwölf Wochen vorzusehen, wobei fachbezogene Vertiefungsbedarfe eingeschlossen sind. Weitere zwölf Wochen sind für die häusliche Prüfungsarbeit, für die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht, für die mündlichen Prüfungen sowie für Prüfungsvorbereitungen/Arbeitsgemeinschaften und ergänzende Hospitationen vorzusehen.

(7) Zu Beginn der Ausbildung soll ein Einführungslehrgang von etwa zwei Wochen Dauer stehen. Die Ausbildung ist außerdem durch ein fachbezogenes Verwaltungsseminar mit einer Dauer von drei Wochen zu vertiefen. In diesen Lehrveranstaltungen erhält der Referendar umfassende theoretische Kenntnisse über Staats- und Verwaltungsrecht, Haushaltsrecht und die für den Umweltschutz wichtigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Diese Kenntnisse können auch in einem Fernstudiengang (Verwaltungsrecht und/oder Umweltrecht) erworben werden, soweit dieser als geeignet eingestuft wird. Zur Vorbereitung auf Führungsaufgaben und Leistungsfunktionen in der Verwaltung werden in einem gesonderten Führungslehrgang mit einer Dauer von zwei bis vier Wochen die hierzu notwendigen Grundkenntnisse vermittelt.

§ 56
Prüfungsfächer und Prüfungszeiten

Prüfungsfächer nach § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 3 im Fachgebiet Umwelttechnik sowie die fächerbezogenen Prüfungszeiten in der mündlichen Prüfung mit einem Gesamtumfang von sechs Stunden sind:

1.

Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

mit 1 Stunde,

2.

Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit

mit 1 Stunde,

3.

Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

mit 1 Stunde,

4.

Immissionsschutz und Klimaschutz

mit 1 Stunde,

5.

Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

mit 1 Stunde und

6.

Fachbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften

mit 1 Stunde.

Vierter Abschnitt
Übergangs- und Schlussbestimmungen

§ 57
Übergangsbestimmung

(1) Für Referendare, die vor dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat bereits in den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren technischen Verwaltungsdienstes eingestellt wurden, findet die Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des höheren technischen Verwaltungsdienstes vom 17. Mai 2004 (GVBl. S. 637), zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. November 2014 (GVBl. S. 724), in der am Tag vor Inkrafttreten der Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat geltenden Fassung weiter Anwendung.

(2) Für vor dem Tag des Inkrafttretens der Ersten Verordnung zur Änderung der Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat begonnene Vorbereitungsdienste sind die Bestimmungen der Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat in der bis zum Ablauf des Tages vor dem Inkrafttreten der Ersten Verordnung zur Änderung der Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat geltenden Fassung weiter anzuwenden.

§ 58
Gleichstellungsbestimmung

Status- und Funktionsbezeichnungen in dieser Verordnung gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.

§ 59
Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

(2) Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten nach Absatz 1 tritt die Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des höheren technischen Verwaltungsdienstes vom 17. Mai 2004 (GVBl. S. 637), zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. November 2014 (GVBl. S. 724), außer Kraft.

Erfurt, den 29. November 2016

Die Ministerin für Infrastruktur
und Landwirtschaft

Birgit Keller

Die Ministerin für Umwelt,
Energie und Naturschutz

Anja Siegesmund

Anlage 6

(zu § 18 Abs. 3)

Prüfstoffverzeichnis der Fachgebiete

1.

Architektur,

2.

Städtebau,

3.

Geodäsie und Geoinformation,

4.

Landespflege,

5.

Wasserwesen oder

6.

Umwelttechnik.

1.

Prüfstoffverzeichnis des Fachgebiets Architektur

1.1

Fach 1: Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

1.1.1

Rechtsgeschichte

a)

Rechtsgeschichte in Grundzügen

b)

Rechtsstaatliche Entwicklung in Deutschland und Europa

c)

Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

1.1.2

Allgemeines Staatsrecht

a)

Staatsbegriff, Staatswesen

b)

Völkerrecht in Grundzügen

c)

Internationale und supranationale Organisationen, Rechtsstatus

d)

Staatsformen

e)

Entstehung und Auflösung von Staaten

f)

Staatliche Entwicklung in Deutschland

1.1.3

Verfassungsrecht des Bundes und der Länder

a)

Verfassungsgrundsätze und Grundrechte

b)

Staatsrechtliches Wesen der Bundesrepublik Deutschland

c)

Verfassungsmäßige Regelungen für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung

d)

Verfassungsorgane des Bundes

e)

Funktionen der Staatsgewalt

f)

Gewaltenteilung:

aa)

Begriff und Wesen der öffentlichen Verwaltung,

bb)

Gesetzgebungsverfahren,

cc)

Rechtsverordnungen und Satzungen,

dd)

Rechtsprechung,

ee)

Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde

g)

Verfassungsorgane der Länder

h)

Staats- und Amtshaftungsgrundsätze

i)

Finanzwesen des Bundes und der Länder

1.1.4

Europäische Union

a)

Entstehungsgeschichte

b)

Status und Organe

c)

Aufgaben und Ziele

d)

Übertragene Souveränitätsrechte

e)

Rechtsetzung und Umsetzung in nationales Recht

f)

Europäischer Binnenmarkt, Wirtschafts- und Währungsunion

1.1.5

Kommunalrecht

a)

Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtsstatus

b)

Kommunalverfassung, Gemeindeordnung

c)

Organe und Aufgaben der Gebietskörperschaften

d)

Kommunales Finanzwesen

1.1.6

Verwaltungsaufbau und Behördenorganisation bei Bund, Ländern, kommunalen Gebietskörperschaften und anderen öffentlich-rechtlichen Institutionen

a)

Verwaltungsaufbau des Bundes und der Länder

b)

Organisation der unmittelbaren Staatsverwaltung

c)

Organe, Aufgaben und Organisation der mittelbaren Staatsverwaltung

d)

Aufgaben und Organisation von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts

e)

Aufgabenübertragung auf Rechtspersonen des Privatrechts

f)

Rechts-, Fach- und Dienstaufsicht

1.1.7

Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungshandeln, Verwaltungsprozessrecht

a)

Verwaltungsverfahrensgesetze des Bundes und der Länder

b)

Grundsätze des Verwaltungshandelns

aa)

Förmliche und nichtförmliche Verwaltungsverfahren

bb)

Abwägung und Ermessensausübung im Verwaltungsverfahren

cc)

Auslegung von Rechtsnormen

dd)

Amtshilfe

ee)

Verwaltungsvollstreckung

c)

Verwaltungszustellungsverfahren

d)

Verwaltungskosten und -gebühren

e)

Verwaltungsgerichtsordnung in Grundzügen

f)

Ordentliche und außerordentliche Rechtsbehelfe und Rechtsmittel

1.1.8

Besonderes Verwaltungsrecht

a)

Beamtenrecht

b)

Disziplinarrecht

c)

Personalvertretungsrecht

d)

Ordnungswidrigkeitenrecht

e)

Arbeitsschutzrecht in Grundzügen

f)

Datenschutzrecht in Grundzügen

g)

Sozialrecht in Grundzügen

h)

Steuerrecht in Grundzügen

i)

Gewerbe- und Berufsrecht in Grundzügen

j)

Polizeirecht in den Grundzügen

1.1.9

Privatrecht und Zivilprozessrecht

a)

Bürgerliches Gesetzbuch

aa)

Allgemeiner Teil, Recht der Schuldverhältnisse und Sachenrecht in Grundzügen

bb)

Nachbarrecht

b)

Handels- und Gesellschaftsrecht in Grundzügen

c)

Wettbewerbsrecht in Grundzügen

d)

Vergaberecht in Grundzügen

e)

Zivilprozessordnung in Grundzügen

aa)

Gerichte und Zuständigkeiten

bb)

Verfahren bei den ordentlichen Gerichten

cc)

Rechtsmittel

1.1.10

Strafrecht

a)

Strafgesetzbuch in Grundzügen

b)

Straftaten im Amt

c)

Korruptionsprävention

1.2

Fach 2: Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

1.2.1

Leitungskonzeptionen, -methoden und -techniken

a)

Begriffe

b)

Methoden und Techniken der Leitung und Lenkung

aa)

Führungs- und Leitungskonzeptionen

bb)

Kybernetik/Regelkreis-Modell

cc)

Orientierung (Input/Output, Mitarbeiter, Prozess, Produkt, Kunde)

c)

Methoden und Techniken der Planung und Steuerung

aa)

Zielvereinbarung (Zielsetzung, Zielsysteme, Zielkonflikte)

bb)

Problemanalyse

cc)

Alternativensuche und -bewertung

dd)

Entscheidung

ee)

Kontrolle

1.2.2

Management der öffentlichen Verwaltung und Betriebswirtschaftliche Steuerung

a)

Begriffe

aa)

Verwaltung im sozialen System

bb)

Konzept „Bürokratie“

cc)

Funktion und Selbstverständnis

dd)

New Public Management

b)

Kalkulation

c)

Ressourcen

d)

Controlling (strategisch/operativ)

aa)

Ziele, Produkte, Leistungen

bb)

Kennzahlen

cc)

Berichtswesen

e)

Kosten-Leistungs-Rechnung

f)

Kaufmännische Buchführung

aa)

Gewinn- und Verlustrechnung

bb)

Bilanz

cc)

Eingeführte Datenverarbeitungssysteme

g)

Qualitätsmanagement

h)

Projektmanagement

i)

