Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken Dokumentansicht maximierenStandardansicht wiederherstellen
Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
juris-Abkürzung:NäRettPersWBDV TH
Ausfertigungsdatum:11.06.2018
Gültig ab:28.07.2018
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Thüringen
Fundstelle:GVBl. 2018, 328
Gliederungs-Nr:-
Thüringer Verordnung zur Durchführung der Weiter- und Fortbildungen des nichtärztlichen Rettungspersonals
Vom 11. Juni 2018
Zum 10.08.2020 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Thüringer Verordnung zur Durchführung der Weiter- und Fortbildungen des nichtärztlichen Rettungspersonals vom 11. Juni 201828.07.2018
Inhaltsverzeichnis28.07.2018
Eingangsformel28.07.2018
Erster Abschnitt - Allgemeine Bestimmungen28.07.2018
§ 1 - Ziele der Verordnung28.07.2018
§ 2 - Weiter- und Fortbildungspflicht01.01.2019
§ 3 - Voraussetzungen für die Zulassung zu den Weiterbildungen28.07.2018
§ 4 - Anmeldung und Zulassung28.07.2018
§ 5 - Verkürzte Weiterbildung28.07.2018
§ 6 - Unterbrechungen der Weiterbildung28.07.2018
§ 7 - Nachweise28.07.2018
§ 8 - Abschlussprüfung28.07.2018
§ 9 - Führen der Weiterbildungsbezeichnung28.07.2018
Zweiter Abschnitt - Anerkennung von Weiterbildungsstätten28.07.2018
§ 10 - Grundsätze28.07.2018
§ 11 - Personelle Anforderungen28.07.2018
§ 12 - Räumliche und sächliche Voraussetzungen28.07.2018
§ 13 - Inhaltliche Anforderungen28.07.2018
Dritter Abschnitt - Weiterbildung zum Praxisanleiter Lehrrettungswache28.07.2018
§ 14 - Ziel der Weiterbildung28.07.2018
§ 15 - Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung28.07.2018
§ 16 - Abschluss der Weiterbildung28.07.2018
Vierter Abschnitt - Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter28.07.2018
§ 17 - Ziel der Weiterbildung28.07.2018
§ 18 - Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung28.07.2018
§ 19 - Abschluss der Weiterbildung28.07.2018
Fünfter Abschnitt - Weiterbildung zum Leitstellendisponenten28.07.2018
§ 20 - Ziel der Weiterbildung28.07.2018
§ 21 - Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung28.07.2018
§ 22 - Abschluss der Weiterbildung28.07.2018
Sechster Abschnitt - Fortbildung des nichtärztlichen Rettungspersonals einschließlich des Leitstellenpersonals28.07.2018
§ 23 - Ziel der Fortbildung28.07.2018
§ 24 - Umfang der Fortbildung28.07.2018
§ 25 - Anbieter von Fortbildungen28.07.2018
§ 26 - Pflichten in den Rettungsdienstbereichen28.07.2018
§ 27 - Nachweis der Fortbildung28.07.2018
Siebenter Abschnitt - Übergangs- und Schlussbestimmungen28.07.2018
§ 28 - Übergangsbestimmungen28.07.2018
§ 29 - Zuständige Behörde28.07.2018
§ 30 - Gleichstellungsbestimmung28.07.2018
§ 31 - Inkrafttreten28.07.2018
Anlage 128.07.2018
Anlage 228.07.2018
Anlage 328.07.2018
Anlage 4 - Weiterbildung zum Praxisanleiter Lehrrettungswache28.07.2018
Anlage 5 - Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter28.07.2018
Anlage 6 - Weiterbildung zum Leitstellendisponenten28.07.2018
Inhaltsübersicht
Erster Abschnitt
Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Ziele der Verordnung
§ 2 Weiter- und Fortbildungspflicht
§ 3 Voraussetzungen für die Zulassung zu den Weiterbildungen
§ 4 Anmeldung und Zulassung
§ 5 Verkürzte Weiterbildung
§ 6 Unterbrechungen der Weiterbildung
§ 7 Nachweise
§ 8 Abschlussprüfung
§ 9 Führen der Weiterbildungsbezeichnung
Zweiter Abschnitt
Anerkennung von Weiterbildungsstätten
§ 10 Grundsätze
§ 11 Personelle Anforderungen
§ 12 Räumliche und sächliche Voraussetzungen
§ 13 Inhaltliche Anforderungen
Dritter Abschnitt
Weiterbildung zum Praxisanleiter
Lehrrettungswache
§ 14 Ziel der Weiterbildung
§ 15 Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung
§ 16 Abschluss der Weiterbildung
Vierter Abschnitt
Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter
§ 17 Ziel der Weiterbildung
§ 18 Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung
§ 19 Abschluss der Weiterbildung
Fünfter Abschnitt
Weiterbildung zum Leitstellendisponenten
§ 20 Ziel der Weiterbildung
§ 21 Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung
§ 22 Abschluss der Weiterbildung
Sechster Abschnitt
Fortbildung des nichtärztlichen Rettungspersonals
einschließlich des Leitstellenpersonals
§ 23 Ziel der Fortbildung
§ 24 Umfang der Fortbildung
§ 25 Anbieter von Fortbildungen
§ 26 Pflichten in den Rettungsdienstbereichen
§ 27 Nachweis der Fortbildung
Siebenter Abschnitt
Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 28 Übergangsbestimmungen
§ 29 Zuständige Behörde
§ 30 Gleichstellungsbestimmung
§ 31 Inkrafttreten

