Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken Dokumentansicht maximierenStandardansicht wiederherstellen
Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
Amtliche Abkürzung:ThürBesG
Neugefasst:18.01.2016
Gültig ab:01.09.2015
Dokumenttyp: Gesetz
Quelle:Wappen Thüringen
Fundstelle:GVBl. 2016, 1, 166, 202
Gliederungs-Nr:2032-5
Thüringer Besoldungsgesetz (ThürBesG)
In der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Januar 2016
Zum 24.09.2016 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Gültig ab

Thüringer Besoldungsgesetz (ThürBesG) In der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Januar 201601.09.2015
Inhaltsverzeichnis01.09.2015
Erster Abschnitt - Allgemeine Bestimmungen01.09.2015
§ 1 - Geltungsbereich01.09.2015
§ 2 - Regelung durch Gesetz01.09.2015
§ 3 - Anspruch auf Besoldung01.09.2015
§ 4 - Weitergewährung der Besoldung bei Versetzung in den einstweiligen Ruhestand oder bei Abwahl von Wahlbeamten auf Zeit01.09.2015
§ 5 - Besoldung bei mehreren Hauptämtern01.09.2015
§ 6 - Besoldung bei Teilzeitbeschäftigung01.09.2015
§ 7 - Besoldung bei begrenzter Dienstfähigkeit01.09.2015
§ 8 - Verlust der Besoldung bei schuldhaftem Fernbleiben vom Dienst01.09.2015
§ 9 - Anrechnung anderer Einkünfte auf die Besoldung01.09.2015
§ 10 - Anrechnung von Sachbezügen auf die Besoldung, Dienstwohnungsbestimmungen 01.09.2015
§ 11 - Abtretung von Bezügen, Verpfändung, Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrecht 01.09.2015
§ 12 - Verjährung von Ansprüchen01.09.2015
§ 13 - Rückforderung von Bezügen01.09.2015
§ 14 - Anpassung der Besoldung01.09.2015
§ 15 - Aufwandsentschädigungen01.09.2015
Zweiter Abschnitt - Grundgehalt, Leistungsbezüge an Hochschulen01.09.2015
Erster Unterabschnitt - Allgemeine Grundsätze01.09.2015
§ 16 - Grundsatz der funktionsgerechten Besoldung01.09.2015
§ 17 - Bestimmung des Grundgehalts nach dem Amt01.09.2015
Zweiter Unterabschnitt - Bestimmungen für Beamte01.09.2015
§ 18 - Besoldungsordnungen A und B01.09.2015
§ 19 - Hauptamtliche Wahlbeamte auf Zeit der Gemeinden und Landkreise01.09.2015
§ 20 - Eingangsämter für Beamte01.09.2015
§ 21 - Eingangsamt für Beamte in besonderen Laufbahnen01.09.2015
§ 22 - Beförderungsämter01.09.2015
§ 23 - Obergrenzen für Beförderungsämter01.09.2015
§ 24 - Bemessung des Grundgehalts01.09.2015
§ 25 - Öffentlich-rechtliche Dienstherrn01.09.2015
Dritter Unterabschnitt - Bestimmungen für Hochschullehrer sowie hauptberufliche Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen01.09.2015
§ 26 - Besoldungsordnung W01.09.2015
§ 27 - Leistungsbezüge01.09.2015
§ 28 - Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge01.09.2015
§ 29 - Besondere Leistungsbezüge01.09.2015
§ 30 - Funktions-Leistungsbezüge01.09.2015
§ 31 - Höhe der Leistungsbezüge01.09.2015
§ 32 - (aufgehoben)01.09.2015
§ 33 - Forschungs- und Lehrzulage01.09.2015
§ 34 - Verordnungsermächtigung01.09.2015
Vierter Unterabschnitt - Bestimmungen für Richter und Staatsanwälte01.09.2015
§ 35 - Besoldungsordnung R01.09.2015
§ 36 - Bemessung des Grundgehalts01.09.2015
Dritter Abschnitt - Familienzuschlag01.09.2015
§ 37 - Grundlage des Familienzuschlags01.09.2015
§ 38 - Stufen des Familienzuschlags01.09.2015
§ 39 - Änderung des Familienzuschlags01.09.2015
Vierter Abschnitt - Sonstige Besoldungsbestandteile01.09.2015
§ 40 - Amtszulagen und Stellenzulagen01.09.2015
§ 41 - Ausgleichszulage01.09.2015
§ 42 - Ausgleichszulage bei Dienstherrnwechsel01.09.2015
§ 43 - Erschwerniszulagen01.09.2015
§ 44 - Mehrarbeitsvergütung01.09.2015
§ 45 - Vergütung für Beamte im Vollstreckungsdienst01.09.2015
§ 46 - Sonderzuschläge zur Sicherung der Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit 01.09.2015
§ 47 - (aufgehoben)01.09.2015
§ 48 - Andere Zulagen und Vergütungen01.09.2015
Fünfter Abschnitt - Auslandsbesoldung01.09.2015
§ 49 - Auslandsbesoldung01.09.2015
Sechster Abschnitt - Anwärterbezüge01.09.2015
§ 50 - Anwärterbezüge01.09.2015
§ 51 - Anwärterbezüge nach Ablegung der Laufbahnprüfung01.09.2015
§ 52 - Anwärtersonderzuschläge01.09.2015
§ 53 - Anrechnung anderer Einkünfte01.09.2015
§ 54 - Kürzung der Anwärterbezüge01.09.2015
§ 55 - Unterrichtsvergütung für Lehramtsanwärter01.09.2015
Siebenter Abschnitt - Vermögenswirksame Leistungen01.09.2015
§ 56 - Vermögenswirksame Leistungen01.09.2015
§ 57 - Höhe der vermögenswirksamen Leistungen01.09.2015
§ 58 - Konkurrenzen01.09.2015
§ 59 - Anlage der vermögenswirksamen Leistungen01.09.2015
Achter Abschnitt - Dienstkleidung, Heilfürsorge, Unterkunft01.09.2015
§ 60 - Dienstkleidung, Heilfürsorge, Unterkunft01.09.2015
Neunter Abschnitt - Übergangs- und Schlussbestimmungen01.09.2015
§ 61 - Allgemeine Verwaltungsvorschriften und Zuständigkeitsregelungen01.09.2015
§ 62 - Sonstige Zuwendungen01.09.2015
§ 63 - Kürzung der Besoldung bei Gewährung einer Versorgung durch eine zwischenstaatliche oder überstaatliche Einrichtung01.09.2015
§ 64 - Versorgungsrücklage01.09.2015
§ 65 - Umsetzungsfrist01.09.2015
§ 65a - Übergangsregelung aus Anlass des Wegfalls der Laufbahngruppe des einfachen Dienstes01.09.2015
§ 66 - Übergangsbestimmungen zur Professorenbesoldung01.09.2015
§ 66a - Anpassung der Leistungsbezüge in der Professorenbesoldung01.09.2015
§ 67 - Überleitungsbestimmung01.09.2015
§ 67a - Übergangsregelungen zum Thüringer Gesetz zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften01.09.2015
§ 68 - Gleichstellungsbestimmung01.09.2015
Anlage 1 - Besoldungsordnungen A und B01.09.2015
Besoldungsordnung A01.09.2015
Besoldungsgruppe A 601.09.2015
Besoldungsgruppe A 701.09.2015
Besoldungsgruppe A 801.09.2015
Besoldungsgruppe A 901.09.2015
Besoldungsgruppe A 1001.09.2015
Besoldungsgruppe A 1101.09.2015
Besoldungsgruppe A 1201.09.2015
Besoldungsgruppe A 1301.09.2015
Besoldungsgruppe A 1401.09.2015
Besoldungsgruppe A 1501.09.2015
Besoldungsgruppe A 1601.09.2015
Besoldungsordnung B01.09.2015
Besoldungsgruppe B 201.09.2015
Besoldungsgruppe B 301.09.2015
Besoldungsgruppe B 401.09.2015
Besoldungsgruppe B 501.09.2015
Besoldungsgruppe B 601.09.2015
Besoldungsgruppe B 701.09.2015
Besoldungsgruppe B 801.09.2015
Besoldungsgruppe B 901.09.2015
Besoldungsgruppe B 1001.09.2015
Anlage 2 - Besoldungsordnung W01.09.2016
Besoldungsgruppe W 101.09.2016
Besoldungsgruppe W 201.09.2016
Besoldungsgruppe W 301.09.2016
Anlage 3 - Besoldungsordnung R01.09.2015
Besoldungsgruppe R 101.09.2015
Besoldungsgruppe R 201.09.2015
Besoldungsgruppe R 301.09.2015
Besoldungsgruppe R 401.09.2015
Besoldungsgruppe R 501.09.2015
Besoldungsgruppe R 601.09.2015
Besoldungsgruppe R 701.09.2015
Besoldungsgruppe R 801.09.2015
Anlage 4 - Anhang zu den Besoldungsordnungen Künftig wegfallende Ämter und Amtsbezeichnungen01.09.2015
Besoldungsgruppe A 13 kw01.09.2015
Besoldungsgruppe A 14 kw01.09.2015
Besoldungsgruppe A 15 kw01.09.2015
Besoldungsgruppe W 3 kw01.09.2015
Anlage 501.09.2016
Anlage 601.09.2016
Anlage 701.09.2016
Anlage 801.09.2016
Anlage 901.09.2016
Anlage 1001.09.2016
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Anlagen 2 und 8 geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 2. Juli 2016 (GVBl. S. 205, 212)
Inhaltsübersicht
Erster Abschnitt
Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Regelung durch Gesetz
§ 3 Anspruch auf Besoldung
§ 4 Weitergewährung der Besoldung bei Versetzung in den einstweiligen Ruhestand oder bei Abwahl von Wahlbeamten auf Zeit
§ 5 Besoldung bei mehreren Hauptämtern
§ 6 Besoldung bei Teilzeitbeschäftigung
§ 7 Besoldung bei begrenzter Dienstfähigkeit
§ 8 Verlust der Besoldung bei schuldhaftem Fernbleiben vom Dienst
§ 9 Anrechnung anderer Einkünfte auf die Besoldung
§ 10 Anrechnung von Sachbezügen auf die Besoldung, Dienstwohnungsbestimmungen
§ 11 Abtretung von Bezügen, Verpfändung, Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrecht
§ 12 Verjährung von Ansprüchen
§ 13 Rückforderung von Bezügen
§ 14 Anpassung der Besoldung
§ 15 Aufwandsentschädigungen
Zweiter Abschnitt
Grundgehalt, Leistungsbezüge an Hochschulen
Erster Unterabschnitt
Allgemeine Grundsätze
§ 16 Grundsatz der funktionsgerechten Besoldung
§ 17 Bestimmung des Grundgehalts nach dem Amt
Zweiter Unterabschnitt
Bestimmungen für Beamte
§ 18 Besoldungsordnungen A und B
§ 19 Hauptamtliche Wahlbeamte auf Zeit der Gemeinden und Landkreise
§ 20 Eingangsämter für Beamte
§ 21 Eingangsamt für Beamte in besonderen Laufbahnen
§ 22 Beförderungsämter
§ 23 Obergrenzen für Beförderungsämter
§ 24 Bemessung des Grundgehalts
§ 25 Öffentlich-rechtliche Dienstherrn
Dritter Unterabschnitt
Bestimmungen für Hochschullehrer sowie
hauptberufliche Leiter und Mitglieder von
Leitungsgremien an Hochschulen
§ 26 Besoldungsordnung W
§ 27 Leistungsbezüge
§ 28 Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge
§ 29 Besondere Leistungsbezüge
§ 30 Funktions-Leistungsbezüge
§ 31 Höhe der Leistungsbezüge
§ 32 (aufgehoben)
§ 33 Forschungs- und Lehrzulage
§ 34 Verordnungsermächtigung
Vierter Unterabschnitt
Bestimmungen für Richter und Staatsanwälte
§ 35 Besoldungsordnung R
§ 36 Bemessung des Grundgehalts
Dritter Abschnitt
Familienzuschlag
§ 37 Grundlage des Familienzuschlags
§ 38 Stufen des Familienzuschlags
§ 39 Änderung des Familienzuschlags
Vierter Abschnitt
Sonstige Besoldungsbestandteile
§ 40 Amtszulagen und Stellenzulagen
§ 41 Ausgleichszulage
§ 42 Ausgleichszulage bei Dienstherrnwechsel
§ 43 Erschwerniszulagen
§ 44 Mehrarbeitsvergütung
§ 45 Vergütung für Beamte im Vollstreckungsdienst
§ 46 Sonderzuschläge zur Sicherung der Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit
§ 47 (aufgehoben)
§ 48 Andere Zulagen und Vergütungen
Fünfter Abschnitt
Auslandsbesoldung
§ 49 Auslandsbesoldung
Sechster Abschnitt
Anwärterbezüge
§ 50 Anwärterbezüge
§ 51 Anwärterbezüge nach Ablegung der Laufbahnprüfung
§ 52 Anwärtersonderzuschläge
§ 53 Anrechnung anderer Einkünfte
§ 54 Kürzung der Anwärterbezüge
§ 55 Unterrichtsvergütung für Lehramtsanwärter
Siebenter Abschnitt
Vermögenswirksame Leistungen
§ 56 Vermögenswirksame Leistungen
§ 57 Höhe der vermögenswirksamen Leistungen
§ 58 Konkurrenzen
§ 59 Anlage der vermögenswirksamen Leistungen
Achter Abschnitt
Dienstkleidung, Heilfürsorge, Unterkunft
§ 60 Dienstkleidung, Heilfürsorge, Unterkunft
Neunter Abschnitt
Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 61 Allgemeine Verwaltungsvorschriften und Zuständigkeitsregelungen
§ 62 Sonstige Zuwendungen
§ 63 Kürzung der Besoldung bei Gewährung einer Versorgung durch eine zwischenstaatliche oder überstaatliche Einrichtung
§ 64 Versorgungsrücklage
§ 65 Umsetzungsfrist
§ 65a Übergangsregelung aus Anlass des Wegfalls der Laufbahngruppe des einfachen Dienstes
§ 66 Übergangsbestimmungen zur Professorenbesoldung
§ 66a Anpassung der Leistungsbezüge in der Professorenbesoldung
§ 67 Überleitungsbestimmung
§ 67a Übergangsregelungen zum Thüringer Gesetz zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften
§ 68 Gleichstellungsbestimmung