Benchmarking

j)

Budgetierung

1.2.3

Personalführung

a)

Führungsstile

b)

Grundkenntnisse der Menschenführung

aa)

Soziale Kompetenz

bb)

Individuum und Gruppen im Arbeitsprozess

cc)

Motivation

dd)

Anerkennung und Kritik

ee)

Kommunikation und Konfliktbehandlung

ff)

Belastungen und ihre Bewältigung

c)

Grundsätze der Zusammenarbeit mit Beschäftigten und deren Vertretung

d)

Personalbeurteilung

e)

Personalentwicklung

f)

Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

g)

Gleichstellung

1.2.4

Kommunikation

a)

Rhetorik

b)

Gesprächsführung

c)

Moderation und Besprechungstechnik

d)

Präsentation und ihre Technik

e)

Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit, Pressearbeit

1.2.5

Informationstechnik

a)

Organisation beim Einsatz der Informationstechnik, Pflichtenheft

b)

Datensicherheit

c)

E-Government

d)

E-Vergabe

e)

Datenschutz

f)

Statistik

1.2.6

Organisation

a)

Grundzüge der Organisationslehre

b)

Aufgaben, Organisation und Geschäftsbetrieb

c)

Geschäftsprozessoptimierung

d)

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

1.2.7

Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen des Bundes, der Länder und der Kommunen

a)

Rahmengesetzgebung zum Haushaltsrecht

b)

Haushaltsordnungen

c)

Haushaltsgesetze

d)

Grundlagen des Haushalts

aa)

Grundsätze/Begriffe (Entwurf, Plan, Gesetz, Vollzug, Prüfung)

bb)

Finanzplanung

cc)

Programmplanung

dd)

Verfahren und Regeln der Bewirtschaftung

ee)

Rechnungslegung

e)

Aufgaben der Rechnungshöfe und der Rechnungsprüfungsämter

1.2.8

Volks- und betriebswirtschaftliche Untersuchungen

a)

Grundbegriffe der Wirtschaftlichkeit

aa)

Grundsätze

bb)

Minimal-/Maximal-/Optimal-Prinzip

cc)

Rahmendaten und Datenrahmen

b)

Rechentechniken der Wirtschaftlichkeitsrechnung

aa)

Ausgabenrechnung, Kalkulation und Aufgabenwirtschaftlichkeit

bb)

Statische/Dynamische Rechenverfahren

cc)

Kapitalwertmethoden

c)

Verfahren der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung

aa)

Gesamtwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung

bb)

Monetäre/Nichtmonetäre Betrachtung

cc)

Kostenvergleichsrechnung

dd)

Investitionsrechnung

d)

Bewertungsverfahren für Unterhaltungs- und Betriebsaufgaben, Lebenszyklusbetrachtung

e)

Beschaffungsmaßnahmen, alternative Formen der Bedarfsdeckung

f)

Investitionsmaßnahmen

aa)

Kosten-Nutzen-Analysen

bb)

Nutzwertanalyse/Kostenwirksamkeitsanalyse

g)

Möglichkeiten und Grenzen der Verfahren

1.3

Fach 3: Öffentliches Baurecht

1.3.1

Allgemeine Grundlagen

a)

Geschichte, Entwicklung und Ziele des öffentlichen Baurechts

b)

Gesetzgebungszuständigkeiten zum Planungs- und Baurecht von Bund, Ländern und Gemeinden

c)

Zuständigkeiten der Europäischen Union im öffentlichen Baurecht

1.3.2

Raumordnungs-, Landesplanungs- und Regionalplanungsrecht

a)

Planungsträger

b)

Verfahren zur Planaufstellung

c)

Planinhalte, Beispiele

d)

Instrumente zur Plansicherung und -verwirklichung

1.3.3

Bauplanungsrecht

a)

Allgemeines und besonderes Städtebaurecht

b)

Verfahren zur Planaufstellung

c)

Planinhalte

d)

Zusammenwirken von Behörden und Privaten

e)

Instrumente zur Plansicherung und -verwirklichung

f)

Genehmigungs- und Zulassungstatbestände

1.3.4

Bauordnungsrecht

a)

Formelles Recht

aa)

Zuständigkeiten und Aufgaben

bb)

Bauaufsichtliche Verfahren

cc)

Bedeutung von Befreiungen, Ausnahmen und Abweichungen

dd)

Beteiligte an bauaufsichtlichen Verfahren und deren Verantwortung

ee)

Sicherstellung der Verwendbarkeit von Bauprodukten

ff)

Bauaufsichtliche Eingriffsbefugnisse

gg)

Bestandsschutz

b)

Materielles Baurecht

aa)

Allgemeine Anforderungen

bb)

Grundstücke und deren Bebauung

cc)

Bauliche Anlagen

dd)

Sonderbauten

ee)

Technische Baubestimmungen

ff)

Brandschutz

1.3.5

Baunebenrecht

a)

Fachplanungsrecht, rechtliche Grundlagen, Planungsträger

b)

Denkmalrecht

c)

Naturschutzrecht

d)

Wasserrecht

e)

Bundesimmissionsschutzrecht

f)

Arbeitsstättenrecht

g)

Nachbarrecht

h)

Genehmigungsverfahren, Planfeststellungsverfahren

i)

Berücksichtigung des Baunebenrechts im bauordnungsrechtlichen Genehmigungsverfahren

1.3.6

Rechtsschutz im öffentlichen Baurecht

a)

Städtebauliche Planungen

b)

Bauaufsichtliche Verfahren

c)

Fachplanungsrecht

d)

Amtspflichten und Amtshaftung

e)

Haftung von Verfahrensbeteiligten

f)

Nachbarschutz

1.3.7

Unfallschutz

a)

Recht der Berufsgenossenschaften

b)

Unfallverhütung

1.4

Fach 4: Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

1.4.1

Organisation der Hochbauverwaltungen in Bund, Ländern und Gemeinden (Finanzbauverwaltungen)

a)

Zuständigkeiten

b)

Aufbau- und Ablauforganisation

c)

Arbeitsweise

1.4.2

Aufgaben der Hochbauverwaltungen (staatliche Bauverwaltung)

a)

Durchführung von Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie Unterhaltung der Grundstücke und der baulichen Anlagen

aa)

Vergabe von Dienst-, Bau- und Lieferleistungen

bb)

Planungswettbewerbe

cc)

Fertigung der Bauunterlagen

dd)

Überwachung der Bauausführung

ee)

Rechnungsprüfung

ff)

Kassenanordnung

gg)

Abnahme

hh)

Übergabe

ii)

Dokumentation

jj)

Rechnungslegungs- und Rechnungsprüfungsverfahren

b)

Betriebsführung und Betriebsüberwachung von Technischen Anlagen

c)

Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnik

d)

Baufachliche Gutachten und Stellungnahmen

e)

Wertermittlung

f)

Baufachliche Mitwirkung bei Zuwendungsmaßnahmen

g)

Verwaltungsverfahren bei Sicherheitsmaßnahmen

h)

Planung und Durchführung von Baumaßnahmen Dritter

i)

Grundzüge der Wohnungsbauförderung

j)

Datenbanken und Statistik im öffentlichen Hochbau

k)

Standardisierung und Standards im öffentlichen Hochbau

l)

Facility-Management im öffentlichen Hochbau

m)

Veröffentlichungen

1.4.3

Vorschriften, Richtlinien, Dienstanweisungen

a)

Verfahrensvorschriften

aa)

Durchführung von öffentlichen Hochbaumaßnahmen

bb)

Zuwendungsmaßnahmen

cc)

Gebäudebestandsdokumentation

dd)

Überwachung der Verkehrssicherheit von baulichen Anlagen

ee)

Unfallverhütungsvorschriften

ff)

Vermessung

gg)

Nachhaltiges Planen und Bauen

hh)

Planungswettbewerbe

ii)

Kunst am Bau

b)

Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen

aa)

Bundes- und Landeshaushaltsordnung mit Verwaltungsvorschriften

bb)

Haushaltswirtschaft der Gemeinden

cc)

Mittelbewirtschaftung und Bewirtschaftungsverfahren

dd)

Informationstechnik im Haushalt

c)

Vergabewesen

d)

Vertragswesen

e)

Wettbewerbswesen

f)

Kartellrecht

g)

Preisrecht

h)

Urheberrecht in der Architektur

1.5

Fach 5: Grundzüge des öffentlichen Hochbaus und des Städtebaus

1.5.1

Stadtplanung und Städtebau

a)

Stadtplanung

aa)

Planungsleitbilder

bb)

Stadtgeschichte

cc)

Instrumente der Stadtplanung

b)

Städtebau

aa)

Grundzüge des Städtebaus

bb)

Städtebauliche Strukturen

cc)

Städtebauliche Faktoren

1.5.2

Öffentliche Gebäude

a)

Öffentliche Bauaufgaben

b)

Gebäudetypologien und Baugestalt

c)

Baugeschichtliche Entwicklungen

d)

Gestaltungs- und Konstruktionselemente

e)

Baukultur und öffentlicher Raum

1.5.3

Planungsgrundlagen

a)

Raumbedarfsanforderungen

aa)

Qualitative Bedarfsanforderungen

bb)

Ausstattungsstandards

cc)

Funktionale Anforderungen

dd)

Behaglichkeitskriterien

b)

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

c)

Bewertung von Bauplanungen

aa)

gestalterisch

bb)

technisch

cc)

wirtschaftlich

dd)

energetisch

ee)