Aufgrund des § 7 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens vom 11. Februar 2003 (GVBl. S. 104), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 2. Juli 2016 (GVBl. S. 229), und des § 32 Abs. 2 des Thüringer Rettungsdienstgesetzes (ThürRettG) vom 16. Juli 2008 (GVBl. S. 233), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 29. Juni 2018 (GVBl. S. 317), verordnet das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie im Einvernehmen mit dem für das Rettungswesen zuständigen Ministerium:

Erster Abschnitt
Allgemeine Bestimmungen

§ 1
Ziele der Verordnung

(1) Diese Verordnung regelt die Weiterbildungen zum

1.

Praxisanleiter Lehrrettungswache,

2.

Organisatorischen Leiter und

3.

Leitstellendisponenten.

Es werden insbesondere jeweils die Zulassung, die erforderlichen Zulassungsvoraussetzungen sowie der Inhalt, die Gliederung, die Dauer und die Ausgestaltung der Weiterbildungslehrgänge, die Art und der Umfang des theoretischen und praktischen Unterrichts und der berufspraktischen Anteile der Weiterbildung sowie die Durchführung der Prüfungen und die Mindestanforderungen an die Weiterbildungsstätten nach § 3 Abs. 1 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens festgelegt.

(2) Diese Verordnung regelt die Fortbildung des nichtärztlichen Rettungspersonals einschließlich des Leitstellenpersonals, insbesondere die Voraussetzungen für eine qualitätsgerechte Durchführung der Fortbildung in den Rettungsdienstbereichen.

§ 2
Weiter- und Fortbildungspflicht

(1) Das nichtärztliche Rettungspersonal ist verpflichtet, sich vor der erstmaligen Bestellung zum Praxisanleiter Lehrrettungswache, Organisatorischen Leiter oder Leitstellendisponenten nach den jeweiligen Bestimmungen dieser Verordnung weiterzubilden. Das nichtärztliche Rettungspersonal, das bereits vor Inkrafttreten dieser Verordnung die Funktion eines Lehrrettungsassistenten beziehungsweise Praxisanleiters Lehrrettungswache, Organisatorischen Leiters oder Leitstellendisponenten wahrgenommen hat, ist von der Weiterbildungspflicht nach den jeweiligen Bestimmungen dieser Verordnung nicht erfasst. § 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. c der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV) vom 16. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4280) in der jeweils geltenden Fassung bleibt für Lehrrettungsassistenten beziehungsweise Praxisanleiter Lehrrettungswache unberührt.

(2) Das nichtärztliche Rettungspersonal einschließlich des Leitstellenpersonals ist verpflichtet, sich jährlich funktionsspezifisch fortzubilden.

§ 3
Voraussetzungen für die Zulassung zu
den Weiterbildungen

(1) Zur Weiterbildung zum Praxisanleiter Lehrrettungswache darf zugelassen werden, wer über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäterin“ oder „Notfallsanitäter“ nach § 1 des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG) vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1348) in der jeweils geltenden Fassung und über eine Berufserfahrung als Notfallsanitäter von mindestens zwei Jahren verfügt. Bis zum 31. Dezember 2020 darf auch zugelassen werden, wer nach § 30 NotSanG zur Weiterführung der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ berechtigt ist und entsprechend § 3 Abs. 1 Satz 4 NotSan-APrV über eine zweijährige Berufserfahrung als Rettungsassistent verfügt.

(2) Zur Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter darf zugelassen werden, wer über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäterin“ oder „Notfallsanitäter“ nach § 1 NotSanG verfügt oder nach § 30 NotSanG zur Weiterführung der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ berechtigt ist und über eine mindestens dreijährige Tätigkeit im Rettungsdienst verfügt.

(3) Zur Weiterbildung zum Leitstellendisponenten darf zugelassen werden, wer über die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäterin“ oder „Notfallsanitäter“ nach § 1 NotSanG und über eine Tätigkeit als Notfallsanitäter von mindestens drei Jahren verfügt. Bis zum 31. Dezember 2022 darf auch zugelassen werden, wer nach § 30 NotSanG zur Weiterführung der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ berechtigt ist und über eine mindestens dreijährige Tätigkeit im Rettungsdienst verfügt.

(4) Zur Weiterbildung zum Leitstellendisponenten darf ferner zugelassen werden, wer über eine Befähigung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst nach der Thüringer Feuerwehr-Laufbahn-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung (ThürFwLAPO) vom 20. Dezember 2016 (GVBl. 2017 S. 2) in der jeweils geltenden Fassung verfügt.

§ 4
Anmeldung und Zulassung

(1) Der schriftliche Antrag auf Zulassung zur Weiterbildung ist an die Leitung einer staatlich anerkannten Weiterbildungsstätte, die die Weiterbildung durchführt, zu richten. Dem Antrag sind die Nachweise über das Vorliegen der in § 3 benannten Zulassungsvoraussetzungen beizufügen.

