Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken Dokumentansicht maximierenStandardansicht wiederherstellen
Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
Amtliche Abkürzung:ThürBildLbVO
Ausfertigungsdatum:21.02.2017
Gültig ab:01.01.2017
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Thüringen
Fundstelle:GVBl. 2017, 37
Gliederungs-Nr:-
Thüringer Verordnung
über die Laufbahnen der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung
(Thüringer Bildungsdienstlaufbahnverordnung -ThürBildLbVO -)
Vom 21. Februar 2017
Zum 24.10.2017 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Gültig ab

Thüringer Verordnung über die Laufbahnen der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung (Thüringer Bildungsdienstlaufbahnverordnung -ThürBildLbVO -) vom 21. Februar 201701.01.2017
Inhaltsverzeichnis01.01.2017
Eingangsformel01.01.2017
Erster Abschnitt - Allgemeines01.01.2017
§ 1 - Geltungsbereich, Einrichtung von Laufbahnen01.01.2017
§ 2 - Einrichtung von Laufbahnzweigen01.01.2017
§ 3 - Zu durchlaufende Ämter01.01.2017
§ 4 - Grundsatz01.01.2017
Zweiter Abschnitt - Laufbahnzweige des Dienstes in der Bildung01.01.2017
§ 5 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen01.01.2017
§ 6 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen01.01.2017
§ 7 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Lehrers an Grundschulen01.01.2017
§ 8 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen 01.01.2017
§ 9 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Regelschullehrers01.01.2017
§ 10 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Regelschullehrers 01.01.2017
§ 11 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Sonderpädagogischen Assistenten 01.01.2017
§ 12 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten01.01.2017
§ 13 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Förderschullehrers01.01.2017
§ 14 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers 01.01.2017
§ 15 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen 01.01.2017
§ 16 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen01.01.2017
§ 17 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Gymnasiallehrers01.01.2017
§ 18 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers 01.01.2017
§ 19 - Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Berufsschullehrers01.01.2017
§ 20 - Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Berufsschullehrers 01.01.2017
§ 21 - Zuordnung der Lehrkräfte an Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen zu einem Laufbahnzweig01.01.2017
Dritter Abschnitt - Sonstiger Erwerb einer Befähigung für bestimmte Laufbahnzweige 01.01.2017
§ 22 - Befähigungserwerb ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung 01.01.2017
Vierter Abschnitt - Übergangs- und Schlussbestimmungen01.01.2017
§ 23 - Übergangsbestimmungen01.01.2017
§ 24 - Gleichstellungsbestimmung01.01.2017
§ 25 - Inkrafttreten01.01.2017
Inhaltsübersicht
Erster Abschnitt
Allgemeines
§ 1 Geltungsbereich, Einrichtung von Laufbahnen
§ 2 Einrichtung von Laufbahnzweigen
§ 3 Zu durchlaufende Ämter
§ 4 Grundsatz
Zweiter Abschnitt
Laufbahnzweige des Dienstes in der Bildung
§ 5 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen
§ 6 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen
§ 7 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Lehrers an Grundschulen
§ 8 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen
§ 9 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Regelschullehrers
§ 10 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Regelschullehrers
§ 11 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Sonderpädagogischen Assistenten
§ 12 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten
§ 13 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Förderschullehrers
§ 14 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers
§ 15 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen
§ 16 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen
§ 17 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Gymnasiallehrers
§ 18 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers
§ 19 Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Berufsschullehrers
§ 20 Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Berufsschullehrers
§ 21 Zuordnung der Lehrkräfte an Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen zu einem Laufbahnzweig
Dritter Abschnitt
Sonstiger Erwerb einer Befähigung
für bestimmte Laufbahnzweige
§ 22 Befähigungserwerb ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung
Vierter Abschnitt
Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 23 Übergangsbestimmungen
§ 24 Gleichstellungsbestimmung
§ 25 Inkrafttreten

Aufgrund des § 51 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 Nr. 1 bis 3 und 5 sowie Abs. 3 des Thüringer Laufbahngesetzes (ThürLaufbG) vom 12. August 2014 (GVBl. S. 472 -498-), geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 2. Juli 2016 (GVBl. S. 229), verordnet das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Einvernehmen mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales:

Erster Abschnitt

Allgemeines

§ 1

Geltungsbereich, Einrichtung von Laufbahnen

(1) Diese Verordnung regelt die Laufbahnen der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung im Sinne des § 9 Abs. 2 Nr. 11 ThürLaufbG.