ökologisch

d)

Öffentlich-rechtliche Anforderungen

e)

Werterhaltung öffentlicher Gebäude

f)

Planung im Bestand

1.5.4

Kosten

a)

Grundlagen und Methoden der Kostenermittlung

b)

Bau- und Planungskosten

c)

Baunutzungskosten

d)

Lebenszykluskosten

e)

Kostenkennwerte und Flächenrichtwerte

1.5.5

Nachhaltigkeitsanforderungen im öffentlichen Hochbau und im Städtebau

a)

Kriterien und Zertifizierungen

b)

Lebenszyklus von Siedlungen und Bauwerken

c)

Integrale Planung

1.5.6

Projektmanagement

a)

Begriffsbestimmungen

aa)

Projektmanagement

bb)

Projektorganisation

cc)

Projektplanung und -steuerung

b)

Methoden des Projektmanagements (Leitungskonzepte)

c)

Institutionelle Bezüge (Organisationskonzepte)

d)

Kostensteuerung

e)

Terminplanung und -steuerung

f)

Qualitätsmanagement

1.6

Fach 6: Bautechnik

1.6.1

Regeln der Technik

a)

Allgemeine Rechtsgrundlagen

b)

Gesetze, Verordnungen, Normen

1.6.2

Technische Elemente der Stadt- und Gebäudeplanung

a)

Technische Grundlagen städtischer Infrastruktur

b)

Technische Erschließung von Gebäuden

c)

Ver- und Entsorgungsanlagen und deren Leitungssysteme

1.6.3

Grundzüge der Baukonstruktion und Baumethoden

a)

Baugrund und Grundwassermanagement

b)

Gründungsarten

c)

Tragkonstruktion, auch selbsttragende Fassadenkonstruktionen

d)

Nichttragende Konstruktionen und Ausbaukonstruktionen

1.6.4

Grundzüge der Installations- und Betriebstechnik

a)

Passive und aktive Energiegewinnung im Hochbau

b)

Heizung, Raumlufttechnik

c)

Wasserversorgung, -nutzung und -entsorgung

d)

Wertstoff- und Schadstoffsammlung sowie -entsorgung

e)

Elektrische Anlagen (Niederspannung, Schwachstrom) und Beleuchtung

f)

Fördertechnik

g)

Küchen-, Labor- und Medizintechnik

h)

Gebäudeleittechnik

i)

Informations- und Kommunikationstechnik

1.6.5

Bauphysikalische Aspekte bei der Gebäudeplanung

a)

Wärme-, Schall- und Feuchteschutz

b)

Ursachen, Vermeidung und Behebung von Bauschäden

c)

Alterungsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit

1.6.6

Nachhaltigkeitsanforderungen in der Bautechnik

a)

Bewertung von Bauteilen, Baustoffen, Baumethoden und Installations- und Betriebstechnik

b)

Technische und ökologische Qualität nachhaltigen Bauens

c)

Rückbaufähigkeit und Wiederverwendbarkeit von Bauelementen

d)

Raumklimaverträglichkeit, Energieeffizienz

e)

Altlasten, Gefahrstoffbeseitigung, Verwendungsverbote

1.6.7

Historische Bauwerke und Baukonstruktionen

a)

Technisch-physikalische und chemische Untersuchungsmethoden

b)

Zerstörungsarme und zerstörungsfreie Untersuchungsmethoden

c)

Materialprüfung

d)

Rekonstruktionsmethoden

e)

Bautechnische Anforderungen bei Rekonstruktionsmaßnahmen

f)

Verwendung althergebrachter Techniken und Baustoffe

1.6.8

Baubetrieb und Baulogistik

a)

Allgemeine Rahmenbedingungen

b)

Bauverfahren

c)

Bauablauf

d)

Störungen im Bauablauf

2.

Prüfstoffverzeichnis des Fachgebiets Städtebau

2.1

Fach 1: Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.1 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebiets Architektur

2.2

Fach 2: Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.2 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebiets Architektur

2.3

Fach 3: Raumordnung

2.3.1

Landes- und Regionalplanung

2.3.2

Geschichte der Raumplanung und Raumordnung in der Bundesrepublik

2.3.3

Entwicklung Besiedlung, ihre Ursachen und Wirkungen

2.3.4

Arbeitsmethoden

2.3.5

Planungselemente und Raumkategorien

2.3.6

Aufgaben und organisatorischer Aufbau der Raumordnung und Landesplanung in der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union

2.3.7

Raumrelevante europäische Strukturprogramme

2.3.8

Raumordnungsgesetz und Bundesraumordnungsprogramme

2.3.9

Landesplanungsgesetz und seine Durchführungsverordnung, Landesentwicklungsgesetz

2.3.10

Programme und Pläne der Landesentwicklung und Regionalplanung

2.3.11

Aufgaben der Planungsebenen und Fachdienststellen sowie ihr Verhältnis zueinander

2.3.12

Planarten und -inhalte, Wirkungsbereiche, Aufgabenträger, Beteiligte

2.3.13

Probleme und Konfliktstellen der Planung und die Verwirklichung raumordnerischer Ziele

2.3.14

Raumordnungs-Projekte (zum Beispiel Regionalpark, regionales Wohnungsbauprogramm, regionales Einzelhandelskonzept)

2.4

Fach 4: Geschichte des Städtebaus, Stadtplanung und Stadtentwicklung

2.4.1

Geschichte des Städtebaus

a)

Epochen des Städtebaus und ihre Charakteristika, vor allem seit dem Entstehen der Industriegesellschaft

b)

Städtebauliche Theorien und Leitbilder, insbesondere seit dem 19. Jahrhundert

c)

Geographische, soziale, wirtschaftliche, technische und politische Faktoren der Siedlungsentwicklung und des Städtebaus in der Geschichte

2.4.2

Stadtplanung und Stadtentwicklung

a)

Begriffe und Ziele

b)

Ordnungselemente, Funktionsbereiche, Infrastruktur und Standortkriterien

c)

Städtebauliche Systeme, Bebauung/Freiraum, Gebäudetypen insbesondere des Wohnungsbaus, öffentliche und private Einrichtungen

d)

Stadtgestaltung

e)

Städtebauliche Erneuerung (Sanierung, Modernisierung)

f)

Entwicklungsmaßnahmen

g)

Verträge über stadtplanerische Leistungen

h)

Wettbewerbswesen, Workshops

i)

Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsverfahren

j)

Quartiersarbeit

2.4.3

Integration von Fachplanungen

a)

Umweltverträglichkeit der Planung

b)

Naturschutz und Landschaftspflege

c)

Landschaftsplanung und -gestaltung

d)

Agrarstruktur

e)

Städtebauliche Denkmalpflege

2.4.4

EDV und IT in der Stadtplanung und Stadtentwicklung

2.5

Fach 5: Technische Elemente des Städtebaus

2.5.1

Verkehr

a)

Bedeutung des Verkehrs im Städtebau, Wechselwirkungen

b)

Verkehrsarten, Verkehrsnetze

c)

Verkehrsuntersuchungen (Zählungen, Analysen, Prognosen)

d)

Generalverkehrsplanung, Mobilitätsmanagement, Verkehrssystemmanagement

e)

Grundzüge des Wasser-, Schienen- und Straßenverkehrs

f)

Öffentlicher Nahverkehr und Individualverkehr

g)

Nichtmotorisierter Verkehr

2.5.2

Erschließungssysteme und ihre Elemente, Ruhender Verkehr, Wirtschaftsverkehr inklusive Wirtschaftlichkeitsfragen der Erschließung

2.5.3

Grundzüge der Versorgung mit Wasser und Energie, Abwasser- und Abfallbeseitigung

2.5.4

Technischer Umweltschutz in Bezug auf Städtebau in Grundzügen

a)

der Luftreinhaltung

b)

des Lärmschutzes

c)

des Gewässer- und Bodenschutzes

d)

des Klimaschutzes und der Klimaanpassung

2.6

Fach 6: Fachrecht

2.6.1

Planungsrecht, insbesondere

a)

Baugesetzbuch unter besonderer Beachtung der Bauleitplanung, der Sicherung der Bauleitplanung, der Regelung der baulichen und sonstigen Nutzung

b)

Grundzüge der Bodenordnung, der Enteignung

c)

der Erschließung

d)

der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen

e)

der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen

f)

der Erhaltungssatzung und der städtebaulichen Gebote

g)

Baunutzungsverordnung

h)

Planzeichenverordnung

i)

Bauordnungsrecht und seine Durchführungsverordnungen in seinen städtebaurelevanten Teilen

2.6.2

Fachplanungsrecht, vor allem in seinen Beziehungen zu Städtebau und Bauleitplanung (Planfeststellungsverfahren) in Grundzügen der folgenden Gesetze und Bestimmungen

a)

Bundeswasserstraßengesetz

b)

Luftverkehrsgesetz

c)

Bundesfernstraßen-, Landesstraßen- und Wegegesetz

d)

Energiewirtschaftsgesetz, Telegrafenwegegesetz

e)

Abfallwirtschaftsgesetz

f)

Wasserhaushaltsgesetz und Landeswassergesetz

g)

Bundesnaturschutzgesetz, Naturschutzgesetz des Landes

h)

Bundeswaldgesetz

2.6.3

Sonstige Rechtsnormen mit Bezug zur Stadtentwicklung, insbesondere

a)

Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung

b)

Bundesimmissionsschutzgesetz und sonstige Umweltschutzbestimmungen

c)

Denkmalschutzgesetz des Landes

d)

Flurbereinigungsgesetz

e)

Bundeskleingartengesetz

f)

Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

g)

Kommunalabgabengesetz und kommunales Satzungsrecht

h)

Vertragswesen (HOAI) sowie sonstige Verträge über stadtplanerische Leistungen

i)

Nachbarrecht, Urheberrecht

j)

Kammerwesen

3.