(2) Über die Zulassung zur Weiterbildung entscheidet die Leitung der Weiterbildungsstätte. Das Ergebnis ist dem Bewerber schriftlich mitzuteilen.

(3) Kann eine Weiterbildungsstätte in einen Lehrgang nicht alle Bewerber aufnehmen, findet für alle Bewerber, die die Zulassungsvoraussetzungen nach § 3 erfüllen, ein Auswahlverfahren statt.

(4) In dem Auswahlverfahren sind die Plätze nach folgender Rangfolge zu vergeben:

1.

höchstens die Hälfte der Plätze an Bewerber, denen der Arbeitgeber oder Dienstherr ein dringendes betriebliches Interesse an der Weiterbildung bescheinigt,

2.

die übrigen Plätze an Bewerber, für die die Ablehnung eine außergewöhnliche Härte darstellen würde, und

3.

soweit dann noch Plätze vorhanden sind, nach der Reihenfolge des Eingangs der Zulassungsanträge.

Eine außergewöhnliche Härte liegt dann vor, wenn in der eigenen Person liegende besondere soziale oder familiäre Gründe die sofortige Aufnahme der Weiterbildung zwingend erfordern.

(5) Die Leitung der Weiterbildungsstätte informiert die zuständige Behörde über die Durchführung und das Ergebnis eines Auswahlverfahrens nach Absatz 4.

§ 5
Verkürzte Weiterbildung

(1) Auf Antrag können bereits absolvierte Weiterbildungsabschnitte (Module) nach den Anlagen 4 bis 6 im Umfang ihrer Gleichwertigkeit auf die Dauer der Weiterbildung angerechnet werden, wenn

1.

diese dem Weiterbildungsziel entsprechen,

2.

diese an staatlich anerkannten Weiterbildungsstätten mit Erfolg nachweislich absolviert wurden,

3.

die Absolvierung der jeweiligen Module nicht länger als fünf Jahre zurückliegt und

4.

die Weiterbildungsinhalte in der beruflichen Tätigkeit kontinuierlich angewendet wurden.

(2) Über den Antrag nach Absatz 1 entscheidet die zuständige Behörde.

§ 6
Unterbrechungen der Weiterbildung

(1) Fehlstunden bis zu höchstens 10 vom Hundert der Gesamtstundenzahl können in begründeten Fällen zugelassen werden, wenn sie den ordnungsgemäßen Ablauf des Lehrganges und das Erreichen des Lehrgangszieles nicht gefährden. Die Entscheidung darüber trifft die Leitung der Weiterbildungsstätte.

(2) Auf Antrag kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nach § 5 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens weitere Fehlstunden zulassen, soweit eine besondere Härte vorliegt und das Weiterbildungsziel nicht gefährdet wird.

(3) Fehlstunden, die nicht nach den Absätzen 1 oder 2 zugelassen waren, verlängern die theoretische und die praktische Weiterbildung entsprechend. Die gesamte Weiterbildung soll jedoch in der Regel einschließlich der Unterbrechungen den Zeitraum von drei Jahren nicht überschreiten.

§ 7
Nachweise

(1) Die Module nach den Anlagen 4 bis 6 schließen mit einem Leistungsnachweis ab. Die Art des Leistungsnachweises legt die Weiterbildungsstätte fest. Der Leistungsnachweis hat für alle Teilnehmer eines Moduls in einheitlicher Form zu erfolgen. Er kann in schriftlicher Form als Aufsichtsarbeit mit einer Dauer von mindestens 45 Minuten, als Hausarbeit im Umfang von etwa zehn Seiten anderthalbzeilig ohne Anlagen, als praktische Prüfung mit einem Reflexionsgespräch mit einer Dauer von mindestens 60 Minuten oder als mündliche Prüfung mit einer Dauer von mindestens 20 Minuten geführt werden.

(2) Der übergreifende Leistungsnachweis zu mehreren in der Weiterbildungsstätte absolvierten Modulen ist möglich. Der zeitliche Umfang ändert sich entsprechend.

(3) Die Leistungsnachweise können einmal wiederholt werden. Über den Zeitpunkt und den Inhalt entscheidet die Leitung der Weiterbildungsstätte. Die Wiederholung erfolgt innerhalb von drei Monaten nach Ablegen des zu wiederholenden Nachweises.

(4) Die erfolgreiche Absolvierung der Module wird durch eine Bescheinigung der Weiterbildungsstätte nach dem Muster der Anlage 1 bestätigt.

§ 8
Abschlussprüfung

(1) Der Prüfungsausschuss nach § 5 Abs. 2 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens wird an der staatlich anerkannten Weiterbildungsstätte von der zuständigen Behörde bestellt. Für jedes Mitglied des Prüfungsausschusses ist ein stellvertretendes Mitglied zu benennen. Ist die Person für die Vertretung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses an der Wahrnehmung ihrer Aufgaben gehindert, kann die zuständige Behörde in Schriftform entscheiden, dass ein Vertreter der Weiterbildungsstätte, in der Regel der Leiter der Weiterbildungsstätte, den Vorsitz für die laufende Prüfung übernimmt. Der Prüfungsausschuss darf die Abschlussprüfung in diesem Fall auch ohne Mitwirkung eines behördlichen Vertreters abnehmen. Neben den Mitgliedern des Prüfungsausschusses kann auf Antrag ein Vertreter des zuständigen Aufgabenträgers des Rettungsdienstes als Zuhörer an der Abschlussprüfung der Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter beziehungsweise Leitstellendisponenten teilnehmen.