(2) Eine Laufbahn der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung wird in der Laufbahngruppe des gehobenen und höheren Dienstes eingerichtet.

(3) Die Fachrichtung des Dienstes in der Bildung umfasst

1.

den Dienst als Lehrkraft an staatlichen Schulen einschließlich des Dienstes in der Schulleitung,

2.

den Schulaufsichtsdienst einschließlich des Schulaufsichtsdienstes in dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium und

3.

den Dienst in der Aus-, Fort- und Weiterbildung an Studienseminaren und dem Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien,

soweit der Dienst dem Geschäftsbereich des für das Schulwesen zuständigen Ministeriums zugeordnet ist.

§ 2

Einrichtung von Laufbahnzweigen

(1) In der Laufbahn des gehobenen Dienstes in der Bildung werden folgende Laufbahnzweige eingerichtet:

1.

Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen,

2.

Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen,

3.

Laufbahnzweig des Regelschullehrers,

4.

Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten,

5.

Laufbahnzweig des Förderschullehrers und

6.

Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen.

(2) In der Laufbahn des höheren Dienstes in der Bildung werden folgende Laufbahnzweige eingerichtet:

1.

Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers und

2.

Laufbahnzweig des Berufsschullehrers.


§ 3

Zu durchlaufende Ämter

(1) Die den Laufbahnzweigen zugeordneten Ämter der Besoldungsordnung A sind regelmäßig zu durchlaufen.

(2) Es sind nur die in der Besoldungsordnung A für den jeweiligen Dienst nach § 1 Abs. 3 ausgewiesenen Beförderungsämter zu durchlaufen, in dem der Beamte verwendet wird.

(3) Bei einem Wechsel des Laufbahnzweiges sind Ämter, die den in dem bisherigen Laufbahnzweig durchlaufenen Ämtern der Laufbahngruppe entsprechen, nicht mehr zu durchlaufen.

§ 4

Grundsatz

(1) Die Befähigung für eine Laufbahn in der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung in einem der Laufbahnzweige nach § 2 Abs. 1 Nr. 2, 3, 5 sowie Abs. 2 wird durch die Ableistung des Vorbereitungsdienstes und den erfolgreichen Abschluss der Zweiten Staatsprüfung nach der Thüringer Verordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für die Lehrämter vom 26. April 2016 (GVBl. S. 180) in der jeweils geltenden Fassung erworben, soweit in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist.

(2) Eine in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland erworbene Befähigung für ein Lehramt, die nach § 28 des Thüringer Lehrerbildungsgesetzes (ThürLbG) vom 12. März 2008 (GVBl. S. 45) in der jeweils geltenden Fassung als Zweite Staatsprüfung des entsprechenden Lehramtstyps in Thüringen gilt, steht einer nach Absatz 1 erworbenen Laufbahnbefähigung gleich.

(3) Eine außerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossene Lehrerausbildung, die nach § 30 Abs. 1 ThürLbG in Verbindung mit § 2 Abs. 5 Satz 2 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung vom 28. April 2008 (GVBl. S. 115) in der jeweils geltenden Fassung als gleichwertig mit einer vollständig in Thüringen abgeschlossenen Lehramtsausbildung anerkannt wurde, steht einer nach Absatz 1 erworbenen Laufbahnbefähigung gleich. Die §§ 14 und 16 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung bleiben hiervon unberührt.

Zweiter Abschnitt

Laufbahnzweige des Dienstes in der Bildung

§ 5

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers
an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen

Zum Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 9) sowie

2.

als Beförderungsämter:

a)

das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 10) und

b)

das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 11).


§ 6

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des
Fachlehrers an allgemein bildenden und
berufsbildenden Schulen

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen erfüllt, wer

1.

über

a)

eine abgeschlossene mindestens zweijährige Fachschulausbildung oder

b)

eine Meisterprüfung oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung und Prüfung

in Bereichen verfügt, wie sie für den Unterricht in Fächern, die in den Stundentafeln für allgemein bildende oder berufsbildende Schulen des Landes enthalten sind, benötigt wird,

2.

danach mindestens zwei Jahre hauptberuflich tätig gewesen ist und

3.

eine pädagogische Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen hat, soweit dies in einer nach § 60 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 des Thüringer Schulgesetzes (ThürSchulG) in der Fassung vom 30. April 2003 (GVBl. S. 238) in der jeweils geltenden Fassung zu erlassenden Rechtsverordnung geregelt wird.