Prüfstoffverzeichnis des Fachgebiets Geodäsie und Geoinformation

3.1

Fach 1: Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.1 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

3.2

Fach 2: Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.2 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

3.3

Fach 3: Liegenschaftskataster und Landesvermessung, Geobasisinformationssystem

3.3.1

Amtliches deutsches Vermessungs- und Geoinformationswesen

a)

Gliederung des deutschen Vermessungs- und Geoinformationswesens

b)

Aufgabenbereiche

c)

Zuständigkeiten

3.3.2

Herausforderungen und Bedeutung des amtlichen Vermessungs- und Geoinformationswesens

a)

Föderalismus und nationale Einheitlichkeit

b)

Einbindung in die Landespolitik

c)

Haushaltsentwicklung

d)

Staatsfunktion

3.3.3

Rechtliche Grundlagen und Organisation

a)

Vermessungs- und Geoinformationsgesetze der Länder; Inhalt, Grundsätze, Rechtsvergleich

b)

Verwaltungsaufbau und Organisationsansätze

c)

Recht der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (ÖbVI)

d)

Ländervergleich

3.3.4

Liegenschaftskataster

a)

Gewährleistung des Eigentums und Sicherung des Grundstücksverkehrs

b)

Aufgaben, Zweck und Inhalt

c)

Qualitätsanforderungen und -management

d)

Einrichtung als Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS®)

e)

Benutzungskriterien

f)

Gebrauch und Nutzung durch Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft

g)

Benachbarte Rechtsgebiete

aa)

Materielles und formelles Liegenschaftsrecht

bb)

Wasserrecht, Verkehrswegerecht

cc)

Beurkundungsrecht in Grundzügen

dd)

Erbbaurecht, Wohnungseigentumsrecht, Zwangsversteigerungsrecht

ee)

Bauordnungsrecht

h)

Prozessorientierung

i)

Zusammenarbeit

aa)

Grundbuch und andere Register

bb)

Flurbereinigung

cc)

Andere behördliche Vermessungsstellen

dd)

Landesvermessung

ee)

Finanzverwaltung

ff)

Landesplanungsverwaltung

gg)

Bauverwaltung

j)

Liegenschaftsvermessungen und Fortführung

k)

Entstehung, geschichtliche Entwicklung, Erneuerung

3.3.5

Landesvermessung

a)

Gewährleistung, Daseinsvorsorge

b)

Klassische Aufgabenfelder

c)

Zweck und Anforderungen

d)

Geodätischer Raumbezug

aa)

Festpunktfelder

bb)

Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung (SAPOS®)

cc)

Amtliches Bezugssystem

dd)

Amtliches Festpunkt-Informationssystem (AFIS®)

e)

Erfassung der amtlichen Geotopographie

aa)

Topographisches Informationsmanagement, Topographische Landesaufnahme

bb)

Photogrammetrie, Fernerkundung

f)

Landesluftbildsammlung

g)

Landeskartenwerke

h)

Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem (ATKIS®)

i)

Qualitätsmanagement

j)

Gebrauch und Nutzung

k)

Prozessorientierung

l)

Zusammenarbeit

m)

Benutzungskriterien

n)

Entstehung, geschichtliche Entwicklung

aa)

Militärische Epoche

bb)

Zivile Epoche

o)

Entwicklungstendenzen

3.3.6

Geobasisinformationssystem

a)

Inhalt, Bestandteile, Zweck

b)

Bedeutung (auch für die Geodateninfrastruktur)

c)

Aktivierungsfunktion

d)

Bereitstellung der Geobasisdaten

e)

Dokumentation zur Modellierung der Geoinformationen des amtlichen Vermessungswesens (GeoInfoDok) und AAA-Datenmodell (AFIS® - ALKIS® - ATKIS®)

3.3.7

Strategien

a)

Grundsätze des amtlichen Vermessungswesens

b)

Bereitstellung von Geobasisdaten

c)

Eckwerte der Zusammenarbeit mit den ÖbVI

3.3.8

Länderübergreifende Zusammenarbeit

a)

Strategische Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV)

aa)

Aufgaben

bb)

Organe

cc)

Ziele, Ergebnisse

b)

Operative Zusammenarbeit im Lenkungsausschuss Geobasis

aa)

Zusammensetzung

bb)

Aufgabenpotenziale

cc)

Vorgehen

dd)

Zentraler Vertrieb und gemeinsame Entwicklung

c)

Zusammenarbeit mit dem Bund

d)

Zusammenarbeit im internationalen Bereich

3.3.9

Entwicklungstendenzen

a)

Aufgabenentwicklung

b)

Verwaltungsreformen

c)

Entwicklung der Geodäsie in Deutschland

3.4

Fach 4: Landentwicklung

3.4.1

Herausforderungen für die Landentwicklung

a)

Demografischer Wandel, Klimawandel, Energiewende

b)

Flächenverbrauch, Infrastruktur, Mobilität

c)

Strukturwandel in der Landwirtschaft

d)

Kulturlandschaften und Gewässer

e)

Schrumpfungsprozesse im ländlichen Raum

f)

Innenentwicklung kleiner Städte und Dörfer

g)

Dorfumbau, Daseinsvorsorge, Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

3.4.2

Anforderungen an die ländlichen Räume und Instrumente der Landentwicklung

a)

Strategien

aa)

Wandel in den Köpfen

bb)

Interkommunale Kooperationen

cc)

Allianzen

b)

Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft (LEADER; Liaison entre actions de développement de l’économie rurale) und integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK)

aa)

Regionalmanagement

bb)

Dorfentwicklung und Daseinsvorsorge

c)

Natur- und Artenschutz, Landschaftsentwicklung

d)

Hochwasser-, Trinkwasser- und Gewässerschutz

e)

Technische Infrastruktur

aa)

Straßen, Schiene

bb)

Kommunikations- und Leitungsnetze

cc)

Energieerzeugung

f)

Bedarfs- und funktionsgerechte ländliche Wegenetze

3.4.3

Agrar- und Strukturpolitik für die ländlichen Räume

a)

Europäische und nationale Förderprogramme

b)

Regionalfonds und Erschließung privater Finanzierungsquellen

aa)

Privat-Public-Partnership-Modelle

bb)

Sponsoring

cc)

Stiftungen, Vereine und Genossenschaften

c)

Einsatz von Finanzierungsmitteln anderer Fachbehörden in der Landentwicklung

aa)

Verkehrsanlagen, Wasserwirtschaft, Forstwirtschaft

bb)

Naturschutz, Energieanlagen, Tourismus

3.4.4

Verfahren nach Flurbereinigungs- und Landwirtschaftsanpassungsgesetz

a)

Zuständigkeiten und Ziele der ländlichen Bodenordnung nach Verfahrensarten

b)

Verfahrensabläufe

aa)

Einleitung, Legitimation, Wertermittlung, Planung

bb)

Flurbereinigungsplan, tatsächliche und rechtliche Ausführung des Flurbereinigungsplans

cc)

Berichtigung der öffentlichen Bücher

dd)

Schlussfeststellung

c)

Technik und Automation

d)

Landentwicklungsfachinformationssystem (LEFIS)

e)

Vermessung und Geoinformation

aa)

Beschaffung geobasierter Informationen

bb)

Örtliche Erfassungsverfahren

f)

Verwaltungsakte und Rechtsbehelfsverfahren

g)

Besonderheiten der Unternehmensflurbereinigung

h)

Freiwilliger Nutzungstausch

i)

Kostenarten

j)

Herstellung und Ausbau der Anlagen

3.4.5

Modernes Verwaltungshandeln

a)

Wohlstandsentwicklung und -messung

aa)

Wertschöpfung, Nachhaltigkeit

bb)

Lebensqualität

b)

Beteiligungs- und Aktivierungsformen

c)

Arbeiten mit Szenarien und Varianten

d)

Bottom-up-Prinzip

e)

Moderation der Landentwicklung

f)

Planungsrecht und Planfeststellungsverfahren

g)

Enteignungsrecht im Kontext der Fachaufgaben

h)

Umweltverträglichkeitsverfahren, Kompensationsmanagement

3.4.6

Einordnung und Entwicklung der Landentwicklung

a)

Landesentwicklung und Landentwicklung

b)

Geschichtliche Entwicklung

c)

Personalmanagement und -qualifizierung

d)

Organisationsvergleich in den Bundesländern

e)

Verwaltungsmodernisierungsansätze in den Bundesländern

3.5

Fach 5: Landesplanung und Städtebau

3.5.1

Herausforderungen für Raumordnung und Stadtentwicklung

a)

Demografischer Wandel

b)

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

c)

Zentralörtliche Versorgung

d)

Erneuerbare Energien, Energiewende

e)

Stadt-Umland-Beziehungen, Regionalentwicklung

f)

Stadterweiterung, Stadterneuerung, Stadtumbau

g)

Innenentwicklung

h)

Landmanagement

i)

Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Flächenverbrauch

j)

Klimawandel

k)

Infrastruktur

l)

Zusammenwirken von kommunaler Planung und privaten Investoren

m)