(2) Die Zulassung zur Prüfung wird auf Antrag durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorbehaltlich der Vorlage der Bescheinigungen nach Anlage 1 über die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen und den erforderlichen Praktika erteilt. Ein Rücktritt von der Prüfung kann nur nach § 5 Abs. 6 des Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens erfolgen.

(3) Über die Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, in die

1.

der Name des Prüflings,

2.

die Namen der Mitglieder des Prüfungsausschusses,

3.

das Datum, der Ort und die Art der Prüfung,

4.

der Prüfungsgegenstand,

5.

der Ablauf, die Ergebnisse der Prüfung und etwa vorkommende Unregelmäßigkeiten,

6.

das Votum des Prüfungsausschusses und

7.

im Fall des Nichtbestehens der Prüfung die Gründe hierfür

aufzunehmen sind. Die Niederschrift ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.

(4) In der Abschlussprüfung ist das Erreichen des Weiterbildungszieles nachzuweisen. Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistung des Prüflings trotz Mängeln im Ganzen noch den Anforderungen genügt. Über die Bewertung der Prüfungsleistung entscheiden die Mitglieder des Prüfungsausschusses gemeinsam. Ergeht das Votum des Prüfungsausschusses nicht einheitlich, ist das Votum des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses maßgeblich.

(5) Im Fall des Nichtbestehens kann die Prüfung auf Antrag einmal wiederholt werden. Besteht die Prüfung aus mehreren Teilen, genügt die Wiederholung der nicht bestandenen Prüfungsteile. Die Wiederholungsprüfung soll innerhalb von sechs Monaten nach Feststellung des Nichtbestehens der Abschlussprüfung durchgeführt werden. Das Datum der Wiederholungsprüfung ist von dem Prüfungsausschuss festzulegen und mit der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses einschließlich der Anmeldefrist für die Wiederholungsprüfung mitzuteilen. Bei Nichtbestehen der Wiederholungsprüfung kann eine erneute Zulassung zur Abschlussprüfung nur erfolgen, wenn die gesamte Weiterbildung erneut durchlaufen wurde.

(6) Über das Bestehen der Abschlussprüfung nach § 5 Abs. 1 Satz 1 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens wird nach der Entscheidung des Prüfungsausschusses durch dessen Vorsitzenden ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 2 erteilt.

§ 9
Führen der Weiterbildungsbezeichnung

Liegen die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens für die Erteilung der Erlaubnis zum Führen einer Weiterbildungsbezeichnung nach dem Dritten bis Fünften Abschnitt vor, stellt die zuständige Behörde auf Antrag die Erlaubnisurkunde nach dem Muster der Anlage 3 aus.

Zweiter Abschnitt
Anerkennung von Weiterbildungsstätten

§ 10
Grundsätze

(1) Weiterbildungsstätten bedürfen der Anerkennung durch die zuständige Behörde. Die Anerkennung wird auf Antrag erteilt, wenn die Voraussetzungen nach § 3 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens und nach den §§ 11 bis 13 vorliegen. Bei der Anerkennung der Weiterbildungsstätten für die Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter und zum Leitstellendisponenten ist das Benehmen mit dem für das Rettungswesen sowie den Brand- und Katastrophenschutz zuständigen Ministerium herzustellen. Die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule als Ausbildungsbehörde nach § 7 Abs. 1 ThürFwLAPO ist anerkannte Weiterbildungsstätte nach dieser Verordnung.

(2) Weiterbildungsstätten mit mehreren Standorten können als Verbund anerkannt werden, wenn die jeweiligen Bedingungen zur Durchführung der Weiterbildung standortbezogen erfüllt sind.

§ 11
Personelle Anforderungen

(1) Die Leitung der Weiterbildungsstätte ist nach § 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens von mindestens einer Person mit abgeschlossener rettungsdienstrelevanter oder pädagogischer Fachhochschul- oder Hochschulausbildung sicherzustellen. Die in Satz 1 genannte Person muss tätige Lehrkraft in der Weiterbildungsstätte sein.

(2) Die fachliche Leitung der Weiterbildung ist im Kollegium von einem Arzt, der über die Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ der Landesärztekammer Thüringen oder eine vergleichbare, von der Landesärztekammer Thüringen anerkannte Qualifikation und eine abgeschlossene Facharztweiterbildung mit Bezug zur Intensivmedizin (Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin oder Pädiatrie) sowie über eine mindestens zweijährige und regelmäßige Einsatzerfahrung im Rettungsdienst verfügt, wahrzunehmen.

(3) Die Weiterbildungsstätte muss nach § 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens über die zur Durchführung einer geordneten Weiterbildung erforderliche Anzahl an fachlich und pädagogisch geeigneten Lehrkräften verfügen.

(4) Alle an der Weiterbildungsstätte tätigen Lehrkräfte haben sich jährlich vorrangig in ihrem Lehrgebiet fortzubilden und dies dem Leiter der Weiterbildungsstätte nachzuweisen.

(5) Jeder Wechsel der Leitung und des Lehrpersonals der Weiterbildungsstätte ist der für die Anerkennung zuständigen Behörde unverzüglich anzuzeigen.