Erster Abschnitt

Allgemeine Bestimmungen

§ 1

Geltungsbereich

(1) Dieses Gesetz regelt die Besoldung der Beamten und Richter des Landes, der Beamten der Gemeinden, der Landkreise und der anderen Gemeindeverbände sowie der sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts; ausgenommen sind die Ehrenbeamten und die ehrenamtlichen Richter.

(2) Zur Besoldung gehören folgende Dienstbezüge:

1.

Grundgehalt,

2.

Leistungsbezüge für Professoren sowie hauptberufliche Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen,

3.

Familienzuschlag,

4.

Zulagen,

5.

Vergütungen,

6.

Auslandsdienstbezüge.

(3) Zur Besoldung gehören ferner folgende sonstige Bezüge:

1.

Anwärterbezüge,

2.

vermögenswirksame Leistungen.

(4) Dieses Gesetz gilt nicht für die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften und Weltanschauungsgemeinschaften sowie ihre Verbände.

(5) Bestimmungen dieses Gesetzes, die sich auf das Bestehen oder frühere Bestehen einer Ehe beziehen, gelten entsprechend für das Bestehen oder frühere Bestehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Bestimmungen dieses Gesetzes, die sich auf Ehegatten oder auf Verwitwete beziehen, gelten entsprechend für eingetragene Lebenspartner oder hinterbliebene eingetragene Lebenspartner.

§ 2

Regelung durch Gesetz

(1) Die Besoldung der Beamten und Richter wird durch Gesetz geregelt.

(2) Zusicherungen, Vereinbarungen und Vergleiche, die dem Beamten oder Richter eine höhere als die ihm gesetzlich zustehende Besoldung verschaffen sollen, sind unwirksam. Das Gleiche gilt für Versicherungsverträge, die zu diesem Zweck abgeschlossen werden.

(3) Der Beamte oder Richter kann auf die ihm gesetzlich zustehende Besoldung weder ganz noch teilweise verzichten; ausgenommen sind die vermögenswirksamen Leistungen.

§ 3

Anspruch auf Besoldung

(1) Die Beamten und Richter haben Anspruch auf Besoldung. Der Anspruch entsteht mit dem Tag, an dem ihre Ernennung, Versetzung, Übernahme oder ihr Übertritt in den Dienst eines der in § 1 Abs. 1 genannten Dienstherrn wirksam wird. Bedarf es zur Verleihung eines Amts mit anderem Endgrundgehalt (Grundgehalt) keiner Ernennung oder wird der Beamte oder Richter rückwirkend in eine Planstelle eingewiesen, so entsteht der Anspruch mit dem Tag, der in der Einweisungsverfügung bestimmt ist. Wird ein Amt aufgrund einer Regelung nach § 19 Satz 1 Halbsatz 2 eingestuft, so entsteht der Anspruch mit der Maßnahme, die der Einweisungsverfügung entspricht.

(2) Der Anspruch auf Besoldung endet mit Ablauf des Tages, an dem der Beamte oder Richter aus dem Dienstverhältnis ausscheidet, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

(3) Besteht der Anspruch auf Besoldung nicht für einen vollen Kalendermonat, so wird nur der Teil der Bezüge gezahlt, der auf den Anspruchszeitraum entfällt, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

(4) Die Dienstbezüge nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 und 6 werden monatlich im Voraus gezahlt. Die anderen Bezüge werden monatlich im Voraus gezahlt, soweit nichts anderes bestimmt ist.

(5) Für die Zahlung der Besoldung nach § 1 Abs. 2 und 3 und von Aufwandsentschädigungen nach § 15 hat der Empfänger auf Verlangen der zuständigen Behörde ein Konto anzugeben oder einzurichten, auf das die Überweisung erfolgen kann. Die Übermittlungskosten mit Ausnahme der Kosten für die Gutschrift auf dem Konto des Empfängers trägt der Dienstherr, bei einer Überweisung der Besoldung auf ein außerhalb der Europäischen Union geführtes Konto der Empfänger; die Kontoeinrichtungs-, Kontoführungs- oder Buchungsgebühren trägt der Empfänger. Eine Auszahlung auf andere Weise kann nur zugestanden werden, wenn dem Empfänger die Einrichtung oder Benutzung eines Kontos aus wichtigem Grund nicht zugemutet werden kann.

(6) Werden Bezüge nach dem Tag der Fälligkeit gezahlt, so besteht kein Anspruch auf Verzugszinsen.

(7) Bei der Berechnung von Bezügen nach § 1 sind die sich ergebenden Bruchteile eines Cents unter 0,5 abzurunden und Bruchteile von 0,5 und mehr aufzurunden. Zwischenrechnungen werden jeweils auf zwei Dezimalstellen durchgeführt. Jeder Bezügebestandteil ist einzeln zu runden.

§ 4

Weitergewährung der Besoldung bei Versetzung in den
einstweiligen Ruhestand oder bei Abwahl von
Wahlbeamten auf Zeit

(1) Der in den einstweiligen Ruhestand versetzte Beamte oder Richter erhält für den Monat, in dem ihm die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand mitgeteilt worden ist, und für die folgenden drei Monate die Bezüge weiter, die ihm am Tag vor der Versetzung zustanden; Änderungen beim Familienzuschlag sind zu berücksichtigen. Aufwandsentschädigungen werden nur bis zum Beginn des einstweiligen Ruhestands gezahlt.

(2) Bezieht der in den einstweiligen Ruhestand versetzte Beamte oder Richter Einkünfte aus einer Verwendung im Dienst eines öffentlich-rechtlichen Dienstherrn (§ 25 Abs. 1) oder eines Verbands, dessen Mitglieder öffentlich-rechtliche Dienstherrn sind, so werden die Bezüge um den Betrag dieser Einkünfte verringert. Dem Dienst bei einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn steht die Tätigkeit im Dienst einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung, an der ein öffentlich-rechtlicher Dienstherr oder ein Verband, dessen Mitglieder öffentlich-rechtliche Dienstherrn sind, durch Zahlung von Beiträgen oder Zuschüssen oder in anderer Weise beteiligt ist, gleich. Die Entscheidung, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, trifft das für das Besoldungsrecht zuständige Ministerium oder die von ihm bestimmte Stelle.

(3) Wird ein Wahlbeamter auf Zeit abgewählt, so gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend; an die Stelle der Mitteilung über die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand tritt die Mitteilung über die Abwahl oder der sonst bestimmte Beendigungszeitpunkt für das Beamtenverhältnis auf Zeit. Satz 1 gilt entsprechend für die Fälle des Eintritts in den einstweiligen Ruhestand kraft Gesetzes.

§ 5

Besoldung bei mehreren Hauptämtern

Hat der Beamte oder Richter mit Genehmigung der obersten Dienstbehörde gleichzeitig mehrere besoldete Hauptämter inne, so wird die Besoldung aus dem Amt mit den höheren Dienstbezügen gewährt, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Sind für die Ämter Dienstbezüge in gleicher Höhe vorgesehen, so werden die Dienstbezüge aus dem ihm zuerst übertragenen Amt gezahlt, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

§ 6

Besoldung bei Teilzeitbeschäftigung

(1) Bei Teilzeitbeschäftigung wird die in festen Monatsbeträgen gezahlte Besoldung im gleichen Verhältnis wie die Arbeitszeit gekürzt.