Engagement und Teilhabe an Planungsprozessen

n)

Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

3.5.2

Landesplanung, Raumordnung

a)

Rechtliche Grundlagen und System der räumlichen Planung

b)

Prinzip der Zentralen Orte

c)

Planung

aa)

Planungsebenen (Landesentwicklungsplan, regionale Entwicklungspläne, regionale Teilentwicklungspläne)

bb)

Organisation und Kompetenzen

d)

Ziele, Grundsätze und Leitbilder der Raumordnung

e)

Planungsverfahren, Raumordnungsverfahren

f)

Verhältnis Landesplanung und Bauleitplanung

g)

Europäische Raumordnung

h)

Bund-Länder-Zusammenarbeit

i)

Sicherung der Raumordnung

j)

Georeferenzierte Raumbeobachtungssysteme, Raumordnungskataster

k)

Interkommunales Flächenmanagement

3.5.3

Städtebau und Bodenordnung

a)

Rechtliche Grundlagen

b)

Bauleitplanung, Sicherung der Bauleitplanung, Aufbau als georeferenzierte Informationssysteme

c)

Städtebauliche Verträge, Vorhaben- und Erschließungsplan

d)

Regelung der baulichen und sonstigen Nutzung, Entschädigung

e)

Bodenordnung, Bodenordnungsverfahren

f)

Enteignung, Erschließung

g)

Kommunale Bodenpolitik und Modelle der Baulandentwicklung

h)

Maßnahmen für den Naturschutz

i)

Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen

j)

Soziale Stadt und Stadtumbau

3.5.4

Immobilienwertermittlung

a)

Rechtliche Grundlagen

b)

Verkehrswert, Marktwert, sonstige Wertbegriffe und Wertermittlungsaufgaben

c)

Organisation der Wertermittlung, Gutachterausschuss, Sachverständigenwesen

d)

Verkehrswertgutachten, Kaufpreissammlung, Bodenrichtwerte

e)

Oberer Gutachterausschuss, Zentrale Geschäftsstelle

f)

Wertermittlungsverfahren, Ableitung erforderlicher Daten

g)

Transparenz des Immobilienmarktes, Auskünfte, Vermarktung

h)

Marktberichte, länderübergreifende Zusammenarbeit

3.5.5

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

a)

Planfeststellungsverfahren

b)

Natur- und Umweltschutz

c)

Denkmalschutz

d)

Nachbarrecht

e)

Geoinformationsbeschaffung und -transfer

f)

Kommunales Vermessungs- und Liegenschaftswesen

3.5.6

Entwicklungsprozesse

a)

Geschichtliche Entwicklung von Städtebau und Bodenordnung

b)

Entwicklungslinien der Immobilienwertermittlung

c)

Rechtsentwicklung des Baugesetzbuchs

3.6

Fach 6: Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

3.6.1

Herausforderungen für das Geoinformationswesen

a)

Globalisierung

b)

Klimaveränderungen

c)

Monitoring des Gesamtsystems Erde

d)

Umweltschutz

e)

Demografische Entwicklung

f)

Veränderungen der Infrastruktur

3.6.2

Bedeutung der Geoinformationen

a)

Geoinformationen im globalisierten 21. Jahrhundert

aa)

Historische Dimension

bb)

Politische Dimension

cc)

Administrative Dimension

dd)

Bedeutung in der Bundesverwaltung

ee)

Bedeutung auf Länderebene

ff)

Bedeutung auf kommunaler Ebene

b)

Nationale Berufsverbände, privater Bereich

c)

Gesellschaftlicher Auftrag

d)

Geoinformation im internationalen Umfeld

aa)

Partner, Stakeholder, Kooperationen

bb)

Internationale Programme, Initiativen und Projekte

e)

Informations- und Datenpolitik

3.6.3

GeoGovernment und Strategien

a)

Geoinformationswesen und Staat

aa)

Staatsbindung, Hoheitsfunktion

bb)

Gesellschaftssektoren

cc)

Rolle des Staates

b)

Strategien der Zusammenarbeit

aa)

Föderalismus

bb)

Arbeitskreise

cc)

Strategische Leitlinien des Staates

dd)

Bereitstellungsstrategien

3.6.4

Geodatenmanagement

a)

Begriffe und Definitionen

b)

Einsatzfelder von Geoinformation

c)

Anforderungen an das Geodatenmanagement

aa)

Technisch

bb)

Organisatorisch

cc)

Personell

d)

Datenbanken

e)

IT-Infrastruktur, IT-Netze

f)

Dienste- und Portaltechnologie

g)

Umsetzung des Geodatenmanagements

aa)

Organisatorische und personelle Umsetzung

bb)

Frontoffice-Backoffice-Modell

cc)

Prozessmanagement

dd)

Kooperationen und Modellprojekte

h)

eGovernment, OPEN Government, OPEN Data

i)

Bedarfs- und Nutzerorientierung

aa)

Synergien und Wertschöpfung

bb)

Nutzergruppen

j)

Bereitstellung

aa)

Urheberrecht, Datenbankschutzrecht

bb)

Nutzungsbedingungen, Lizenzierung, Lizenzierungsmodelle

cc)

Bereitstellungsmodelle, Gebührenmodelle

dd)

Datenschutz

k)

Public Relations und Marketing

l)

Normierung und Standardisierung

m)

Fachdatenmodelle

n)

Nicht-amtliche Geodaten

3.6.5

Geodateninfrastruktur (GDI)

a)

Ansatz, Begriffe, Definitionen

b)

Rechtliche Grundlagen

aa)

Europäische Ebene

bb)

Nationale Ebene

c)

Europäische GDI

d)

Aufbau der GDI-DE, Architektur

aa)

GDI des Bundes

bb)

Länder-GDI

cc)

kommunale GDI

e)

Daten, Datenanforderungen, Metadatensystem

f)

Dienste und Portale

g)

Koordinierung

h)

Organisation der GDI in Bund, Ländern und Kommunen

aa)

Lenkungsgremium GDI-DE

bb)

Kommission für Geoinformationswirtschaft

cc)

IT-Planungsrat

dd)

Fachnetzwerke

ee)

Organisation der GDI in den Ländern

3.6.6

Entwicklungen und Interdisziplinarität

a)

Entwicklungstendenzen von Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur

b)

Modellansatz Zentrale Geodienstleister

c)

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

4.

Prüfstoffverzeichnis des Fachgebiets Landespflege

4.1

Fach 1: Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.1 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

4.2

Fach 2: Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.2 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

4.3

Fach 3: Naturschutz und Landschaftspflege

4.3.1

Aufgaben, geschichtliche Entwicklung

4.3.2

Rechtsgrundlagen

a)

internationale und europäische Regelungen

b)

Bundes- und Landesrecht

4.3.3

Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege

4.3.4

Landschaftsplanung

a)

Grundlagen, Ebenen

b)

Inhalte und Verfahren

c)

Umsetzung

4.3.5

Eingriffsregelung

a)

Prinzipien

b)

Bewertungsfragen

c)

Verfahren

4.3.6

Naturschutz und Landschaftspflege und konkurrierende Nutzungen

4.3.7

Biotopschutz, Biotopverbund

a)

Grundlagen

b)

Programme

c)

Konzeptionen

d)

Pläne

e)

Pflege von Biotopen

f)

Vertragsnaturschutz

4.3.8

Biodiversität

4.3.9

Flächen- und Objektschutz

a)

Schutzkategorien

b)

Verordnungen

c)

Satzungen

d)

Wirkungen

e)

Entschädigungsfragen

4.3.10

NATURA 2000

a)

Regelungen

b)

Instrumente

c)

Vorschriften

4.3.11

Internationaler und nationaler Artenschutz, Artenschutzprogramme, Artenhilfsmaßnahmen

4.3.12

Klimaschutz, Klimawandel mit Bezug zum Naturschutz

4.3.13

Förderprogramme für Naturschutz und Landschaftspflege

a)

der Europäischen Union

b)

des Bundes

c)

der Länder

d)

der Kommunen

4.3.14

Aufgaben und Organisation der Naturschutzverwaltung (Behörden und Fachdienststellen)

4.3.15

Naturschutzvereinigungen, -beiräte und sonstige Naturschutzinstitutionen

4.3.16

Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz

4.4

Fach 4: Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

4.4.1

Aufgaben, geschichtliche Entwicklung von Raumordnung, Landesplanung, Städtebau und Bodenordnung

4.4.2

Rechtsgrundlagen der Raumordnung, der Landesplanung und des Städtebaus (einschließlich Bauleitplanung), Rechtsentwicklung des Raumordnungs- und des Bauplanungsrechts

4.4.3

Ziele und Grundsätze von Raumordnung, Landesplanung und Städtebau

4.4.4

Programme, Pläne und Satzungen

a)

Planungsebenen und deren Beziehungen untereinander

b)

Inhalte und Verfahren

c)

Wirksamkeit

d)

Umsetzung

e)

Sicherung

f)

Vollzugsdefizite

4.4.5

Stadtentwicklung, Stadterneuerung, Städtebauförderung

4.4.6

Prinzip der zentralen Orte/Zentrale-Orte-Konzept

4.4.7

Beiträge der Fachplanungen zu den Gesamtplanungen

4.4.8

Zusammenwirken mit den Fachplanungen, Verhältnis Bundesplanung, Landesplanung, Regionalplanung und Bauleitplanung