§ 12
Räumliche und sächliche Voraussetzungen

(1) Die Weiterbildungsstätte hat über eine ausreichende Zahl von geeigneten Räumen mit den erforderlichen Einrichtungen sowie Räumen für Unterrichtsmittel und Sanitäreinrichtungen zu verfügen.

(2) Dem Weiterbildungszweck entsprechend sind geeignete Medien und Lehrmaterialien sowie Arbeitshilfen und Übungsmaterialien in an die Teilnehmerzahl angepasstem Umfang vorzuhalten.

§ 13
Inhaltliche Anforderungen

(1) Die Weiterbildungsstätte hat der zuständigen Behörde den Weiterbildungsplan für den theoretischen und den praktischen Teil der Weiterbildung sowie den Weiterbildungsplan der an den Zielen und Inhalten der Weiterbildung orientierten Praktika und Übungen nachzuweisen. Diese sind kontinuierlich zu evaluieren und bedarfsgemäß zu aktualisieren.

(2) Die Weiterbildung ist für jede spezielle Weiterbildungsrichtung nach den in den Anlagen 4 bis 6 aufgeführten Themenbereichen der Module zu planen.

(3) Die praktische Weiterbildung ist mit geeigneten Einrichtungen des Gesundheits- oder Sozialwesens vertraglich sicherzustellen. Die Weiterbildungsstätte begleitet die praktische Weiterbildung.

Dritter Abschnitt
Weiterbildung zum Praxisanleiter
Lehrrettungswache

§ 14
Ziel der Weiterbildung

Die Weiterbildung soll dazu befähigen, die Aufgaben der Praxisanleitung in der Lehrrettungswache für die praktische Ausbildung zum Notfallsanitäter nach § 3 Abs. 2 NotSan-APrV wahrzunehmen, und die zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.

§ 15
Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung

Die Weiterbildung umfasst nach § 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. c NotSan-APrV eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von mindestens 200 Stunden, in denen innerhalb von zwei Jahren entsprechend den in Anlage 4 aufgeführten Modulen praxis- und teilnehmerorientiert die für die Praxisanleitung erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln sind.

§ 16
Abschluss der Weiterbildung

Die Weiterbildung schließt mit einer praktischen Prüfung von einer Dauer von 90 bis 120 Minuten, die eine vollständige Anleitungssituation wiedergeben soll, und einem sich anschließenden mindestens 30-minütigen Kolloquium ab. In der Prüfung sind die zur Erfüllung der Aufgaben des Praxisanleiters Lehrrettungswache erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten nach § 3 Abs. 2 NotSan-APrV nachzuweisen.

Vierter Abschnitt
Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter

§ 17
Ziel der Weiterbildung

(1) Die Weiterbildung soll dazu befähigen, zur Sicherstellung der rettungsdienstlichen Versorgung bei größeren Notfallereignissen nach § 17 Abs. 1 und 3 ThürRettG die organisatorischen Führungs- und Koordinierungsaufgaben wahrzunehmen, und die zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.

(2) Die Weiterbildung soll insbesondere dazu befähigen,

1.

den rettungsdienstlichen Einsatzabschnitt mit dem Leitenden Notarzt zu führen, zu koordinieren und zu überwachen,

2.

die allgemeine, taktische und eigene Lage im rettungsdienstlichen Einsatzabschnitt beurteilen zu können, um die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zu veranlassen,

3.

die einsatztaktische Entscheidung zum Aufbau eines Behandlungsplatzes beziehungsweise strukturierter Patientenablagen mit dem Leitenden Notarzt zu treffen,

4.

Standorte der rettungsdienstlichen Versorgung festzulegen,

5.

eine klar strukturierte und eindeutige Kommunikation zum Einsatzleiter, zum Leitenden Notarzt, zu den Untereinsatzabschnitten sowie zur Zentralen Leitstelle zu beherrschen,

6.

geeignetes Personal und Material sowie geeignete Transportkapazitäten zweckbezogen anzufordern,

7.

die Beteiligten der Einsatz- und Einsatzabschnittsleitung fachlich zu beraten und zu unterstützen,

8.

anfallende zeitkritische Aufgaben nach ihrer Priorität abzuarbeiten und an die Rettungskräfte zu delegieren,

9.

den fach- und zeitgerechten Patiententransport in die geeigneten Behandlungseinrichtungen zu koordinieren und

10.

das rettungsdienstliche Einsatzgeschehen sachgerecht zu dokumentieren.


§ 18
Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung

Die Weiterbildung umfasst innerhalb eines Jahres mindestens 120 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht und Übungen. In den in Anlage 5 aufgeführten Modulen werden praxis- und teilnehmerorientiert die für die organisatorische Leitung erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt.

§ 19
Abschluss der Weiterbildung

Die Weiterbildung schließt mit einer schriftlichen Prüfung mit einer Dauer von 90 bis 120 Minuten und einem Planspiel ab. In der Prüfung sind die zur Erfüllung der Aufgaben des Organisatorischen Leiters erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend § 17 nachzuweisen.