(2) Bei Altersteilzeit nach § 75 des Thüringer Beamtengesetzes (ThürBG) in der bis zum 31. Dezember 2014 geltenden Fassung sowie nach entsprechenden Bestimmungen für Richter wird ein nicht ruhegehaltfähiger Zuschlag zur Besoldung gewährt. Der Zuschlag und die nach Absatz 1 gekürzten Dienstbezüge dürfen zusammen 83 v. H. der Nettobesoldung nicht überschreiten, die nach der bisherigen Arbeitszeit, die für die Bemessung der ermäßigten Arbeitszeit während der Altersteilzeit zugrunde gelegt worden ist, zustehen würde. Für die Berechnung des Zuschlags findet die Altersteilzeitzuschlagsverordnung (ATZV) vom 21. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3191) in der Fassung vom 23. August 2001 (BGBl. I S. 2239), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 10. September 2003 (BGBl. I S. 1798), Anwendung. Dabei erfolgt der Abzug in Höhe von acht v. H. der Lohnsteuer nach § 2 Abs. 1 Satz 2 ATZV nur dann, wenn die Besoldung nach Absatz 1 um die Kirchensteuer vermindert wird.

(3) Bei einer Teilzeitbeschäftigung im Rahmen einer Familienpflegezeit nach § 64 ThürBG ist der Berechnung nach Absatz 1 die Arbeitszeit zu Grunde zu legen, die sich aus dem Durchschnitt der während der gesamten Familienpflegezeit (Pflege- und Nachpflegephase) zu leistenden Arbeitszeit ergibt.

§ 7

Besoldung bei begrenzter Dienstfähigkeit

Bei begrenzter Dienstfähigkeit nach § 27 des Beamtenstatusgesetzes (BeamtStG)) erhält der Beamte oder Richter Besoldung entsprechend § 6 Abs. 1. Diese wird um einen nicht ruhegehaltfähigen Zuschlag ergänzt. Der Zuschlag beträgt 50 v. H. des Unterschiedsbetrages zwischen den nach Satz 1 gekürzten Dienstbezügen und den Dienstbezügen, die der begrenzt Dienstfähige bei Vollzeitbeschäftigung erhalten würde.

§ 8

Verlust der Besoldung bei schuldhaftem
Fernbleiben vom Dienst

Bleibt der Beamte oder Richter ohne Genehmigung schuldhaft dem Dienst fern, so verliert er für die Zeit des Fernbleibens seine Bezüge. Dies gilt auch bei einem Fernbleiben vom Dienst für Teile eines Tages. Der Verlust der Bezüge ist durch den Dienstvorgesetzten festzustellen.

§ 9

Anrechnung anderer Einkünfte auf die Besoldung

(1) Haben Beamte oder Richter Anspruch auf Besoldung für eine Zeit, in der sie nicht zur Dienstleistung verpflichtet waren, kann ein infolge der unterbliebenen Dienstleistung für diesen Zeitraum erzieltes anderes Einkommen auf die Besoldung angerechnet werden. Der Beamte oder Richter ist zur Auskunft verpflichtet. In den Fällen einer vorläufigen Dienstenthebung aufgrund eines Disziplinarverfahrens gelten die besonderen Bestimmungen des Disziplinarrechts.

(2) Erhält ein Beamter oder Richter aus einer Verwendung nach § 20 BeamtStG anderweitig Bezüge, werden diese auf die Besoldung angerechnet. In besonderen Fällen kann die oberste Dienstbehörde im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium von der Anrechnung ganz oder teilweise absehen.

§ 10

Anrechnung von Sachbezügen auf die Besoldung,
Dienstwohnungsbestimmungen

(1) Erhält ein Beamter oder Richter Sachbezüge, so werden diese unter Berücksichtigung ihres wirtschaftlichen Wertes mit einem angemessenen Betrag auf die Besoldung angerechnet, soweit nichts anderes bestimmt ist.

(2) Die Verwaltungsvorschriften über die Anrechnung von Sachbezügen erlässt für die Beamten und Richter des Landes das für das Besoldungsrecht zuständige Ministerium, für die Beamten der Gemeinden und Gemeindeverbände und der sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts das jeweils zuständige Ministerium im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium.

(3) Das für das Besoldungsrecht zuständige Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung Dienstwohnungsbestimmungen zu erlassen, in denen insbesondere die Zuweisung, Nutzung, Verwaltung und Festlegung des Nutzungswertes einer Dienstwohnung, die Anrechnung auf die Dienstbezüge (Dienstwohnungsvergütung) sowie der höchstens anzurechnende Betrag (höchste Dienstwohnungsvergütung) zu regeln sind.

§ 11

Abtretung von Bezügen, Verpfändung,
Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrecht

(1) Der Beamte oder Richter kann, wenn gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, Ansprüche auf Bezüge nur abtreten oder verpfänden, soweit sie der Pfändung unterliegen.

(2) Gegenüber Ansprüchen auf Bezüge kann der Dienstherr ein Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrecht nur in Höhe des pfändbaren Teils der Bezüge geltend machen. Dies gilt nicht, soweit gegen den Beamten oder Richter ein Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher unerlaubter Handlung besteht.

§ 12

Verjährung von Ansprüchen

Der Anspruch auf Bezüge nach diesem Gesetz verjährt nach einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Im Übrigen gelten die allgemeinen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs.

§ 13

Rückforderung von Bezügen

(1) Wird ein Beamter oder Richter durch eine gesetzliche Änderung seiner Bezüge einschließlich der Einreihung seines Amtes in die Besoldungsgruppen der Besoldungsordnungen mit rückwirkender Kraft schlechter gestellt, so sind die Unterschiedsbeträge nicht zu erstatten.

(2) Im Übrigen regelt sich die Rückforderung zuviel gezahlter Bezüge nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Der Kenntnis des Mangels des rechtlichen Grundes der Zahlung steht es gleich, wenn der Mangel so offensichtlich war, dass der Empfänger ihn hätte erkennen können. Von der Rückforderung kann aus Billigkeitsgründen mit Zustimmung der obersten Dienstbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle ganz oder teilweise abgesehen werden.

(3) Geldleistungen, die für die Zeit nach dem Tode des Beamten oder Richters auf ein Konto bei einem Geldinstitut überwiesen wurden, gelten als unter Vorbehalt erbracht. Das Geldinstitut hat sie der überweisenden Stelle zurückzuüberweisen, wenn diese sie als zu Unrecht erbracht zurückfordert. Eine Verpflichtung zur Rücküberweisung besteht nicht, soweit über den entsprechenden Betrag bei Eingang der Rückforderung bereits anderweitig verfügt wurde, es sei denn, dass die Rücküberweisung aus einem Guthaben erfolgen kann. Das Geldinstitut darf den überwiesenen Betrag nicht zur Befriedigung eigener Forderungen verwenden.

(4) Soweit Geldleistungen für die Zeit nach dem Tode des Beamten oder Richters zu Unrecht erbracht worden sind, haben die Personen, die die Geldleistung in Empfang genommen oder über den entsprechenden Betrag verfügt haben, diesen Betrag der überweisenden Stelle zu erstatten, sofern er nicht nach Absatz 3 von dem Geldinstitut zurücküberwiesen wird. Ein Geldinstitut, das eine Rücküberweisung mit dem Hinweis abgelehnt hat, dass über den entsprechenden Betrag bereits anderweitig verfügt wurde, hat der überweisenden Stelle auf Verlangen Namen und Anschrift der Personen, die über den Betrag verfügt haben, und etwaiger neuer Kontoinhaber zu benennen. Ein Anspruch gegen die Erben bleibt unberührt.

§ 14

Anpassung der Besoldung

Die Besoldung wird entsprechend der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse und unter Berücksichtigung der mit den Dienstaufgaben verbundenen Verantwortung durch Gesetz regelmäßig angepasst.

§ 15

Aufwandsentschädigungen

(1) Aufwandsentschädigungen dürfen nur gewährt werden, wenn und soweit aus dienstlicher Veranlassung finanzielle Aufwendungen entstehen, deren Übernahme dem Beamten oder Richter nicht zugemutet werden kann, und der Haushaltsplan Mittel dafür zur Verfügung stellt. Aufwandsentschädigungen in festen Beträgen sind nur zulässig, wenn aufgrund tatsächlicher Anhaltspunkte oder tatsächlicher Erhebungen nachvollziehbar ist, dass und in welcher Höhe dienstbezogene finanzielle Aufwendungen typischerweise entstehen. Sie werden im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium festgesetzt.

(2) Die zuständigen Ministerien werden ermächtigt, im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung Grundsätze für die Gewährung von Aufwandsentschädigungen an Beamte der Gemeinden, der Gemeindeverbände und der sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, insbesondere zu den Anspruchsvoraussetzungen, zu regeln, dabei Höchstgrenzen festzulegen und zu bestimmen, welche Aufwendungen durch die Aufwandsentschädigungen mit abgegolten sind.

(3) Soweit Rechtsvorschriften nach Absatz 2 nicht ergangen sind, bedarf die Ausbringung von Mitteln für Aufwandsentschädigungen im Haushaltsplan der Gemeinden, der Gemeindeverbände und der sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts der Einwilligung der obersten Rechtsaufsichtsbehörde.

Zweiter Abschnitt

Grundgehalt, Leistungsbezüge an Hochschulen

Erster Unterabschnitt

Allgemeine Grundsätze

§ 16
Grundsatz der funktionsgerechten Besoldung

(1) Die Funktionen der Beamten und Richter sind nach den mit ihnen verbundenen Anforderungen sachgerecht zu bewerten und Ämtern zuzuordnen. Die Funktionen der Beamten der Besoldungsordnung A können in begründeten Ausnahmefällen zwei, in besonders begründeten Ausnahmefällen drei Ämtern einer Laufbahngruppe zugeordnet werden. Die durch dieses Gesetz erfolgten Bewertungen von Funktionen und deren Zuordnung zu Ämtern bleiben unberührt. Die Ämter sind nach ihrer Wertigkeit unter Berücksichtigung der gemeinsamen Belange aller Dienstherrn des Landes den Besoldungsgruppen zuzuordnen. Die zuständigen Ministerien werden ermächtigt, im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung den Ämtern mit Grundamtsbezeichnungen (Anlage 1 zu Abschnitt I Nr. 1 der Vorbemerkungen) für die Landesverwaltung Funktionen zuzuordnen, soweit dies nicht in diesem Gesetz erfolgt ist.