4.4.9

Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO), Leitbilder der Raumordnung, Bund-Länder-Zusammenarbeit

4.4.10

Planungsverfahren, Raumordnungsverfahren

4.4.11

Genehmigungs- und Anzeigeverfahren, einschließlich bauaufsichtlicher Verfahren

4.4.12

Integration von Programmen, Plänen und sonstigen Belangen des Naturschutzes, und der Grünordnung

4.4.13

Beziehungen zum Naturschutzrecht

a)

Eingriffsregelung

b)

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

c)

Verträglichkeitsprüfung

d)

Artenschutz

e)

Landschaftsplanung

4.4.14

Herausforderung Demografischer Wandel, Gestaltung von Schrumpfungs- und Alterungsprozessen, Sicherung der Daseinsvorsorge, Innenentwicklung kleiner Städte und Dörfer, Dorfentwicklung, Beteiligungs- und Aktivierungsformen

4.4.15

Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

4.4.16

Klimawandel, Energiewende, Ausbau der erneuerbaren Energien

4.4.17

Flächenverbrauch, Infrastruktur, Mobilität

4.4.18

Anforderungen an die Entwicklung der (ländlichen) Räume, Instrumente der Landes- und Regionalentwicklung, Kooperationen, Interkommunale Kooperationen, Regionalmanagement, Stadt-Umland-Beziehungen

4.4.19

Metropolregionen

4.4.20

Strukturpolitik für die (ländlichen) Räume, europäische, nationale und Landes-Förderprogramme, LEADER, Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte, Privat-Public-Partnership-Modelle

4.4.21

Raumbeobachtung, Raumordnungskataster

4.4.22

Zuständige Behörden

a)

Aufgaben

b)

Organisation

c)

Zusammenarbeit mit der Naturschutzverwaltung

4.5

Fach 5: Freiraumplanung und Grünordnung

4.5.1

Aufgaben und Organisation städtischer Grün- bzw. Gartenämter sowie Zusammenarbeit mit anderen Ämtern

4.5.2

Funktionen von Freiräumen und Grünflächen - einschließlich Verbundsystemen - im besiedelten und unbesiedelten Bereich

4.5.3

Programme, Konzeptionen und Pläne für Freiräume, Grünflächen und Einzelobjekte

a)

Übernahme in andere Planungen

b)

Umsetzung

4.5.4

Naherholungskonzeptionen in Ballungsgebieten

4.5.5

Naturschutz im besiedelten Bereich

4.5.6

Konflikte Naturschutz/Freizeitnutzung, Lösungsmöglichkeiten

4.5.7

Gartendenkmalpflege

4.5.8

Vergabe von Aufträgen

a)

Ausschreibungen und Vergabe nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB),

b)

Ausschreibungen und Vergabe nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL)

c)

Ausschreibungen und Vergabe für freiberufliche Leistungen

4.5.9

Wettbewerbswesen

4.5.10

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

4.5.11

Anlage, Schutz und Pflege von Freiräumen und Grünflächen sowie von Einzelobjekten

Abwicklung und Kosten

4.5.12

Rechtsgrundlagen des Kleingarten- und Friedhofswesens

4.5.13

Verkehrssicherungspflicht, Haftungsrecht

4.6

Fach 6: Angrenzende Fachgebiete

4.6.1

Übersicht über

a)

Ziele und Grundsätze

b)

Aufgaben

c)

Rechtsgrundlagen

d)

Organisation

e)

Programme und Pläne

f)

Instrumente, Verfahren und Verknüpfung zum Naturschutzrecht

g)

Planungen und Maßnahmen in Natur und Landschaft

h)

Förderinstrumente

i)

Möglichkeiten der Zusammenarbeit (Synergien)

j)

Konfliktlösungsstrategien

k)

Möglichkeiten der Berücksichtigung von Naturschutz und Landschaftspflege

4.6.2

in den angrenzenden Fachgebieten

a)

der Landwirtschaft (einschließlich der Flurbereinigung)

b)

der Forstwirtschaft

c)

der Wasserwirtschaft

d)

der Abfallwirtschaft

e)

der Gewinnung von Bodenschätzen

f)

des Bodenschutzes

g)

des Immissionsschutzes

h)

der Energiewirtschaft

i)

der Kommunikationstechnik

j)

des Verkehrs

k)

der Denkmalpflege

l)

der Jagd und der Fischerei

5.

Prüfstoffverzeichnis des Fachgebiets Wasserwesen

5.1

Fach 1: Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.1 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

5.2

Fach 2: Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.2 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

5.3

Fach 3: Wasserstraßen/Wasserwirtschaft

5.3.1

Wasserstraßennetz

a)

Gliederung, Klassifizierung und Netzkategorisierung

b)

Funktionen, Entwicklung

c)

Anlagen der Wasserstraßen

d)

Aufgaben an den Wasserstraßen

e)

Wasserbewirtschaftung der Wasserstraßen

5.3.2

Schiffsverkehr

a)

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

b)

Verkehrsströme

c)

Flottenstruktur (Küste und Binnen)

d)

Transportgüter

5.3.3

Wasserwirtschaftliche Grundlagenplanungen

a)

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

b)

Wasserwirtschaftliche EU-Richtlinien

c)

Internationale Übereinkommen

d)

Generalpläne, Unterhaltungsrahmenpläne, Gewässerentwicklungspläne

e)

Aufbau, Auswirkungen

5.3.4

Wassergefährdende Stoffe im Bereich oberirdischer Gewässer

a)

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

b)

Sicherheitstechnische Anforderungen

c)

Meldesysteme und Alarmpläne

5.3.5

Naturschutz und Landschaftspflege

a)

Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten

b)

Naturschutzfachliche EU-Richtlinien

c)

Schutzgebiete

d)

Eingriffe in Natur und Landschaft

e)

Fauna-Flora-Habitat-Verträglichkeit, Artenschutzprüfung, Umweltverträglichkeit

5.3.6

Gewässerökologie

a)

Naturnahe Gewässergestaltung bei Bau und Unterhaltung

b)

Renaturierung von Gewässern

5.3.7

Ingenieurhydrologie

a)

Messverfahren

b)

Aufbau des Messnetzes

c)

Pegelvorschriften

d)

Gewässerkundliches Jahrbuch

e)

Grundkenntnisse der Meteorologie in Bezug auf Sturmfluten und Hochwasser

f)

Hydrologische Nachrichtendienste einschließlich Wasserstandsvorhersagen

5.3.8

Wasserbauliches Versuchswesen

a)

Bedeutung, Möglichkeiten

b)

Modelle (Arten, Anwendungsgebiete)

5.4

Fach 4: Sondergebiete der Wasserwirtschaft (nur für den Bereich Wasserwirtschaft)

5.4.1

Wassermengen- und Wassergütewirtschaft

a)

Begriffe

b)

Technische Vorschriften

c)

Grundsätzliche Anforderungen an Gewässerbenutzungen

d)

Abwasser-, Wärme- und Radioaktivitätsbelastung

5.4.2

Wassergefährdende Stoffe im Grundwasserbereich

a)

Technische Vorschriften

b)

Sicherheitstechnische Anforderungen

5.4.3

Schadstoffunfallbekämpfung

a)

Zuständigkeiten

b)

Technische Vorschriften

5.4.4

Abwasserbehandlung

a)

Begriffe

b)

Technische Vorschriften

c)

Planungsgrundsätze

d)

Anforderungen an Abwassereinleitungen

e)

Verfahren der Abwasserbehandlung

f)

Behandlung von Niederschlagswasser

g)

Schlammbehandlung und -verwertung

h)

Abwasseruntersuchung

5.4.5

Abfallwirtschaft

a)

Begriffe

b)

Technische Vorschriften

c)

Technische Anleitungen

d)

Abfallplanung

e)

Emissionsbegrenzung bei Abfallanlagen

f)

Abfallvermeidung, -verminderung, -verwertung

g)

Altlasten

h)

Abfall- und Emissionsuntersuchungen

i)

Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA)-Merkblätter

5.4.6

Wasserversorgung

a)

Begriffe

b)

Technische Vorschriften

c)

Wasseruntersuchung

d)

Wasserschutzgebiete

e)

Schutzmaßnahmen bei Verunreinigungen

f)

Bemessungs- und Aufbereitungsverfahren

g)

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)-Arbeitsblätter

5.4.7

Abflussregelung, Hochwasserschutz, Küstenschutz

a)

Begriffe

b)

Zuständigkeiten

c)

Technische Vorschriften

d)

Staatsaufsicht für Talsperren

5.4.8

Gewässerausbau, Gewässerunterhaltung, Landwirtschaftlicher Wasserbau

a)

Zuständigkeiten

b)

Technische Grundsätze

c)

Arbeitsmethoden

5.4.9

Wasserwirtschaftliche Finanzierungs- und Förderprogramme

a)

Begriffe

b)

Zuständigkeiten

5.5

Fach 5: Vorbereiten und Durchführen von Bauten

5.5.1

Vorarbeiten für Bauvorhaben

Grundlagenermittlung

5.5.2

Aufstellen und Prüfen von Entwürfen

a)

Veranlassung

b)

Rechts- und Verwaltungsgrundlage

c)

Bautechnische Grundlagen, Bauweisen, Bauverfahren

d)

Wirtschaftlichkeit

e)

Umweltschutz

f)

Entwurfsarten

g)

Bestandteile der Entwürfe

h)

Zuständigkeiten, Mitwirkung Dritter

5.5.3

Vorbereitung von Baumaßnahmen

a)