Fünfter Abschnitt
Weiterbildung zum Leitstellendisponenten

§ 20
Ziel der Weiterbildung

(1) Die Weiterbildung soll dazu befähigen, die Aufgaben eines Disponenten in einer Zentralen Leitstelle nach § 14 Abs. 2 ThürRettG wahrzunehmen, und die zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.

(2) Die Weiterbildung soll insbesondere dazu befähigen,

1.

Notrufe, insbesondere den europaweiten Notruf 112 und den automatischen Notruf eCall, entgegenzunehmen,

2.

eine der Situation angemessene, beruhigende und zielorientierte Gesprächsführung mit dem Anrufer zu beherrschen,

3.

unter Zeitdruck kritische und komplexe Situationen zu erfassen, zielorientiert zu handeln und sachgerecht erste Maßnahmen zu veranlassen sowie gegebenenfalls Einsätze an die zutreffende Versorgungsebene zu vermitteln,

4.

die Alarmierung der zuständigen Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, des Brandschutzes sowie des Katastrophenschutzes nach Maßgabe der betreffenden Rechtsvorschriften für den Rettungsdienst sowie für den Brand- und Katastrophenschutz und der örtlichen Alarm- und Ausrückordnung durchzuführen,

5.

Einsätze unter optimaler Auslastung der beteiligten Einsatzfahrzeuge und des dazugehörigen Personals organisatorisch abzuwickeln,

6.

alle Rettungsmittel zur Primär- und Sekundärversorgung indikationsgerecht und zentral zu lenken,

7.

den Anrufer in Sofortmaßnahmen bei lebensbedrohlichen Zuständen anleiten zu können,

8.

Einsatzkräfte, insbesondere die Einsatzleitung, durch Informationsbeschaffung und Informationsübermittlung zu unterstützen,

9.

den Funkverkehr zu kontrollieren und zu überwachen,

10.

Funkgruppen im BOS-Digitalfunk zu organisieren und zuzuweisen sowie die Notrufe im BOS-Digitalfunk zu bearbeiten und

11.

das Einsatzgeschehen zu dokumentieren.


§ 21
Inhalt, Dauer und Gliederung der Weiterbildung

Die Weiterbildung umfasst innerhalb eines Jahres mindestens 370 beziehungsweise 265 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht und Übungen nach den in Anlage 6 aufgeführten Modulen und ein zehntägiges Leitstellenpraktikum.

§ 22
Abschluss der Weiterbildung

Die Weiterbildung schließt mit einer schriftlichen Prüfung mit einer Dauer von 90 bis 120 Minuten und einem mindestens 30-minütigen Kolloquium ab. In der Prüfung sind die zur Erfüllung der Aufgaben des Leitstellendisponenten nach § 14 Abs. 2 ThürRettG erforderlichen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten nachzuweisen.

Sechster Abschnitt
Fortbildung des nichtärztlichen Rettungspersonals
einschließlich des Leitstellenpersonals

§ 23
Ziel der Fortbildung

Die kontinuierliche Fortbildung des nichtärztlichen Rettungspersonals einschließlich des Leitstellenpersonals soll die stetige Aktualisierung der funktionsbezogenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Kompetenzen gewährleisten. Sie ist somit ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung.

§ 24
Umfang der Fortbildung

(1) Der Umfang der jährlichen Fortbildung für das nichtärztliche Rettungspersonal einschließlich des Leitstellenpersonals beträgt mindestens 30 Stunden. Besteht darüber hinaus nachweislich weiterer Fortbildungsbedarf, insbesondere in Vorbereitung auf Maßnahmen nach § 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. c und Nr. 2 Buchst. c NotSanG in Verbindung mit § 16a ThürRettG , so hat der Aufgabenträger des Rettungsdienstes gemeinsam mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und den Durchführenden diesen Bedarf mit den Kostenträgern zu erörtern und mit den Kostenträgern weitere Maßnahmen zu vereinbaren.

(2) Bei Bedarf kann die jährliche Fortbildungszeit von mindestens 30 Stunden nach Absatz 1 Satz 1 von Rettungsassistenten zur Vorbereitung auf die staatliche Ergänzungsprüfung nach § 32 Abs. 2 NotSanG genutzt werden.

(3) Über den in Absatz 1 für Leitstellendisponenten geregelten funktionsspezifischen Fortbildungsumfang hinaus sollen die Disponenten in den Zentralen Leitstellen jährlich mindestens 40 Stunden in den Bereichen Notfallrettung und Brandschutz des zuständigen Leitstellenbereiches hospitieren.

(4) Notfallsanitäter und Rettungsassistenten, die auch als Praxisanleiter Lehrrettungswache tätig sind, sollen sich zudem jährlich 16 Stunden in diesen Funktionsbereichen fortbilden.

(5) Notfallsanitäter und Rettungsassistenten, die auch als Organisatorische Leiter bestellt sind, sollen sich zudem jährlich 16 Stunden in diesen Funktionsbereichen fortbilden.

(6) Funktionsspezifische Fortbildungen nach Absatz 1 können bei Wahrnehmung mehrerer Funktionen in einer Person auf Fortbildungsverpflichtungen nach den Absätzen 3 bis 5 angerechnet werden. Über das Anrechnungsverfahren entscheidet der Aufgabenträger des Rettungsdienstes im Benehmen mit dem zuständigen Ärztlichen Leiter Rettungsdienst.