(2) Der sachgerechten Bewertung der Funktionen der Beamten des Landes sind insbesondere die folgenden Bewertungsmerkmale zugrunde zu legen:

1.

die zur Ausübung der Tätigkeit erforderliche Vorbildung, Ausbildung und Erfahrung,

2.

die Art der Tätigkeit wie beispielsweise leitende, beaufsichtigende, vorbereitende oder ausführende Tätigkeiten,

3.

der Umfang und der Schwierigkeitsgrad des Aufgabengebiets,

4.

das Maß der Entscheidungsbefugnis und der Grad der Verantwortung und Selbstständigkeit,

5.

die Zahl und die Laufbahngruppe der unterstellten Bediensteten, soweit vorhanden,

6.

die Bedeutung der Funktion im Vergleich zu den übrigen Funktionen des jeweiligen Geschäftsbereichs.

(3) Die zuständigen Ministerien werden ermächtigt, im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium für ihren Geschäftsbereich durch Rechtsverordnung die Zuordnung einer Funktion zu mehreren Ämtern nach Absatz 1 Satz 2 zu regeln sowie für die Bewertung der Funktionen der Beamten nach Absatz 2 ergänzende Kriterien zu erlassen.

(4) Abweichend von Absatz 1 Satz 2 können die Funktionen der Beamten in der Laufbahn des gehobenen Justizdienstes im Geschäftsbereich des für Justiz zuständigen Ministeriums bis zu fünf Ämtern ihrer Laufbahngruppe zugeordnet werden, soweit Aufgaben nach dem Rechtspflegergesetz in sachlicher Unabhängigkeit wahrgenommen werden.

(5) Die organisatorischen Befugnisse der obersten Landesbehörden bleiben unberührt.

§ 17
Bestimmung des Grundgehalts nach dem Amt

(1) Das Grundgehalt des Beamten oder Richters bestimmt sich nach der Besoldungsgruppe des ihm verliehenen Amts. Ist ein Amt noch nicht in einer Besoldungsordnung enthalten oder ist es mehreren Besoldungsgruppen zugeordnet, bestimmt sich das Grundgehalt nach der Besoldungsgruppe, die in der Einweisungsverfügung bestimmt ist; die Einweisung erfolgt in den Fällen, in denen das Amt in einer Besoldungsordnung noch nicht enthalten ist, im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium; bei Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts bedarf sie der Einwilligung der obersten Rechtsaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium.

(2) Ist einem Amt gesetzlich oder durch Rechtsverordnung eine Funktion zugeordnet oder richtet sich die Zuordnung eines Amts zu einer Besoldungsgruppe einschließlich der Gewährung von Amtszulagen nach einem gesetzlich festgelegten Bewertungsmaßstab, insbesondere nach der Zahl der Planstellen, nach der Einwohnerzahl einer Gemeinde oder eines Gemeindeverbands oder nach der Schülerzahl einer Schule, so gibt die Erfüllung dieser Voraussetzungen allein keinen Anspruch auf die Besoldung aus diesem Amt.

Zweiter Unterabschnitt

Bestimmungen für Beamte

§ 18
Besoldungsordnungen A und B

(1) Die Ämter der Beamten und ihre Besoldungsgruppen werden in den Besoldungsordnungen geregelt. § 19 bleibt unberührt.

(2) Die Besoldungsordnung A (aufsteigende Gehälter) und die Besoldungsordnung B (feste Gehälter) sind in Anlage 1, die Grundgehaltssätze der Besoldungsgruppen in Anlage 5 ausgewiesen.

§ 19
Hauptamtliche Wahlbeamte auf Zeit der
Gemeinden und Landkreise

Die Landesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Ämter der hauptamtlichen Wahlbeamten auf Zeit der Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landkreise unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner den Besoldungsgruppen der Besoldungsordnungen A und B zuzuordnen; dabei können bei den genannten Körperschaften einer Größenklasse höchstens zwei Besoldungsgruppen für ein Amt vorgesehen werden. Für diese Beamten kann der Beginn des Aufsteigens in den Erfahrungsstufen abweichend von § 24 geregelt werden. Die Ermächtigung zum Erlass der Rechtsverordnung kann auf das für kommunale Angelegenheiten zuständige Ministerium übertragen werden.

§ 20
Eingangsämter für Beamte

Die Eingangsämter für Beamte sind folgenden Besoldungsgruppen zuzuweisen:

1.

(aufgehoben)

2.

in Laufbahnen des mittleren nichttechnischen Dienstes der Besoldungsgruppe A 6, in Laufbahnen des mittleren technischen Dienstes der Besoldungsgruppe A 6 oder A 7,

3.

in Laufbahnen des gehobenen nichttechnischen Dienstes der Besoldungsgruppe A 9, in Laufbahnen des gehobenen technischen Dienstes der Besoldungsgruppe A 10,

4.

in Laufbahnen des höheren Dienstes der Besoldungsgruppe A 13.


§ 21
Eingangsamt für Beamte in besonderen Laufbahnen

Das Eingangsamt in Sonderlaufbahnen, bei denen

1.

die Ausbildung mit einer gegenüber dem nichttechnischen oder technischen Verwaltungsdienst besonders gestalteten Prüfung abgeschlossen wird oder die Ablegung einer zusätzlichen Prüfung vorgeschrieben ist und

2.

im Eingangsamt Anforderungen gestellt werden, die bei sachgerechter Bewertung zwingend die Zuweisung des Eingangsamts zu einer anderen Besoldungsgruppe als nach § 20 erfordern,

kann einer höheren Besoldungsgruppe zugewiesen werden, in die gleichwertige Ämter eingereiht sind. Die Festlegung als Eingangsamt ist in den Besoldungsordnungen zu kennzeichnen.

§ 22
Beförderungsämter

Beförderungsämter dürfen grundsätzlich nur eingerichtet werden, wenn sie sich von den Ämtern der niedrigeren Besoldungsgruppe nach der Wertigkeit der zugeordneten Funktionen wesentlich abheben. § 16 Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.

§ 23
Obergrenzen für Beförderungsämter

(1) Bei der sachgerechten Bewertung der Funktionen der Beamten (§ 16 Abs. 1 Satz 1) dürfen die Anteile der Beförderungsämter die nachfolgenden Obergrenzen nicht überschreiten. Gebündelt bewertete Funktionen (§ 16 Abs. 1 Satz 2) sind anteilig im Verhältnis der Obergrenzen den Besoldungsgruppen zuzuordnen; soweit Beförderungsämter mit einer Amtszulage ausgestattet sind, sind diese in der Obergrenze der jeweiligen Besoldungsgruppe enthalten. Die Obergrenzen betragen

1.

im mittleren Dienst:

 

 

in der Besoldungsgruppe A 8

35 v. H.

 

in der Besoldungsgruppe A 9

10 v. H.

2.

im gehobenen Dienst:

 

 

in der Besoldungsgruppe A 11

30 v. H.

 

in der Besoldungsgruppe A 12

17 v. H.

 

in der Besoldungsgruppe A 13

8 v. H.

3.

im höheren Dienst:

 

 

in der Besoldungsgruppe A 15

25 v. H.

 

in der Besoldungsgruppe A 16

5 v. H.

(2) Abweichend von Absatz 1 werden für die nachstehend aufgeführten Laufbahnen hinsichtlich der Anteile der Beförderungsämter folgende Obergrenzen festgesetzt:

1.

in der Besoldungsgruppe A 9

 

 

mittlerer allgemeiner Vollzugsdienst bei den Justizvollzugsanstalten

33 v. H.

 

mittlerer Dienst der Steuerverwaltung

33 v. H.

 

mittlerer Polizeivollzugsdienst

55 v. H.

 

mittlerer technischer Dienst

15 v. H.

 

Gerichtsvollzieherdienst

35 v. H.

2.

in der Besoldungsgruppe A 11
gehobener technischer, naturwissenschaftlicher, agrar-, forst- und umweltbezogener Dienst

40 v. H.

3.

in der Besoldungsgruppe A 12

 

 

gehobener technischer Dienst

30 v. H.

 

gehobener Dienst der Steuerverwaltung

30 v. H.

4.

in der Besoldungsgruppe A 13

 

 

gehobener Polizeivollzugsdienst

10 v. H.

 

gehobener Dienst der Steuerverwaltung

10 v. H.

 

gehobener technischer Dienst

12 v. H.

 

Amtsanwaltsdienst

60 v. H.

5.

in der Besoldungsgruppe A 15

 

 

ärztlicher Dienst

25 v. H.

 

höherer technischer, naturwissenschaftlicher, agrar-, forst- und umweltbezogener Dienst

25 v. H.

 

höherer Dienst der Steuerverwaltung

40 v. H.

6.

in der Besoldungsgruppe A 16

 

 

ärztlicher Dienst

10 v. H.

 

höherer Polizeivollzugsdienst

10 v. H.

 

höherer technischer Dienst

10 v. H.

 

höherer Justizverwaltungsdienst bei den oberen Landesgerichten

10 v. H.

Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

(3) Überschreiten infolge von Veränderungen der Behördenstruktur oder von Verfahrensabläufen die Beförderungsämter die Obergrenzen nach den Absätzen 1 und 2, kann aus personalwirtschaftlichen Gründen die Neubewertung der die Obergrenzen überschreitenden Funktionen für einen Zeitraum von längstens vier Jahren ausgesetzt werden. Dies gilt entsprechend, wenn die Obergrenzen nach einer Fußnote zur Thüringer Besoldungsordnung A aus den gleichen Gründen überschritten werden. Nach sachgerechter Bewertung können die Anteile der Beförderungsämter ferner in besonders gelagerten Einzelfällen mit Zustimmung des für das Besoldungsrecht zuständigen Ministeriums die Obergrenzen nach den Absätzen 1 und 2 überschreiten.

(4) Die Obergrenzen dürfen nur ausgeschöpft werden, wenn dies nach sachgerechter Bewertung der Funktion im Einzelfall gerechtfertigt ist. Die Obergrenzen beziehen sich auf die Gesamtzahl aller Dienstposten bei einem Dienstherrn, im Bereich des Landes im nachgeordneten Geschäftsbereich einer obersten Landesbehörde in der jeweiligen Laufbahngruppe, im höheren Dienst auf die Gesamtzahl der nicht durch dieses Gesetz bewerteten Dienstposten. Ergeben sich bei der Berechnung der Obergrenzen Bruchteile, so sind diese unter 0,5 abzurunden und bei 0,5 und mehr aufzurunden. Werden Obergrenzen nach den Absätzen 1 und 2 auf die nachgeordneten Geschäftsbereiche der obersten Landesbehörden getrennt angewendet und ergibt sich in Anwendung des Satzes 3 ein Bruchteil von weniger als 0,5, kann abweichend von Satz 2 ein Beförderungsamt ausgebracht werden.