§ 7

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Lehrers
an Grundschulen

Zum Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Lehrers (Besoldungsgruppe A 12) sowie

2.

als Beförderungsämter:
die in der Besoldungsordnung A für diesen Laufbahnzweig ausgewiesenen besonderen Beförderungsämter des Dienstes in der Schulleitung und des Dienstes nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3.


§ 8

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des
Lehrers an Grundschulen

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Lehrers an Grundschulen erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an Grundschulen nach § 4 besitzt.

§ 9

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs
des Regelschullehrers

Zum Laufbahnzweig des Regelschullehrers gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Regelschullehrers (Besoldungsgruppe A 12) sowie

2.

als Beförderungsämter:

a)

das Amt des Regelschullehrers (Besoldungsgruppe A 13) und

b)

die in der Besoldungsordnung A für diesen Laufbahnzweig ausgewiesenen besonderen Beförderungsämter des Dienstes in der Schulleitung und des Dienstes nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3.


§ 10

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig
des Regelschullehrers

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Regelschullehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an Regelschulen nach § 4 besitzt.

§ 11

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des
Sonderpädagogischen Assistenten

Zum Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Sonderpädagogischen Assistenten (Besoldungsgruppe A 9) sowie

2.

als Beförderungsamt:
das Amt des Sonderpädagogischen Oberassistenten (Besoldungsgruppe A 10).


§ 12

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig
des Sonderpädagogischen Assistenten

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Sonderpädagogischen Assistenten erfüllt, wer über die in § 18 Abs. 3 des Thüringer Förderschulgesetzes in der Fassung vom 30. April 2003 (GVBl. S. 233) in der jeweils geltenden Fassung vorgeschriebene Berufsausbildung und jeweils die anerkannte abgeschlossene sonderpädagogische Zusatzausbildung in zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen nach der Thüringer Verordnung über die Nachqualifizierung zur Sonderpädagogischen Fachkraft an Förderschulen vom 3. Februar 2004 (GVBl. S. 205) in der jeweils geltenden Fassung verfügt.

§ 13

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs
des Förderschullehrers

Zum Laufbahnzweig des Förderschullehrers gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Förderschullehrers (Besoldungsgruppe A 13) sowie

2.

als Beförderungsämter:
die in der Besoldungsordnung A für diesen Laufbahnzweig ausgewiesenen besonderen Beförderungsämter des Dienstes in der Schulleitung und des Dienstes nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3.


§ 14

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig
des Förderschullehrers

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt für Förderpädagogik nach § 4 besitzt.

§ 15

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des Fachlehrers
an berufsbildenden Schulen

Zum Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 11) sowie

2.

als Beförderungsämter:

a)

das Amt des Fachlehrers (Besoldungsgruppe A 12) und

b)

die in der Besoldungsordnung A für diesen Laufbahnzweig ausgewiesenen besonderen Beförderungsämter des Dienstes in der Schulleitung und des Dienstes nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3.


§ 16

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des
Fachlehrers an berufsbildenden Schulen

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Fachlehrers an berufsbildenden Schulen erfüllt, wer:

1.

über ein Diplom, einen Bachelor- oder Masterabschluss einer Hochschule oder eine von dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium als gleichwertig anerkannte Ausbildung in Bereichen verfügt, wie sie für den berufstheoretischen Unterricht in Fächern, die in den Stundentafeln für berufsbildende Schulen des Landes enthalten sind, benötigt wird,

2.

eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit nachweist und

3.

eine pädagogische Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen hat, soweit dies in einer nach § 60 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 ThürSchulG zu erlassenden Rechtsverordnung geregelt wird.


§ 17

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs
des Gymnasiallehrers

Zum Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Studienrats (Besoldungsgruppe A 13) sowie

2.

als Beförderungsämter:

a)

das Amt des Oberstudienrats (Besoldungsgruppe A 14) und

b)

die in der Besoldungsordnung A für diesen Laufbahnzweig ausgewiesenen besonderen Beförderungsämter des Dienstes in der Schulleitung und des Dienstes nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3.