(7) Fortbildungen und Hospitationen nach den Absätzen 1 bis 4 werden in der regelmäßigen Arbeitszeit absolviert.

§ 25
Anbieter von Fortbildungen

Für die Fortbildung qualifiziert sind staatlich anerkannte Weiterbildungsstätten, staatlich anerkannte Schulen und genehmigte Lehrrettungswachen nach § 6 Abs. 1 NotSanG sowie Krankenhäuser, die am Rettungsdienst mitwirken. § 10 Abs. 1 Satz 4 gilt entsprechend. Weiterhin können Fortbildungsveranstaltungen nach Maßgabe und in Verantwortung des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst im eigenen Rettungsdienstbereich durchgeführt werden.

§ 26
Pflichten in den Rettungsdienstbereichen

(1) Zur Sicherstellung einer qualitätsgerechten Fortbildung im Rettungsdienstbereich sorgt der Aufgabenträger des Rettungsdienstes gemeinsam mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und den Durchführenden für die Erstellung des jährlichen Fortbildungsplans.

(2) Die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst sind verpflichtet, in ihrem Rettungsdienstbereich die Einhaltung und Umsetzung des Fortbildungsplans zu überwachen.

(3) Die Gewährleistung von Freistellungen für die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen nach § 24 Abs. 7 und die Kostenträgerschaft richten sich nach den dienst- und arbeitsrechtlichen Regelungen oder sind in Einzelvereinbarungen festzulegen.

§ 27
Nachweis der Fortbildung

Die Teilnahme an der Fortbildung ist dem Arbeitgeber und dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst nachzuweisen. Eine Kopie ist der Personalakte beizufügen.

Siebenter Abschnitt
Übergangs- und Schlussbestimmungen

§ 28
Übergangsbestimmungen

(1) Vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung absolvierte oder begonnene Weiterbildungen werden nach § 9 ganz oder teilweise anerkannt, soweit die zuständige Behörde diese oder Teile von dieser als gleichwertig nach dieser Verordnung anerkennt.

(2) Eine bei Inkrafttreten dieser Verordnung nach § 3 Abs. 1 oder § 10 Abs. 2 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens anerkannte Weiterbildungsstätte hat die in den §§ 11 bis 13 geregelten Anforderungen innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren nach Inkrafttreten dieser Verordnung zu erfüllen.

§ 29
Zuständige Behörde

Zuständige Behörde ist nach § 9 des Thüringer Gesetzes über die Weiterbildung in den Fachberufen des Gesundheits- und Sozialwesens das Landesverwaltungsamt.

§ 30
Gleichstellungsbestimmung

Status- und Funktionsbezeichnungen in dieser Verordnung gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.

§ 31
Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt zwei Tage nach der Verkündung in Kraft. Abweichend von Satz 1 tritt § 2 am 1. Januar 2019 in Kraft.

Erfurt, den 11. Juni 2018

Die Ministerin für Arbeit, Soziales,
Gesundheit, Frauen und Familie

Heike Werner

Anlage 4

(zu den §§ 5 , 7 , 13 , 15 )

Weiterbildung zum Praxisanleiter Lehrrettungswache

Modulbezeichnung

Stunden

A. Grundlagen

Modul 1

Leitbild der Unternehmen

 

1a

Grundsätze der Hilfsorganisationen/Unternehmen

3

Modul 2

Organisation und Einsatztaktik

 

2a

Organisation des Rettungsdienstes

3

2b

Kommunikationsmittel

2

2c

Qualitätsmanagement im Rettungsdienst

4

Modul 3

Führung und Leitung I

 

3a

Führungspersönlichkeit

3

3b

Führungsaufgabe

3

3c

Führungsstile und Führungsverhalten

3

3d

Führungsgrundsätze, Führungssysteme

4

Modul 4

Betriebswirtschaft

 

4a

Grundlagen

10

4b

Ziele und Aufgaben

2

4c

Anwendung im Tätigkeitsbereich

3

B. Spezifische Inhalte

Modul 5

Kommunikation und Gesprächsführung

 

5a

Theoretische Grundlagen der Kommunikation

20

5b

Gesprächsführung/spezielle Gesprächsformen

30

5c

Moderation/Präsentation

4

5d

Störungen der Kommunikation

2

Modul 6

Rechtliche Grundlagen

 

6a

Grundlagen einschlägiger Rechtsgebiete

20

6b

Rechtliche Fragen des Ausbildungsverhältnisses

8

6c

Schulrecht des Landes/Berufsgesetze

2

6d

Rahmenausbildungsverträge

4

Modul 7

Methodik und Didaktik der Anleitung

 

7a

Pädagogisch-psychologische und methodisch-didaktische Grundlagen

30

7b

Bewerten und Beurteilen

10

7c

Methodentraining

10

Modul 8

Führung und Leitung II

 

8a

Grundlagen der Leitungstätigkeit

10

8b

Öffentlichkeitsarbeit

2

Modul 9

Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement

 

9a

Grundlagen des Qualitätsmanagements

8

Modul 10

Leistungsfeststellung

 

10a

Vorbereitung und Durchführung der Leistungsfeststellung

20

Stundenzahl insgesamt

220

Anlage 5

(zu den §§ 5 , 7 , 13 , 18 )