(5) Die Obergrenzen gelten nicht für Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise und Zweckverbände sowie für oberste Landesbehörden, Lehrer und sonstiges pädagogisches oder wissenschaftliches Personal an öffentlichen Schulen und Hochschulen sowie für Lehrkräfte an verwaltungsinternen Fachhochschulen. Die Obergrenzen gelten ferner nicht für die sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

§ 24
Bemessung des Grundgehalts

(1) Das Grundgehalt wird, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, nach der dienstlichen Erfahrung (Erfahrungsstufen) bemessen. Das Aufsteigen in den Erfahrungsstufen beginnt im Anfangsgrundgehalt der jeweiligen Besoldungsgruppe am Ersten des Monats, in dem der Beamte erstmals in ein Dienstverhältnis mit Dienstbezügen bei einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn eingestellt wird; bei Beamten, die nicht im Eingangsamt ihrer Laufbahn eingestellt werden, ist von der Besoldungsgruppe des jeweiligen Eingangsamtes auszugehen. Davor liegende Zeiten in einem hauptberuflichen privatrechtlichen Arbeitsverhältnis bei einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn sowie Zeiten eines Wehrdienstes oder Zivildienstes sind zu berücksichtigen. Zeiten vor der Einstellung in ein Beschäftigungsverhältnis bei einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn können mit bis zu insgesamt fünf Jahren berücksichtigt werden, sofern die in dieser Zeit ausgeübte Tätigkeit zur Ernennung geführt hat. Die Summe der Zeiten nach den Sätzen 3 und 4 wird auf volle Monate abgerundet. Die Entscheidung über das Vorliegen der Voraussetzungen des Satzes 4 trifft die zuständige oberste Dienstbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle.

(2) Das Grundgehalt steigt bis zur fünften Erfahrungsstufe im Abstand von zwei Jahren, bis zur neunten Erfahrungsstufe im Abstand von drei Jahren und darüber hinaus im Abstand von vier Jahren.

(3) Der Aufstieg in den Erfahrungsstufen wird um Zeiten ohne Anspruch auf Dienstbezüge hinausgeschoben. Dies gilt nicht für

1.

Zeiten einer Kinderbetreuung bis zu drei Jahren für jedes Kind,

2.

Zeiten der tatsächlichen Pflege von nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen nahen Angehörigen (Eltern, Schwiegereltern, Ehegatten, Geschwistern oder Kindern) bis zu drei Jahren für jeden nahen Angehörigen,

3.

Zeiten einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge, wenn die oberste Dienstbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle vor Beginn der Beurlaubung schriftlich anerkannt hat, dass der Urlaub dienstlichen Interessen oder öffentlichen Belangen dient,

4.

Zeiten eines Grundwehrdienstes oder Zivildienstes.

Zeiten nach Satz 1 werden auf volle Monate abgerundet.

(4) Der Beamte verbleibt in seiner bisherigen Erfahrungsstufe, solange er vorläufig des Dienstes enthoben ist. Führt ein Disziplinarverfahren nicht zur Entfernung aus dem Dienst oder endet das Dienstverhältnis nicht durch Entlassung auf Antrag des Beamten oder infolge strafgerichtlicher Verurteilung, so regelt sich das Aufsteigen im Zeitraum seiner vorläufigen Dienstenthebung nach Absatz 2.

(5) Die Berechnung und die Festsetzung des Zeitpunkts des Beginns des Aufsteigens in den Erfahrungsstufen sind dem Beamten schriftlich mitzuteilen.

§ 25
Öffentlich-rechtliche Dienstherrn

(1) Öffentlich-rechtliche Dienstherrn im Sinne dieses Gesetzes sind der Bund, die Länder, die Gemeinden (Gemeindeverbände) und andere Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts mit Ausnahme der öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften und ihrer Verbände. Satz 1 gilt auch für Einrichtungen in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, wenn sie auch im Geltungsbereich des Grundgesetzes juristische Personen des öffentlichen Rechts gewesen wären. § 30 des Bundesbesoldungsgesetzes in der am 31. August 2006 geltenden Fassung findet Anwendung.

(2) Der Tätigkeit im Dienst eines öffentlich-rechtlichen Dienstherrn steht für Staatsangehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Union die ausgeübte gleichartige Tätigkeit im öffentlichen Dienst einer Einrichtung der Europäischen Union oder im öffentlichen Dienst eines Mitgliedstaats der Europäischen Union gleich. Dies gilt auch für die von Spätaussiedlern ausgeübte gleichartige Tätigkeit im Dienst eines öffentlich-rechtlichen Dienstherrn ihres Herkunftslandes.

Dritter Unterabschnitt

Bestimmungen für Hochschullehrer sowie
hauptberufliche Leiter und Mitglieder
von Leitungsgremien an Hochschulen

§ 26
Besoldungsordnung W

Die Ämter der Hochschullehrer (Professoren und Juniorprofessoren) und ihre Besoldungsgruppen sind in der Besoldungsordnung W (Anlage 2) geregelt. Die Grundgehaltssätze sind in der Anlage 5 ausgewiesen. Die Sätze 1 und 2 gelten auch für hauptberufliche Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen, die nicht Hochschullehrer sind.

§ 27
Leistungsbezüge

In den Besoldungsgruppen W 2 und W 3 werden nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen neben dem als Mindestbezug gewährten Grundgehalt variable Leistungsbezüge vergeben

1.

aus Anlass von Berufungs- und Bleibeverhandlungen (Berufungs- oder Bleibe-Leistungsbezüge),

2.

für besondere Leistungen in Forschung, Lehre, Kunst, Weiterbildung, Nachwuchsförderung oder Krankenversorgung (besondere Leistungsbezüge) sowie

3.

für die Wahrnehmung von Funktionen oder besonderen Aufgaben im Rahmen der Hochschulselbstverwaltung oder der Hochschulleitung (Funktions-Leistungsbezüge).

Satz 1 Nr. 3 gilt auch für Juniorprofessoren, die nebenamtlich besondere Aufgaben im Rahmen der Hochschulselbstverwaltung oder der Hochschulleitung wahrnehmen.

§ 28
Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge

(1) Berufungs-Leistungsbezüge können bei der Berufung in ein Amt der Besoldungsgruppen W 2 oder W 3 gewährt werden. Bleibe-Leistungsbezüge können gewährt werden, um die Abwanderung eines Professors aus dem Landesdienst zu verhindern. Berufungs- oder Bleibe-Leistungsbezüge können befristet oder unbefristet oder als Einmalzahlung vergeben werden. Einmalzahlungen dürfen für den gleichen Sachverhalt nicht mehrfach vergeben werden. Berufungs- oder Bleibe-Leistungsbezüge können an den Anpassungen der Besoldung nach § 14 teilnehmen. Bei ihrer Gewährung kann festgelegt werden, dass sie zurückzuzahlen sind, wenn der Professor innerhalb von drei Jahren seit Gewährung dieser Leistungsbezüge den Landesdienst verlässt.

(2) Ein neuer oder höherer Berufungs-Leistungsbezug soll bei einem Ruf zu einer Thüringer Hochschule oder innerhalb einer Hochschule frühestens nach Ablauf von drei Jahren seit der letzten Gewährung aus einem solchen Anlass gewährt werden. Die Gewährung von Bleibe-Leistungsbezügen setzt voraus, dass der Professor das Einstellungsinteresse eines anderen Dienstherrn oder Arbeitgebers nachweist. Bei der Gewährung von Bleibe-Leistungsbezügen sollen Vorteile aus dem nicht erforderlichen Ortswechsel berücksichtigt werden.

§ 29
Besondere Leistungsbezüge

Besondere Leistungsbezüge können für besondere Leistungen, die in der Regel über mehrere Jahre in den Bereichen Forschung, Lehre, Kunst, Weiterbildung, Nachwuchsförderung oder Krankenversorgung erbracht werden, gewährt werden. Besondere Leistungsbezüge sind als Einmalzahlung oder als monatliche Zahlungen für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren, in besonderen Fällen bis zu acht Jahren, befristet zu gewähren. Sie dürfen nicht für Tatbestände gewährt werden, für die eine Zulage nach § 33 gewährt wird. Besondere Leistungsbezüge können an den Anpassungen der Besoldung nach § 14 teilnehmen.

§ 30
Funktions-Leistungsbezüge

(1) Inhaber von Ämtern der Besoldungsgruppen W 2 und W 3, die hauptamtlich Funktionen der Hochschulleitung oder der vorläufigen Hochschulleitung nach § 31 Abs. 2 und 6 des Thüringer Hochschulgesetzes (ThürHG) wahrnehmen, erhalten für die Dauer der Wahrnehmung dieser Aufgaben einen Funktions-Leistungsbezug in Höhe des sich aus Anlage 8 Tabelle 4 ergebenden Vomhundertsatzes des Grundgehalts. Wenn an der Gewinnung des Beamten für eine Funktion nach Satz 1 ein besonderes dienstliches Interesse besteht und der Beamte zuvor ein dem Grundgehalt und den Funktions-Leistungsbezügen nach Satz 1 vergleichbares oder höheres Einkommen bezogen hat, kann der sich aus Anlage 8 Tabelle 4 ergebende Vomhundertsatz des Grundgehalts überschritten werden; § 31 bleibt unberührt. Der sich aus Anlage 8 Tabelle 4 ergebende Vomhundertsatz des Grundgehalts kann ferner in besonders gelagerten Ausnahmefällen mit Zustimmung des für das Besoldungsrecht zuständigen Ministeriums überschritten werden. Funktions-Leistungsbezüge nach den Sätzen 1 bis 3 nehmen an den Anpassungen der Besoldung nach § 14 teil. Die gleichzeitige Gewährung von Funktions-Leistungsbezügen nach Satz 1 und weiteren Leistungsbezügen ist ausgeschlossen.

(2) Funktions-Leistungsbezüge können auch für weitere Funktionen der Hochschulleitung gewährt werden. Sie können ferner für die Wahrnehmung von weiteren besonderen Aufgaben der Hochschulselbstverwaltung gewährt werden. Bei Professoren, die in einem gemeinsamen Berufungsverfahren nach § 78 Abs. 7 ThürHG berufen wurden, können die Funktions-Leistungsbezüge auch für die Übernahme von Leitungsfunktionen in einer Forschungs- oder medizinischen Einrichtung gewährt werden, sofern hierfür Mittel Dritter bereitgestellt werden. Bei der Bemessung der Funktions-Leistungsbezüge nach den Sätzen 1 und 2 sind unter Beachtung der Grundsätze des § 16 Abs. 1 insbesondere die im Einzelfall mit der Aufgabe verbundene Verantwortung und Belastung sowie die Bedeutung der Funktion im Vergleich zu den Funktionen des Absatzes 1 zu berücksichtigen.

(3) Funktions-Leistungsbezüge nach Absatz 1 Satz 2 und 3 und nach Absatz 2 können ganz oder teilweise erfolgsabhängig gewährt werden.