§ 18

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig
des Gymnasiallehrers

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Gymnasiallehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an Gymnasien nach § 4 besitzt.

§ 19

Ausgestaltung des Laufbahnzweigs des
Berufsschullehrers

Zum Laufbahnzweig des Berufsschullehrers gehören

1.

als Eingangsamt:
das Amt des Studienrats (Besoldungsgruppe A 13) sowie

2.

als Beförderungsämter:

a)

das Amt des Oberstudienrats (Besoldungsgruppe A 14) und

b)

die in der Besoldungsordnung A für diesen Laufbahnzweig ausgewiesenen besonderen Beförderungsämter des Dienstes in der Schulleitung und des Dienstes nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 und 3.


§ 20

Fachliche Voraussetzungen für den Laufbahnzweig
des Berufsschullehrers

Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Berufsschullehrers erfüllt, wer die Befähigung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen nach § 4 besitzt.

§ 21

Zuordnung der Lehrkräfte an Gesamtschulen,
Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen
zu einem Laufbahnzweig

Für die an Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen und Schulen mit Schulversuchen tätigen Lehrkräfte gelten die §§ 7 bis 20. Die Zuordnung zu dem jeweiligen Laufbahnzweig richtet sich nach ihren fachlichen Voraussetzungen und ihrem den jeweiligen fachlichen Voraussetzungen entsprechenden Einsatz.

Dritter Abschnitt

Sonstiger Erwerb einer Befähigung für bestimmte
Laufbahnzweige

§ 22

Befähigungserwerb ohne Vorbereitungsdienst und
Zweite Staatsprüfung

(1) Die fachlichen Voraussetzungen für den Laufbahnzweig des Förderschullehrers nach § 2 Abs. 1 Nr. 5 erwirbt auch ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt für Förderpädagogik, wer

1.

die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen, Regelschulen und Gymnasien bestanden hat oder über einen gleichwertigen Abschluss nach § 4 Abs. 2 oder 3 verfügt,

2.

die Erste Staatsprüfung für das Lehramt für Förderpädagogik bestanden hat oder über einen als gleichwertig anerkannten Abschluss verfügt und

3.

erfolgreich eine hauptberufliche Tätigkeit von mindestens zwei Jahren als Förderschullehrer an einer staatlichen Schule abgeleistet hat.

Das Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 wird auf Antrag durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium festgestellt. Lehrkräften, die eine Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien bestanden haben oder über einen diesem Abschluss gleichwertigen Abschluss nach § 4 Abs. 2 oder 3 verfügen, erkennt das für das Schulwesen zuständige Ministerium zudem auf Antrag die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der Bildung nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ThürLaufbG an.

(2) Die Befähigung für eine Laufbahn in der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung in den Laufbahnzweigen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2, 3, 5 sowie Abs. 2 wird auf Antrag ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium nach § 12 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ThürLaufbG anerkannt, wenn der Antragsteller

1.

einen Abschluss nach § 22 Abs. 1 ThürLbG nachweist, der nach § 22 Abs. 2 ThürLbG einer Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt gleichgestellt worden ist,

2.

erfolgreich an einer pädagogisch-praktischen Nachqualifizierung für an staatlichen Schulen eingestellte Lehrkräfte teilgenommen hat, die die entsprechenden für die Laufbahn in den einzelnen Laufbahnzweigen vorgeschriebenen Zugangsvoraussetzungen vermittelt, und

3.

nach Abschluss der Nachqualifizierung mindestens erfolgreich ein Jahr als Lehrkraft an einer staatlichen Schule in der entsprechenden Schulart in Thüringen unterrichtet hat.

Mit der Anerkennung nach Satz 1 stellt das für das Schulwesen zuständige Ministerium fest, für welchen Laufbahnzweig die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Einzelheiten der pädagogisch-praktischen Nachqualifizierung nach Satz 1 Nr. 2 regelt das für das Schulwesen zuständige Ministerium in einer nach § 60 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 ThürSchulG zu erlassenden Rechtsverordnung. Für die an staatlichen berufsbildenden Schulen eingestellten Lehrkräfte, die vor dem Inkrafttreten der Rechtsverordnung nach Satz 3 eine vom Ministerium anerkannte pädagogisch-praktische Nachqualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend.