Grunderwerb

b)

Beweissicherung

5.5.4

Vergabe nach VOB und VOL

a)

Verwaltungsvorschriften und -verfahren

b)

Verdingungsunterlagen, Standardleistungsbeschreibungen

c)

Vergabeentscheidung, Zuschlagserteilung

5.5.5

Vergabe von Ingenieurleistungen

a)

Verwaltungsvorschriften und -verfahren

b)

Vergabe nach Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF)

c)

Anwendung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

5.5.6

Abwicklung von Baumaßnahmen

a)

Verwaltungsvorschriften

b)

Bauprogramm

c)

Ausgabenkontrolle

d)

Vertragsänderung

e)

Nachtragsmanagement

f)

Baubestandspläne

g)

Bauabnahme

h)

Bauabrechnung

i)

Gewährleistung

5.5.7

Verantwortung bei Planung und Durchführung von Baumaßnahmen

a)

Rechts- und Verwaltungsgrundlagen

b)

Bauaufsicht

c)

Baubevollmächtigter (nur Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung)

d)

Bauleiter

e)

Unfallverhütung, Baustellenverordnung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo)

5.6

Fach 6: Fachbezogene Verwaltung und Rechtsvorschriften

5.6.1

Wasserstraßenrecht

a)

Bundeswasserstraßengesetz

b)

Wasserstraßenstaatsvertrag

c)

Völkerrechtliche Regelungen für Wasserstraßen

5.6.2

Wasserrecht

a)

EU-Richtlinien (Wasserrahmenrichtlinie, Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie, Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie)

b)

Wasserhaushaltsgesetz

c)

Landeswassergesetze

d)

Abwasserabgabengesetz

e)

Grundzüge des Wasserverbandsrechts, Deichrechts, Fischereirechts und Wassersicherstellungsgesetzes

5.6.3

Umweltschutzrecht

a)

EU-Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie)

b)

Bundesnaturschutzgesetz, Landesnaturschutzgesetze

c)

Kreislaufwirtschaftsgesetz

d)

Landesabfallgesetze

e)

Meeresumweltschutz

f)

Grundzüge der Gewerbeordnung und des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

g)

Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz

h)

Bundesbodenschutzgesetz

5.6.4

Baurecht

a)

Baugesetzbuch

b)

Landesbauordnungen

5.6.5

Raumordnung, Landesplanung, Liegenschaftswesen - Grundzüge

a)

Raumordnungsgesetz

b)

Landesplanungsgesetze

c)

Flurbereinigungsrecht

d)

Liegenschaftswesen

5.6.6

Wegerecht anderer Verkehrszweige - Grundzüge

a)

Bundesfernstraßengesetz, Landesstraßengesetze

b)

Allgemeines Eisenbahngesetz

5.6.7

Hafenpolizeirecht

Grundzüge

5.6.8

Besondere Gesetze und Verordnungen nur für die beiden Bereiche der Wasserstraßen

a)

Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Seeschifffahrt

b)

Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Binnenschifffahrt

c)

Internationale Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (Kollisionsverhütungsregeln)

d)

Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung

e)

Schifffahrtsstraßen-Ordnungen im Binnenbereich

f)

Lotswesen

6.

Prüfstoffverzeichnis des Fachgebiets Umwelttechnik

6.1

Fach 1: Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundlagen (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.1 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

6.2

Fach 2: Führungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit (fachgebietsübergreifend)

siehe Nummer 1.2 des Prüfstoffverzeichnisses des Fachgebietes Architektur

6.3

Fach 3: Kreislaufwirtschaft, Abfallbeseitigung und Bodenschutz

6.3.1

Ziele und Grundsätze der Kreislaufwirtschaft

a)

Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

b)

Stoffliche und energetische Abfallverwertung

c)

Produktverantwortung

6.3.2

Abfallwirtschaftsplanung

a)

Abfallarten

b)

Abfallaufkommen

c)

Abfallwirtschaftskonzepte und -bilanzen

d)

Abfallwirtschaftspläne/Abfallvermeidungsprogramm

6.3.3

Abfallbehandlung

a)

Abfallsortierung, Kompostierung, Vergärung

b)

Mechanisch-Biologische Abfallbehandlung

c)

Chemisch-physikalische Abfallbehandlung

d)

Thermische Abfallbehandlung

6.3.4

Abfallbeseitigung

a)

Bau- und Betrieb von Deponien

b)

Deponietechnik

c)

Deponiesickerwasser und Deponiegas

d)

Stilllegung und Nachsorge von Deponien

6.3.5

Überwachung der Abfallentsorgung

a)

Andienungs- und Überlassungspflichten

b)

Entsorgungsnachweis- und Abfallbegleitscheinverfahren

c)

Notifizierung von Abfallverbringungen

d)

Nachweisbücher, Registerpflichten

e)

Betriebsprüfungen, Umweltinspektionen

6.3.6

Bodenschutz und Altlasten

a)

Vorsorgender Bodenschutz

b)

Erkundung und Bewertung von altlastenverdächtigen Flächen

c)

Sicherung und Sanierung von kontaminierten Standorten

d)

Bodenbehandlung

6.4

Fach 4: Immissionsschutz und Klimaschutz

6.4.1

Zulassung und Überwachung genehmigungsbedürftiger Anlagen für folgende Bereiche

a)

Energieerzeugung

b)

Steinbrüche

c)

Glasherstellung

d)

Eisen-, Temper- und Stahlgießereien

e)

Oberflächenbehandlung von Metallen

f)

Herstellung von Basiskunststoffen

g)

Chlor-Alkali-Elektrolyse

h)

Papierherstellung

i)

Tierhaltung

j)

Lagerung gefährlicher Stoffe

6.4.2

Luftreinhaltung

a)

Arten der Luftverschmutzung

b)

Messprogramme und -systeme

c)

Ermittlung und Bewertung von Gerüchen, Geruchsgutachten

d)

Emissionskataster

e)

Luftreinhaltepläne

f)

Aufstellung von Überwachungsprogrammen und -plänen

6.4.3

Abgasreinigung

a)

Biologische Abgasreinigung

b)

Thermische und katalytische Abgasreinigung

c)

Abgasentschwefelungsanlagen

d)

Absorptions- und Adsorptionsverfahren

e)

Staubabscheidung

6.4.4

Lärm und Erschütterung

a)

Ermittlung und Bewertung von Geräuschen, Lärmgutachten

b)

Lärmminderungsmaßnahmen

c)

Lärmminderungsplanung

d)

Erschütterungen (Grundlagen)

6.4.5

Klimaschutz

a)

Klimaschutzziele

b)

Entwicklung der Treibhausgasemissionen

c)

Grundlagen des Emissionshandels

d)

Überwachung der Treibhausgasemissionen

e)

Technische Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase

6.5

Fach 5: Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

6.5.1

Grundlagen der Wasserwirtschaft

a)

Wasserkreislauf (Niederschlag, Verdunstung, Abfluss, Versickerung, Grundwasser)

b)

Hydrologisches Messwesen

c)

Modellierung in der Wasserwirtschaft (NA-Modelle)

6.5.2

Oberirdische Gewässer

a)

Gewässertypen, Leitbilder, Lebensgemeinschaften

b)

Gewässergüte (Wasserqualität), Gewässerstrukturen

c)

Gewässerüberwachung (Monitoring)

d)

Gewässerunterhaltung, Gewässerausbau, Gewässerrenaturierung

e)

Überschwemmungsgebiete - Ermittlung und Festsetzung

f)

Maßnahmen in Überschwemmungsgebieten und Maßnahmen an Gewässern

g)

Ökologischer Hochwasserschutz

h)

Technischer Hochwasserschutz

i)

Hochwasserrisikomanagement

j)

Hochwasserwarndienst

6.5.3

Gewässernutzungen

a)

Entnahme und Einleitung

b)

Wasserkraftanlagen, Wehre, Querbauwerke, Talsperren

c)

Freizeit, Fischerei, Schifffahrt

6.5.4

Abwasserbeseitigung

a)

Pflicht zur Abwasserbeseitigung

b)

Anforderungen an das Einleiten von Abwasser

c)

Bauwerke der Kanalisation

d)

Verfahren zur Abwasserbehandlung

e)

Abwasseranlagen und Abwassereinleitungen

f)

Gewerbliches Abwasser, Indirekteinleitungen

6.5.5

Wasserversorgung

a)

Trinkwassergewinnung/Aufbereitungstechnik

b)

Rohwasserüberwachung

c)

Trinkwasserbeschaffenheit

d)

Trinkwasserbedarf, -verbrauch

e)

Wasserschutzgebiete

6.5.6

Grundwasser

a)

Grundwasserbeschaffenheit

b)

Grundwasserbeobachtung

c)

Grundwasserbewirtschaftung

d)

Grundwassersanierung

6.5.7

Rohrfernleitungen

6.5.8

Wassergefährdende Stoffe

6.6

Fach 6: Fachbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften

6.6.1

Allgemeines Umweltrecht

a)

Internationale und Supranationale Umweltschutzkonventionen (Aarhus-Konvention)

b)

Umweltschutzrichtlinien und -programme der Europäischen Gemeinschaft (Umweltinformationsrichtlinie)

c)

Gesetz zur Prüfung der Umweltverträglichkeit

d)

Umweltinformationsrecht

e)

Umwelthaftungsgesetz

f)

Strafgesetzbuch: Straftaten gegen die Umwelt

6.6.2

Abfallrecht

a)