§ 31
Höhe der Leistungsbezüge

Leistungsbezüge dürfen den Unterschiedsbetrag zwischen den Grundgehältern der Besoldungsgruppe W 3 und der Besoldungsgruppe B 10 übersteigen, wenn dies erforderlich ist, um den Professor aus dem Bereich außerhalb der deutschen Hochschulen zu gewinnen oder um die Abwanderung des Professors in den Bereich außerhalb der deutschen Hochschulen abzuwenden. Leistungsbezüge dürfen den Unterschiedsbetrag zwischen den Grundgehältern der Besoldungsgruppe W 3 und der Besoldungsgruppe B 10 ferner übersteigen, wenn der Professor bereits an seiner bisherigen Hochschule Leistungsbezüge erhält, die den Unterschiedsbetrag zwischen den Grundgehältern der Besoldungsgruppe W 3 und der Besoldungsgruppe B 10 erreichen oder übersteigen und dies erforderlich ist, um den Professor für eine Thüringer Hochschule zu gewinnen oder seine Abwanderung an eine andere deutsche Hochschule zu verhindern. Die Sätze 1 und 2 gelten mit Zustimmung des für das Besoldungsrecht zuständigen Ministeriums entsprechend für hauptberufliche Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen.

§ 32
(aufgehoben)

§ 33
Forschungs- und Lehrzulage

(1) Hochschullehrern, die Mittel Dritter für Forschungs- und Lehrvorhaben der Hochschule einwerben und diese Vorhaben durchführen, kann aus diesen Mitteln eine nicht ruhegehaltsfähige Zulage gewährt werden, soweit der Drittmittelgeber dem zugestimmt hat. Eine Zulage darf nur gewährt werden, soweit neben den übrigen Kosten des Forschungs- oder Lehrvorhabens auch die Zulagenbeträge durch die Drittmittel gedeckt sind. Eine Zulage für die Durchführung von Lehrvorhaben darf nur vergeben werden, wenn die entsprechende Lehrtätigkeit des Hochschullehrers nicht auf seine Regellehrverpflichtung angerechnet wird.

(2) In einem Kalenderjahr dürfen an einen Hochschullehrer Forschungs- und Lehrzulagen höchstens bis zu 100 v. H. seines jährlichen Grundgehalts nach der Besoldungsordnung W bewilligt werden. Bei einem Wechsel der Besoldungsgruppe während des Kalenderjahrs ist die höhere Besoldungsgruppe maßgebend. Besteht für die Bindung eines Forschungsvorhabens an eine Hochschule des Landes ein besonderes Landesinteresse, kann der in Satz 1 festgelegte Höchstbetrag überschritten werden.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für künstlerische Entwicklungsvorhaben entsprechend.

§ 34
Verordnungsermächtigung

Das für das Hochschulwesen zuständige Ministerium regelt im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium und im Benehmen mit dem für das Hochschulwesen zuständigen Fachausschuss des Landtags durch Rechtsverordnung die Grundsätze, das Verfahren und die Zuständigkeit sowie die Voraussetzungen und die Kriterien für die Vergabe von Leistungsbezügen und von Forschungs- und Lehrzulagen nach den §§ 27 und 33.

Vierter Unterabschnitt

Bestimmungen für Richter und Staatsanwälte

§ 35
Besoldungsordnung R

Die Ämter der Richter und Staatsanwälte und ihre Besoldungsgruppen sind in der Besoldungsordnung R (Anlage 3) geregelt. Die Grundgehaltssätze der Besoldungsgruppen sind in der Anlage 5 ausgewiesen.

§ 36
Bemessung des Grundgehalts

Das Grundgehalt wird, soweit die Besoldungsordnung nicht feste Gehälter vorsieht, nach der dienstlichen Erfahrung (Erfahrungsstufen) bemessen. Das Grundgehalt steigt bis zum Erreichen des Endgrundgehalts im Abstand von zwei Jahren. § 24 Abs. 1 und 3 bis 5 gilt entsprechend.

Dritter Abschnitt

Familienzuschlag

§ 37

Grundlage des Familienzuschlags

(1) Der Familienzuschlag wird nach Anlage 6 gewährt. Seine Höhe richtet sich nach der Besoldungsgruppe und der Anzahl der Stufen, die den Familienverhältnissen des Beamten oder Richters entsprechen. Für Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst (Anwärter) ist die Besoldungsgruppe des Eingangsamtes maßgebend, in das der Anwärter nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes unmittelbar eintritt.

(2) Bei ledigen Beamten, die aufgrund dienstlicher Verpflichtung in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnen, wird der in Anlage 6 ausgebrachte Betrag auf das Grundgehalt angerechnet.

§ 38

Stufen des Familienzuschlags

(1) Die Stufe 1 erhalten

1.

verheiratete Beamte und Richter,

2.

verwitwete Beamte und Richter,

3.

geschiedene Beamte und Richter sowie Beamte und Richter, deren Ehe aufgehoben oder für nichtig erklärt ist, wenn sie aus der Ehe zum Unterhalt verpflichtet sind,

4.

andere Beamte und Richter, die ein Kind nicht nur vorübergehend in ihre Wohnung aufgenommen haben, für das ihnen Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz oder nach dem Bundeskindergesetz zusteht oder ohne Berücksichtigung der §§ 64 und 65 des Einkommensteuergesetzes oder der §§ 3 und 4 des Bundeskindergeldgesetzes zustehen würde, sowie andere Beamte und Richter, die eine Person nicht nur vorübergehend in ihre Wohnung aufgenommen haben, weil sie aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen ihrer Hilfe bedürfen; als in die Wohnung aufgenommen gilt ein Kind auch dann, wenn der Beamte oder Richter es auf seine Kosten anderweitig untergebracht hat, ohne dass dadurch die häusliche Verbindung mit ihm aufgehoben werden soll; beanspruchen mehrere nach dieser oder einer entsprechenden bundes- oder landesrechtlichen Bestimmung Anspruchsberechtigte oder aufgrund einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst Versorgungsberechtigte wegen der Aufnahme einer anderen Person oder mehrerer anderer Personen in die gemeinsam bewohnte Wohnung oder derselben Person in jeweils ihre Wohnungen einen Familienzuschlag der Stufe 1 oder eine entsprechende Leistung, wird der Betrag der Stufe 1 des für den Beamten oder Richter maßgebenden Familienzuschlags nach der Zahl der Berechtigten anteilig gewährt.

(2) Die Stufe 2 und die folgenden Stufen erhalten die Beamten und Richter, denen Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz oder nach dem Bundeskindergeldgesetz zusteht oder ohne Berücksichtigung § 64 oder § 65 des Einkommensteuergesetzes oder des § 3 oder § 4 des Bundeskindergeldgesetzes zustehen würde. Dies gilt auch für Beamte und Richter, die Kinder ihres eingetragenen Lebenspartners in ihren Haushalt aufgenommen haben; § 32 Abs. 3 bis 5 des Einkommensteuergesetzes gilt entsprechend. Die Anzahl der Stufen richtet sich nach der Anzahl der berücksichtigungsfähigen Kinder.

(3) Steht der Ehegatte eines Beamten oder Richters als Beamter, Richter, Soldat oder tariflich Beschäftigter im öffentlichen Dienst oder ist er aufgrund einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst nach beamtenrechtlichen Grundsätzen versorgungsberechtigt und stünde ihm ebenfalls der Familienzuschlag der Stufe 1 oder eine entsprechende Leistung in Höhe von mindestens der Hälfte des Höchstbetrags der Stufe 1 des Familienzuschlags zu, so erhält der Beamte oder Richter den Betrag der Stufe 1 des für ihn maßgebenden Familienzuschlags zur Hälfte; dies gilt auch für die Zeit, für die der Ehegatte Mutterschaftsgeld bezieht. § 6 Abs. 1 findet auf den Betrag keine Anwendung, wenn einer der Ehegatten vollbeschäftigt oder nach beamtenrechtlichen Grundsätzen versorgungsberechtigt ist oder beide Ehegatten teilzeitbeschäftigt sind und dabei zusammen mindestens die Regelarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten erreichen.

(4) Stünde neben dem Beamten oder Richter einer anderen Person, die im öffentlichen Dienst steht oder aufgrund einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst nach beamtenrechtlichen Grundsätzen oder nach einer Ruhelohnordnung versorgungsberechtigt ist, der Familienzuschlag nach Stufe 2 oder einer der folgenden Stufen zu, so wird dieser dem Beamten oder Richter gewährt, wenn und soweit ihm das Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz oder nach dem Bundeskindergeldgesetz gewährt wird oder ohne Berücksichtigung des § 65 des Einkommensteuergesetzes oder des § 4 des Bundeskindergeldgesetzes vorrangig zu gewähren wäre; dem Familienzuschlag nach Stufe 2 oder einer der folgenden Stufen stehen vergleichbare Leistungen oder das Mutterschaftsgeld gleich. Auf das Kind entfällt derjenige Betrag, der sich aus der für die Anwendung des Einkommensteuergesetzes oder des Bundeskindergeldgesetzes maßgebenden Reihenfolge der Kinder ergibt. § 6 Abs. 1 findet auf den Betrag keine Anwendung, wenn einer der Anspruchsberechtigten im Sinne des Satzes 1 vollbeschäftigt oder nach beamtenrechtlichen Grundsätzen versorgungsberechtigt ist oder mehrere Anspruchsberechtigte teilzeitbeschäftigt sind und dabei zusammen mindestens die Regelarbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten erreichen.

(5) Öffentlicher Dienst im Sinne der Absätze 1, 3 und 4 ist die Tätigkeit im Dienste eines Landes, des Bundes, einer Gemeinde oder anderer Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts oder der Verbände von solchen; ausgenommen ist die Tätigkeit bei öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften oder ihren Verbänden, sofern nicht bei organisatorisch selbständigen Einrichtungen, insbesondere bei Schulen, Hochschulen, Krankenhäusern, Kindergärten, Altersheimen, die Voraussetzungen des Satzes 3 erfüllt sind. Dem öffentlichen Dienst steht die Tätigkeit im Dienst einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung gleich, an der eine der in Satz 1 bezeichneten Körperschaften oder einer der dort bezeichneten Verbände durch Zahlung von Beiträgen oder Zuschüssen oder in anderer Weise beteiligt ist. Dem öffentlichen Dienst steht ferner gleich die Tätigkeit im Dienst eines sonstigen Arbeitgebers, der die in Besoldungsgesetzen über Familienzuschläge getroffenen Regelungen oder vergleichbare Regelungen anwendet, wenn das Land oder eine der in Satz 1 bezeichneten Körperschaften oder Verbände durch Zahlung von Beiträgen oder Zuschüssen oder in anderer Weise beteiligt ist. Die Entscheidung, ob die Voraussetzungen der Sätze 2 und 3 erfüllt sind, trifft das für das Besoldungsrecht zuständige Ministerium oder die von ihm bestimmte Stelle.

(6) Die Bezügestellen des öffentlichen Dienstes (Absatz 5) dürfen die zur Durchführung dieser Bestimmung erforderlichen personenbezogenen Daten erheben und untereinander austauschen.