(3) Außerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossene Lehrerausbildungen, die nach § 30 Abs. 1 ThürLbG in Verbindung mit § 2 Abs. 5 Satz 1 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung in einem Fach einer Lehramtsausbildung in Thüringen als gleichwertig anerkannt wurden, wird ohne Vorbereitungsdienst und Zweite Staatsprüfung auf Antrag durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium eine Befähigung für eine Laufbahn in der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung in den Laufbahnzweigen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2, 3, 5 sowie Abs. 2 anerkannt, wenn der Antragsteller

1.

eine Prüfung in einem weiteren Fach in dem Lehramt, auf das sich die Anerkennung nach § 2 Abs. 5 Satz 1 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung bezieht, abgelegt oder ein vom Ministerium als gleichwertig anerkanntes weiterbildendes Studium absolviert hat und

2.

daran anschließend mindestens ein Jahr erfolgreich als Lehrkraft an einer staatlichen Schule in der entsprechenden Schulart in Thüringen unterrichtet hat; die §§ 14 und 16 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung bleiben hiervon unberührt.

Mit der Anerkennung nach Satz 1 stellt das für das Schulwesen zuständige Ministerium fest, für welchen Laufbahnzweig die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Vierter Abschnitt

Übergangs- und Schlussbestimmungen

§ 23

Übergangsbestimmungen

(1) Beamte, die

1.

über eine Ausbildung als Lehrer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik verfügen,

2.

sich am 31. Dezember 2016 in einer Laufbahn für Lehrer mit einer Ausbildung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nach § 3 Nr. 1, 2 Buchst. a oder Nr. 3 bis 6 der Thüringer Schuldienstlaufbahnverordnung (ThürSchuldLbVO) vom 11. Oktober 2000 (GVBl. S. 317) in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung befanden und

3.

nach § 53 Abs. 1 ThürLaufbG in eine Laufbahn der Fachrichtung des Dienstes in der Bildung übergeleitet wurden,

verbleiben in den ihnen übertragenen Ämtern.

(2) Für die Beamten nach Absatz 1 finden hinsichtlich

1.

des Erwerbs der Befähigung für ein anderes Amt der Besoldungsordnung A nach der Anlage 1 Abschnitt I Nr. 3 Abs. 4 der Vorbemerkungen zu den Besoldungsordnungen A und B des Thüringer Besoldungsgesetzes (ThürBesG) in der Fassung vom 18. Januar 2016 (GVBl. S. 1, 166, 202) in der jeweils geltenden Fassung,

2.

der Übertragung eines anderen Amtes der Besoldungsordnung A und

3.

der erreichbaren Beförderungsämter

die bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Bestimmungen für die jeweiligen Laufbahnen nach § 3 Nr. 1, 2 Buchst. a oder Nr. 3 bis 6 ThürSchuldLbVO in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung weiter Anwendung. § 3 findet insoweit entsprechend Anwendung. Die für den Erwerb der Befähigung für ein anderes Amt nach Satz 1 Nr. 1 erforderliche Anerkennung erfolgt nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ThürLaufbG durch das für das Schulwesen zuständige Ministerium.

(3) Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 findet für Beamte nach Absatz 1, die sich vor dem 1. Januar 2017 entweder in der Laufbahn des Lehrers an Grundschulen nach den §§ 10 und 11 ThürSchuldLbVO in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung oder in der Laufbahn des Lehrers an Förderschulen nach den §§ 20 und 21 ThürSchuldLbVO in der bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Fassung befanden, mit der Maßgabe Anwendung, dass nach § 67 ThürBesG in der am 1. Januar 2017 geltenden Fassung als Eingangsamt das Amt des Lehrers (Besoldungsgruppe A 12) gilt. Zu den Beförderungsämtern gehören die in § 10 Nr. 2 Buchst. b oder § 20 Nr. 2 Buchst. b ThürSchuldLbVO in der am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung genannten Beförderungsämter.

§ 24

Gleichstellungsbestimmung

Status- und Funktionsbezeichnungen in dieser Verordnung gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.

§ 25

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2017 in Kraft.

Erfurt, den 21. Februar 2017

Die Ministerin für Bildung,
Jugend und Sport

In Vertretung
Der Minister für Kultur, Bundes-
und Europaangelegenheiten

Hoff