Abfallrichtlinien und -verordnungen der Europäischen Union

b)

Abfallverbringungsgesetz

c)

Kreislaufwirtschaftsgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

d)

Landesabfallgesetze

6.6.3

Bodenschutzrecht

Bundesbodenschutzgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

6.6.4

Immissionsschutzrecht

a)

Immissionsschutzrechtliche Richtlinien der Europäischen Union (Industrieemissions-Richtlinie)

b)

Bundesimmissionsschutzgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

c)

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft), Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm)

d)

Treibhaus-Emissionshandelsgesetz

6.6.5

Wasserrecht

a)

EU-Wasserrahmenrichtlinie

b)

EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie

c)

EU-Trinkwasser-Richtlinie

d)

Wasserhaushaltsgesetz mit untergesetzlichem Regelwerk

e)

Landeswassergesetze

f)

Abwasserabgabengesetze

6.6.6

Sonstige Umweltrechte

6.6.7

Raumordnung, Landesplanung, Baurecht

a)

Raumordnungsgesetz

b)

Landesplanungsgesetze

c)

Baugesetzbuch

d)

Baunutzungsverordnung

e)

Landesbauordnungen

6.6.8

Landschaftspflege und Naturschutzrecht

a)

Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie

b)

Bundesnaturschutzgesetz

c)

Landesnaturschutzgesetz

6.6.9

Chemikalienrecht, Gentechnik

a)

EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals-REACH)

b)

Chemikaliengesetz, Chemikalienverbotsverordnung

c)

Gentechnikgesetz


Anlage 7

(zu § 17 Abs. 6)

Merkblatt für Referendare/Referendarinnen zur Anfertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht mit informationstechnischen Systemen und Hilfsmitteln (Personal Computer)

Bei der Anfertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht unter Zuhilfenahme eines Personal Computers stehen lokale Personal Computer (hier verwendet als Sammelbegriff, also auch für Laptops und Ähnliches) mit den unten genannten technischen Eigenschaften zur Verfügung.

Formerfordernisse einer mit Hilfe eines Personal Computers gefertigten Arbeit

Für das Schriftbild ist eine Formatvorlage im Hochformat zu verwenden, als Korrekturrand ist etwa 1/3 des Blattes festzulegen. Es ist ein Zeilenabstand von 1,5 zu wählen, eine Seitennummerierung ist einzufügen. Als Schriftart ist eine Grotesk-Schrift auszuwählen (beispielsweise Arial). Die Schriftgröße des Fließtextes ist mit 11 pt zu wählen, die Schriftfarbe ist schwarz. Für die Formatierung ist eine Formatvorlage vorinstalliert, wobei alle Prüfungsteilnehmenden die Formatierung vor Beginn der Prüfung auf dem jeweiligen Personal Computer, der zur Verfügung steht, kurz überprüfen.

Nach der Bearbeitungszeit von 6 Stunden wird die Prüfungsarbeit an dem zur Verfügung stehenden Drucker ausgedruckt. Der Druck vor Ablauf der 6 Stunden ist wegen störender Druckergeräusche nicht möglich.

Eine Datensicherung ist durch eine regelmäßige automatische Datenspeicherung auf der Festplatte des Personal Computers gewährleistet. Das Risiko eines dennoch auftretenden Datenverlustes tragen die Prüfungsteilnehmenden selbst. Darüber werden Sie vor Beginn der Arbeit belehrt. Für den Fall einer technischen Havarie kann die Prüfung auch handschriftlich fortgesetzt oder im Ausnahmefall wiederholt werden. Ob und wie die handschriftliche Fortsetzung erfolgt, entscheidet die jeweilige Behörde (gegebenenfalls nach Rücksprache mit dem Oberprüfungsamt) umgehend im vorliegenden Einzelfall.

Die Prüfungsarbeit ist in gedruckter Form und mit handschriftlicher Unterschrift abzugeben. Jede Seite ist mit Name und Unterschrift zu versehen. Anschließend wird die digitale Fassung vom Personal Computer gelöscht. Wertungsrelevant ist ausschließlich das so erzeugte analoge Original.

Technische Voraussetzungen

Da sich die hardwareseitigen Parameter ebenso häufig ändern wie die Ausprägung von Text- und Bildbearbeitungssoftware, sind hier lediglich die grundlegenden technischen Umgebungsbedingungen beschrieben, unter denen die Arbeit angefertigt wird. Alle Prüfungsbehörden halten sich jedoch an definierte technische Regelstandards und statten die Arbeitsplätze für alle an einem Prüfungstermin zu Prüfenden einheitlich aus.

Folgende technische Umgebungsbedingungen der Personal Computer-Arbeitsplätze sind gegeben:

1.

„stand alone“ - Situation:

die eingesetzten Personal Computer haben keine aktive Vernetzung, das heißt Netzwerkschnittstellen sind nicht belegt (RJ 45) oder administrativ deaktiviert (beispielsweise WLAN, Bluetooth),

Medienzugänge (beispielsweise CD, USB, firewire) sind administrativ deaktiviert,

2.

klare Benutzerzuweisung:

für die Dauer der Prüfungsarbeit ist auf jedem Gerät ein lokales Benutzerprofil angelegt (beispielsweise Prüfling 01/2011) und jeweils ein zugehöriges Passwort vergeben,

der Zugang zu anderen Benutzerprofilen ist administrativ unterbunden,

3.

genormte Bedieneroberfläche:

alle Personal Computer sind mit einem einheitlichen Betriebssystem ausgestattet,

4.

Softwareeinsatz:

die Arbeiten sind mit einer gängigen Office-Anwendung (beispielsweise MS-Office oder OSS) anzufertigen, deren Möglichkeiten ausgenutzt werden dürfen; darüber hinaus sind keine Grafiktools oder andere Software zu benutzen,

größere grafische Darstellungen oder das Arbeiten in Plänen müssen nötigenfalls analog erfolgen und dem späteren Ausdruck des Textes auf separaten Blättern beigefügt werden,

die eingesetzte Office-Anwendung ist für alle zu Prüfungsarbeiten eingesetzten Personal Computer gleichartig hinsichtlich Produkten und Versionen, diese sind im Vorfeld (möglichst bei Übergabe dieses Merkblattes) durch die Prüfungsbehörde bekannt zu geben,

5.

Ausdruck der Arbeiten:

ein Ausdrucken der Arbeitsergebnisse erfolgt nach Ende der Prüfungszeit im Beisein der Prüfungsaufsicht, wozu an den zu Prüfungsarbeiten eingesetzten Personal Computern kurzzeitig ein Drucker angeschlossen wird,

6.

Sicherheit der Daten:

die Ablage der Ergebnisse erfolgt im Laufe der Erstellung auf der lokalen Festplatte; eine zusätzliche Sicherung ist nicht vorgesehen,

7.

Havarievorbeugung:

es werden gleichartig konfigurierte Ersatzgeräte (ein Ersatzgerät für jeweils bis zu fünf Personal Computer-Arbeitsplätze) bereitgehalten,

fachkundige Systemadministration steht im Notfall kurzfristig zur Verfügung,

8.

Barrierefreiheit:

auf Antrag ist in Absprache mit der Ausbildungsbehörde und den Oberprüfungsamt die Einrichtung spezieller anforderungsgerechter Umgebungsbedingungen möglich.

Die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht können in begründeten Fällen auch in der herkömmlichen analogen Arbeitsweise erstellt werden, wenn zu Prüfende dieses eine Woche vor dem Prüfungstermin für alle vier schriftlichen Arbeiten schriftlich beantragen und erklären, dass sie auf eigenen Wunsch auf die Benutzung eines Personal Computers verzichten.

Anlage 8

(zu § 17 Abs. 6)

Technische Hinweise für die Ausbildungsbehörden zur Anfertigung der schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht unter Zuhilfenahme eines Personal Computers

(1) Werden die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht unter Zuhilfenahme eines Personal Computers (Sammelbegriff auch für etwaige Laptops und Ähnliches) angefertigt, sind hierzu die beschriebenen technischen Umgebungsbedingungen durch die Ausbildungsbehörde sicherzustellen. Insbesondere ist darauf zu achten, dass alle Prüfungsteilnehmenden an gleichartigen Geräten (idealerweise an einheitlichen Standard-Gerätetypen) arbeiten. Dies dient der Sicherstellung gleicher Bedingungen für alle Prüfungsteilnehmenden. Die aktuellste Technikgeneration ist dagegen weniger ein Kriterium, da an die Geräte keine besonders hohen Leistungsanforderungen gestellt werden.

(2) Neben den den Prüfungsteilnehmenden bekannt zu gebenden Umgebungsbedingungen sollen folgende technische Basisdaten eine über die Bundesländer hinweg einheitliche Mindestausstattung sicherstellen, mit einem Technikstand, der von einen neuen Computer aus dem Jahr 2008 zu erwarten war, das heißt:

1.

Prozessor mindestens 2 GHz, 512 kByte SLC, 800 MHz FSB,

2.

RAM mindestens 512 MB oder mehr, je nach Betriebssystem,

3.

mindestens 17“ TFT-Monitor,

4.

Betriebssystem mindestens Windows XP (oder vergleichbare Betriebssysteme),

5.

Textverarbeitungssoftware mindestens MS-Office 2003 (oder gleichartige „Office-Anwendungen“),

6.

keine zusätzliche Grafiksoftware oder Ähnliches.