§ 39

Änderung des Familienzuschlags

Der Familienzuschlag wird vom Ersten des Monats an gezahlt, in den das hierfür maßgebende Ereignis fällt. Er wird nicht mehr gezahlt für den Monat, in dem die Anspruchsvoraussetzungen an keinem Tage vorgelegen haben. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für die Zahlung von Teilbeträgen der Stufen des Familienzuschlags.

Vierter Abschnitt

Sonstige Besoldungsbestandteile

§ 40

Amtszulagen und Stellenzulagen

(1) Für herausgehobene Funktionen können Amtszulagen und Stellenzulagen vorgesehen werden. Sie dürfen 75 v. H. des Unterschiedsbetrags zwischen dem Endgrundgehalt der Besoldungsgruppe des Beamten oder Richters und dem Endgrundgehalt der nächsthöheren Besoldungsgruppe nicht übersteigen, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

(2) Die Amtszulagen sind unwiderruflich. Sie gelten als Bestandteil des Grundgehalts.

(3) Die Stellenzulagen dürfen nur für die Dauer der Wahrnehmung der herausgehobenen Funktion gewährt werden. Sie sind widerruflich und nur ruhegehaltfähig, wenn dies gesetzlich bestimmt ist.

§ 41

Ausgleichszulage

(1) Verringern sich außer in den Fällen des § 42 die Dienstbezüge eines Beamten aus dienstlichen Gründen, erhält er eine Ausgleichszulage. Sie wird in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen seinen jeweiligen Dienstbezügen und den Dienstbezügen gewährt, die ihm in seiner bisherigen Verwendung zugestanden hätten; Veränderungen in der besoldungsrechtlichen Bewertung bleiben unberücksichtigt. Der Wegfall einer Stellenzulage wird nur ausgeglichen, wenn der Beamte mindestens fünf Jahre ununterbrochen zulageberechtigend verwendet worden ist. Eine Unterbrechung ist unschädlich, wenn sie wegen öffentlicher Belange oder aus zwingenden dienstlichen Gründen geboten ist und die Dauer eines Jahres nicht überschreitet. Die Dauer der Unterbrechung ist nicht auf die Frist nach Satz 3 anzurechnen. Die Ausgleichszulage wird Beamten auf Zeit nur für die restliche Amtszeit gewährt. Die Ausgleichszulage vermindert sich nach Ablauf eines Jahres jeweils um 20 v. H. des Ausgangsbetrags, soweit sie für Stellenzulagen gezahlt wird. Die Ausgleichszulage wird nicht ausgezahlt, wenn der Auszahlungsbetrag 5 Euro nicht übersteigt.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend für Richter und wenn ein Ruhegehaltempfänger erneut in ein Beamten- oder Richterverhältnis berufen wird und seine neuen Dienstbezüge geringer sind als die Dienstbezüge, die er bis zu seiner Zurruhesetzung bezogen hat. Absatz 1 gilt nicht, wenn in der neuen Verwendung Auslandsbesoldung gezahlt wird.

(3) Dienstbezüge im Sinne dieser Bestimmung sind Grundgehalt, Amts- und Stellenzulagen. Zu den Dienstbezügen rechnen auch Überleitungszulagen und Ausgleichszulagen, soweit sie wegen des Wegfalls oder der Verminderung von Dienstbezügen nach Satz 1 gewährt werden.

§ 42

Ausgleichszulage bei Dienstherrnwechsel

(1) Wird ein Beamter oder Richter auf seinen Antrag oder aufgrund einer erfolgreichen Bewerbung in den Geltungsbereich dieses Gesetzes versetzt und verringern sich aus diesem Grund seine Dienstbezüge, kann er eine Ausgleichszulage erhalten, wenn für die Gewinnung ein dienstliches Bedürfnis besteht. Sie wird in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen seinen erstmaligen Dienstbezügen im Geltungsbereich dieses Gesetzes und den Dienstbezügen gewährt, die ihm in seiner bisherigen Verwendung zugestanden haben. Die Ausgleichszulage vermindert sich bei jeder Erhöhung der Dienstbezüge oder der Versorgungsbezüge um die Hälfte der Bezügeerhöhung. § 41 Abs. 1 Satz 8 gilt entsprechend.

(2) Dienstbezüge im Sinne dieser Bestimmung sind das Grundgehalt, Amtszulagen, Stellenzulagen und der Familienzuschlag. Die Verringerung einer anderen als der allgemeinen Stellenzulage wird nur ausgeglichen, wenn sie auch in der bisherigen Verwendung zugestanden hat.

(3) Die Entscheidung über die Gewährung der Ausgleichszulage bei Dienstherrnwechsel trifft die oberste Dienstbehörde.

§ 43

Erschwerniszulagen

Die Landesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Gewährung von Zulagen zur Abgeltung besonderer, bei der Bewertung des Amts oder bei der Regelung der Anwärterbezüge nicht berücksichtigter Erschwernisse (Erschwerniszulagen) zu regeln. Die Erschwerniszulagen sind widerruflich und nicht ruhegehaltfähig. Es kann bestimmt werden, inwieweit mit der Gewährung von Erschwerniszulagen ein besonderer Aufwand des Beamten oder Richters mit abgegolten ist.

§ 44

Mehrarbeitsvergütung

Die Landesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Gewährung einer Mehrarbeitsvergütung (§ 59 Abs. 4 ThürBG) für Beamte zu regeln, soweit die Mehrarbeit nicht durch Dienstbefreiung ausgeglichen wird. Die Vergütung darf nur für Beamte in Bereichen vorgesehen werden, in denen nach Art der Dienstverrichtung eine Mehrarbeit messbar ist. Die Höhe der Vergütung ist nach dem Umfang der tatsächlich geleisteten Mehrarbeit festzusetzen und unter Zusammenfassung von Besoldungsgruppen zu staffeln.

§ 45

Vergütung für Beamte im Vollstreckungsdienst

(1) Die Landesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Gewährung einer Vergütung für Gerichtsvollzieher und andere im Vollstreckungsdienst tätige Beamte zu regeln. Maßstab für die Festsetzung der Vergütung sind die vereinnahmten Gebühren oder Beträge. Für die Vergütung können Höchstsätze für die einzelnen Vollstreckungsaufträge sowie für das Kalenderjahr festgesetzt werden. Ein Teil der Vergütung kann für ruhegehaltfähig erklärt werden. Es kann bestimmt werden, inwieweit mit der Vergütung ein besonderer Aufwand des Beamten mit abgegolten ist.

(2) Bis zum Inkrafttreten einer landesrechtlichen Regelung findet die Vollstreckungsvergütungsverordnung in der Fassung vom 6. Januar 2003 (BGBl. I S. 8) Anwendung.

(3) Das für das Gerichtsvollzieherwesen zuständige Ministerium wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung die Abgeltung der den Gerichtsvollziehern für die Verpflichtung zur Einrichtung und Unterhaltung eines Büros entstehenden Kosten zu regeln.

§ 46

Sonderzuschläge zur Sicherung der Funktions- und
Wettbewerbsfähigkeit

(1) Zur Sicherung der Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit dürfen nicht ruhegehaltfähige Sonderzuschläge gewährt werden, wenn ein bestimmter Dienstposten andernfalls insbesondere im Hinblick auf die fachliche Qualifikation sowie die Bedarfs- und Bewerberlage nicht anforderungsgerecht besetzt werden kann und die Deckung des Personalbedarfs dies im konkreten Fall erfordert. Unter den Voraussetzungen des Satzes 1 gilt dies auch, um die Abwanderung eines Beamten oder Richters aus dem Bereich eines Dienstherrn im Geltungsbereich dieses Gesetzes zu verhindern. Der Beamte oder Richter hat das Einstellungsinteresse eines anderen Arbeitgebers glaubhaft zu machen oder, im Falle eines anderen Dienstherrn, in Schriftform vorzulegen.

(2) Der Sonderzuschlag darf monatlich 10 v. H. des Anfangsgrundgehalts der entsprechenden Besoldungsgruppe nicht übersteigen. Grundgehalt und Sonderzuschlag dürfen zusammen das Endgrundgehalt nicht übersteigen. Bei Beamten der Besoldungsgruppe W 1 darf der Sonderzuschlag monatlich 10 v. H. des Grundgehalts der Besoldungsgruppe nicht übersteigen. Der Sonderzuschlag wird, wenn nichts anderes bestimmt ist, in fünf Schritten um jeweils 20 v. H. seines Ausgangsbetrags jährlich verringert, erstmals ein Jahr nach dem Entstehen des Anspruchs. Abweichend von Satz 4 kann der Sonderzuschlag auch befristet bis zu drei Jahren gewährt werden; ergänzend kann dann festgelegt werden, dass er aufgrund einer Beförderung auch vor Ablauf der Befristung wegfällt. Der Sonderzuschlag kann rückwirkend höchstens für drei Monate gewährt werden. Er kann nach vollständigem Wegfall erneut gewährt werden, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 wieder oder noch vorliegen. § 6 Abs. 1 gilt entsprechend.

(3) Die Entscheidung über die Gewährung von Sonderzuschlägen trifft die oberste Dienstbehörde im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium.

§ 47

(aufgehoben)

§ 48

Andere Zulagen und Vergütungen

Andere als die in diesem Abschnitt geregelten Zulagen und Vergütungen dürfen nur gewährt werden, soweit dies gesetzlich bestimmt ist. Vergütungen für Nebentätigkeiten im öffentlichen Dienst bleiben unberührt.

Fünfter Abschnitt

Auslandsbesoldung

§ 49

Auslandsbesoldung

Beamte und Richter, die im Ausland verwendet werden, erhalten neben den Dienstbezügen, die ihnen bei einer Verwendung im Inland zustehen, Auslandsdienstbezüge, Kaufkraftausgleich und Auslandsverwendungszuschlag (Auslandsbesoldung) in entsprechender Anwendung der für Bundesbeamte geltenden Bestimmungen. Auslandsbesoldung kann auch bei einer Verwendung nach § 20 BeamtStG im Ausland gewährt werden. Die Beträge des Auslandszuschlags sind in Anlage 10 ausgewiesen.

Sechster Abschnitt

Anwärterbezüge

§ 50

Anwärterbezüge

(1) Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst (Anwärter) erhalten Anwärterbezüge.

(2) Zu den Anwärterbezügen gehören der Anwärtergrundbetrag nach Anlage 7 und die Anwärtersonderzuschläge. Daneben werden der Familienzuschlag und die vermögenswirksamen Leistungen gewährt. Zulagen und Vergütungen werden nur gewährt, wenn dies gesetzlich besonders bestimmt ist.