Weiterbildung zum Organisatorischen Leiter

Modulbezeichnung

Stunden

A. Grundlagen

Modul 1

Leitbild der Unternehmen

 

1a

Grundsätze der Hilfsorganisationen/Unternehmen

3

Modul 2

Organisation und Einsatztaktik

 

2a

Organisation des Rettungsdienstes

3

2b

Kommunikationsmittel

2

2c

Qualitätsmanagement im Rettungsdienst

4

Modul 3

Führung und Leitung I

 

3a

Führungspersönlichkeit

3

3b

Führungsaufgabe

3

3c

Führungsstile und Führungsverhalten

3

3d

Führungsgrundsätze, Führungssysteme

4

Modul 4

Betriebswirtschaft

 

4a

Grundlagen

10

4b

Ziele und Aufgaben

2

4c

Anwendung im Tätigkeitsbereich

3

B. Spezifische Inhalte

Modul 5

Kommunikation und Gesprächsführung

 

5a

Theoretische Grundlagen der Kommunikation

4

5b

Gesprächsführung/spezielle Gesprächsformen

4

5c

Moderation/Präsentation

4

5d

Störungen der Kommunikation

4

Modul 6

Rechtliche Grundlagen

 

6a

Grundlagen einschlägiger Rechtsgebiete

2

6b

Spezielle rechtliche Themengebiete

2

Modul 7

Führung und Leitung II

 

7a

Zusammenarbeit mit Dritten

8

7b

Öffentlichkeitsarbeit

4

Modul 8

DV 100 Führung und Leitung

 

8a

Allgemeines

2

8b

Führungsorganisation

2

8c

Führungsvorgang

2

8d

Führungsmittel

2

8e

Führungssimulation

24

Modul 9

Strukturen der Einsatzstelle

 

9a

Taktische Organisation

6

9b

Beurteilung Notfallpatienten bei Großschadenslagen

4

9c

Dokumentation

2

9d

Besondere Schadenslagen

2

Modul 10

Psychologie

 

10a

Krisenintervention

1

10b

Einsatznachsorge

1

Stundenzahl insgesamt

120

Anlage 6

(zu den §§ 5 , 7 , 13 , 21 )

Weiterbildung zum Leitstellendisponenten

Modulbezeichnung

Stunden

A. Grundlagen

Modul 1

Leitbild der Unternehmen

 

1a

Grundsätze der Hilfsorganisationen/Unternehmen

3

Modul 2

Organisation und Einsatztaktik

 

2a

Organisation des Rettungsdienstes

3

2b

Kommunikationsmittel

2

2c

Qualitätsmanagement im Rettungsdienst

4

Modul 3

Führung und Leitung

 

3a

Führungspersönlichkeit

3

3b

Führungsaufgabe

3

3c

Führungsstile und Führungsverhalten

3

3d

Führungsgrundsätze, Führungssysteme

4

Modul 4

Betriebswirtschaft

 

4a

Grundlagen

10

4b

Ziele und Aufgaben

2

4c

Anwendung im Tätigkeitsbereich

3

B. Anpassungslehrgang für Angehörige des feuerwehrtechnischen Dienstes

Modul 5

Rettungsdienst

 

5a

Organisation und rechtliche Einordnung

16

5b

Fahrzeuge und Geräte

16

5c

Einsatzabwicklung

8

5d

Notfallmedizin

24

5e

besondere Lagen

16

5f

Praxis (beispielsweise in Gruppen)

16

5g

Lehrgangsorganisation

9

B. Anpassungslehrgang für Notfallsanitäter beziehungsweise Rettungsassistenten

Modul 5

Feuerwehr

 

5a

Organisation und rechtliche Einordnung

24

5b

Fahrzeuge und Geräte

28

5c

Einsatzlehre

40

5d

ABC-Gefahrenabwehr

40

5e

vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz

24

5f

Führung

32

5g

besondere Lagen

14

5h

Lehrgangsorganisation

8

C. Spezifische Inhalte

Modul 6

Notrufabfrage und spezielle Gesprächsführung

 

6a

Grundlage der Kommunikation am Telefon

4

6b

Differentialdiagnostische Algorithmen

16

6c

Psychologie der Gesprächsführung

12

6d

Telefonisch vermittelte Notfallmaßnahmen, insbesondere Telefonreanimation

16

Modul 7

Rechtliche Grundlagen

 

7a

Grundlagen einschlägiger Rechtsgebiete

2

7b

Spezielle rechtliche Themengebiete

2

Modul 8

Einsatztaktik und Einsatzbearbeitung

 

8a

Einsatzpläne und Informationsquellen

8

8b

Alarm- und Ausrückeordnungen

4

8c

Zusammenarbeit mit Dritten

8

8d

Öffentlichkeitsarbeit

2

8e

Krisenmanagement

8

8f

Betriebswirtschaftliche Aspekte der Einsatztaktik

6

Modul 9

Strukturen der Gefahrenabwehr

8

Modul 10

Fernmeldetechnik und Fernmeldetaktik

8

Modul 11

Anwendung der Leitstellensoftware

8

Modul 12

Personalmanagement bei besonderen Schadenslagen

8

Stundenzahl insgesamt

 

für Angehörige des feuerwehrtechnischen Dienstes

265

für Notfallsanitäter beziehungsweise Rettungsassistenten

370