(3) Anwärter, die bei einer von ihnen selbst gewählten Stelle im Ausland ausgebildet werden, erhalten keine Auslandsdienstbezüge. Die für Bundesbeamte geltenden Bestimmungen über den Kaufkraftausgleich gelten mit der Maßgabe, dass mindestens die Bezüge nach Absatz 2 verbleiben.

(4) Für Anwärter, die im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes ein Studium ableisten, kann die Gewährung der Anwärterbezüge von der Erfüllung von Auflagen abhängig gemacht werden.

§ 51

Anwärterbezüge nach Ablegung der Laufbahnprüfung

Endet das Beamtenverhältnis eines Anwärters kraft Rechtsvorschrift oder allgemeiner Verwaltungsanordnung mit dem Bestehen oder endgültigen Nichtbestehen der Laufbahnprüfung, werden die Anwärterbezüge und der Familienzuschlag für die Zeit nach Ablegung der Prüfung bis zum Ende des laufenden Monats weitergewährt. Wird bereits vor diesem Zeitpunkt ein Anspruch auf Bezüge aus einer hauptberuflichen Tätigkeit bei einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn (§ 25 Abs. 1) oder bei einer Ersatzschule erworben, so werden die Anwärterbezüge und der Familienzuschlag nur bis zum Tage vor Beginn dieses Anspruchs belassen.

§ 52

Anwärtersonderzuschläge

(1) Besteht ein erheblicher Mangel an qualifizierten Bewerbern, kann das für das Besoldungsrecht zuständige Ministerium oder die von ihm bestimmte Stelle Anwärtersonderzuschläge gewähren. Sie sollen 70 v. H. des Anwärtergrundbetrags nicht übersteigen; sie dürfen höchstens 100 v. H. des Anwärtergrundbetrags betragen.

(2) Anspruch auf Anwärtersonderzuschläge besteht nur, wenn der Anwärter

1.

nicht vor dem Abschluss des Vorbereitungsdienstes oder wegen schuldhaften Nichtbestehens der Laufbahnprüfung ausscheidet und

2.

nach Bestehen der Laufbahnprüfung mindestens fünf Jahre als Beamter im öffentlichen Dienst (§ 25) in der Laufbahn verbleibt, für die er die Befähigung erworben hat, oder, wenn das Beamtenverhältnis nach Bestehen der Laufbahnprüfung endet, in derselben Laufbahn in ein neues Beamtenverhältnis im öffentlichen Dienst (§ 25) für mindestens die gleiche Zeit eintritt.

(3) Werden die in Absatz 2 genannten Voraussetzungen aus Gründen, die der Beamte oder frühere Beamte zu vertreten hat, nicht erfüllt, ist der Anwärtersonderzuschlag in voller Höhe zurückzuzahlen. Der Rückzahlungsbetrag vermindert sich für jedes nach Bestehen der Laufbahnprüfung abgeleistete Dienstjahr um jeweils ein Fünftel. § 13 bleibt unberührt.

§ 53

Anrechnung anderer Einkünfte

(1) Erhalten Anwärter ein Entgelt für eine Nebentätigkeit innerhalb oder für eine genehmigungspflichtige Nebentätigkeit außerhalb des öffentlichen Dienstes, so wird das Entgelt auf die Anwärterbezüge angerechnet, soweit es diese übersteigt. Als Anwärtergrundbetrag werden jedoch mindestens 30 v. H. des Anfangsgrundgehalts der Eingangsbesoldungsgruppe der Laufbahn gewährt.

(2) Hat der Anwärter einen arbeitsrechtlichen Anspruch auf ein Entgelt für eine in den Ausbildungsrichtlinien vorgeschriebene Tätigkeit außerhalb des öffentlichen Dienstes, so wird das Entgelt auf die Anwärterbezüge angerechnet, soweit die Summe von Entgelt, Anwärterbezügen und Familienzuschlag die Summe von Grundgehalt und Familienzuschlag übersteigt, die einem Beamten mit gleichem Familienstand im Eingangsamt der entsprechenden Laufbahn in der ersten Stufe zusteht.

(3) Übt ein Anwärter gleichzeitig eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst mit mindestens der Hälfte der dafür geltenden regelmäßigen Arbeitszeit aus, gilt § 5 entsprechend.

§ 54

Kürzung der Anwärterbezüge

(1) Die oberste Dienstbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle kann den Anwärtergrundbetrag bis auf 30 v. H. des Grundgehalts, das einem Beamten der entsprechenden Laufbahn in der ersten Stufe zusteht, herabsetzen, wenn der Anwärter die vorgeschriebene Laufbahnprüfung nicht bestanden hat oder sich die Ausbildung aus einem vom Anwärter zu vertretenden Grund verzögert.

(2) Von der Kürzung ist bei Verlängerung des Vorbereitungsdienstes infolge genehmigten Fernbleibens oder Rücktritts von der Prüfung oder in besonderen Härtefällen abzusehen.

(3) Wird eine Zwischenprüfung nicht bestanden oder ein sonstiger Leistungsnachweis nicht erbracht, so ist die Kürzung auf den sich daraus ergebenden Zeitraum der Verlängerung des Vorbereitungsdienstes zu beschränken.

§ 55

Unterrichtsvergütung für Lehramtsanwärter

Das für das Schulwesen zuständige Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium die Gewährung einer Unterrichtsvergütung für Lehramtsanwärter zu regeln. Die Unterrichtsvergütung darf nur vorgesehen werden, soweit der Anwärter über zehn Wochenstunden Ausbildungsunterricht oder selbstständigen Unterricht hinaus selbstständig Unterricht erteilt. Die Unterrichtsvergütung darf zusammen mit dem Anwärtergrundbetrag das Anfangsgehalt (Grundgehalt der ersten Stufe und Familienzuschlag) des Amtes nicht übersteigen, das dem Lehramtsanwärter nach erfolgreichem Abschluss des Vorbereitungsdienstes und bestandener Prüfung im Beamtenverhältnis auf Probe übertragen werden soll.

Siebenter Abschnitt

Vermögenswirksame Leistungen

§ 56

Vermögenswirksame Leistungen

(1) Beamte und Richter erhalten vermögenswirksame Leistungen nach dem Fünften Vermögensbildungsgesetz in der Fassung vom 4. März 1994 (BGBl. I S. 406) in der jeweils geltenden Fassung.

(2) Vermögenswirksame Leistungen werden für die Kalendermonate gewährt, in denen dem Berechtigten Dienstbezüge oder Anwärterbezüge zustehen und er diese Bezüge erhält.

(3) Der Anspruch auf die vermögenswirksamen Leistungen entsteht frühestens für den Kalendermonat, in dem der Berechtigte die nach § 59 Abs. 1 erforderlichen Angaben mitteilt, und für die beiden vorangegangenen Monate desselben Kalenderjahrs.

§ 57

Höhe der vermögenswirksamen Leistungen

(1) Die vermögenswirksame Leistung beträgt monatlich 6,65 Euro.

(2) Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst, deren Anwärterbezüge nebst Familienzuschlag der Stufe 1 971,45 Euro monatlich nicht erreichen, erhalten monatlich 13,29 Euro.

(3) Für die Höhe der vermögenswirksamen Leistungen sind die Verhältnisse am Ersten des Kalendermonats maßgebend. Wird das Dienstverhältnis nach dem Ersten des Kalendermonats begründet, ist für diesen Monat der Tag des Beginns des Dienstverhältnisses maßgebend.

(4) Die vermögenswirksame Leistung ist bis zum Ablauf der auf den Monat der Mitteilung nach § 59 Abs. 1 folgenden drei Kalendermonate, danach monatlich im Voraus zu zahlen.

§ 58

Konkurrenzen

(1) Die vermögenswirksame Leistung wird dem Berechtigten im Kalendermonat nur einmal gewährt.

(2) Bei mehreren Dienstverhältnissen ist das Dienstverhältnis maßgebend, aus dem der Berechtigte einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen hat. Sind solche Leistungen für mehrere Dienstverhältnisse vorgesehen, sind sie aus dem zuerst begründeten Verhältnis zu zahlen.

(3) Erreicht die vermögenswirksame Leistung nach Absatz 2 nicht den Betrag nach § 57, ist der Unterschiedsbetrag aus dem anderen Dienstverhältnis zu zahlen.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend für vermögenswirksame Leistungen aus einem anderen Rechtsverhältnis, auch wenn die Regelungen im Einzelnen nicht übereinstimmen.

§ 59

Anlage der vermögenswirksamen Leistungen

(1) Der Berechtigte teilt seiner Dienststelle oder der nach Landesrecht bestimmten Stelle schriftlich die Art der gewählten Anlage mit und gibt hierbei, soweit dies nach der Art der Anlage erforderlich ist, das Unternehmen oder Institut mit der Nummer des Kontos an, auf das die Leistung eingezahlt werden soll.

(2) Für die vermögenswirksamen Leistungen nach diesem Gesetz und die vermögenswirksame Anlage von Teilen der Bezüge nach dem Fünften Vermögensbildungsgesetz soll der Berechtigte möglichst dieselbe Anlageart und dasselbe Unternehmen oder Institut wählen.

(3) Der Wechsel der Anlage bedarf im Fall des § 11 Abs. 3 Satz 2 des Fünften Vermögensbildungsgesetzes nicht der Zustimmung der zuständigen Stelle, wenn der Berechtigte diesen Wechsel aus Anlass der erstmaligen Gewährung der vermögenswirksamen Leistungen verlangt.

Achter Abschnitt

Dienstkleidung, Heilfürsorge, Unterkunft

§ 60

Dienstkleidung, Heilfürsorge, Unterkunft

(1) Den Beamten, die zum Tragen von Dienstkleidung verpflichtet sind, wird, mit Ausnahme der Staatsanwälte, die Dienstkleidung unentgeltlich bereitgestellt oder ein Dienstkleidungszuschuss gewährt. Die Beamten der Kriminalpolizei erhalten ein Kleidergeld; § 15 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend. Die erforderlichen allgemeinen Verwaltungsvorschriften erlässt das zuständige Ministerium im Einvernehmen mit dem für das Besoldungsrecht zuständigen Ministerium.

(2) Den Polizeivollzugsbeamten, die sich im Vorbereitungsdienst für den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst befinden, wird unentgeltliche Heilfürsorge gewährt. Das Gleiche gilt für alle übrigen Beamten der Polizei für die Zeit, in der sie im Rahmen von Einsätzen und Übungen verwendet werden.

(3) Für Polizeivollzugsbeamte, die aufgrund dienstlicher Verpflichtung in Gemeinschaftsunterkunft wohnen, wird die Unterkunft unentgeltlich bereitgestellt.

Neunter Abschnitt

Übergangs- und Schlussbestimmungen

§ 61

Allgemeine Verwaltungsvorschriften und
Zuständigkeitsregelungen

(1) Das für das Besoldungsrecht zuständige Ministerium erlässt die allgemeinen Verwaltungsvorschriften zu diesem Gesetz.

(2) Soweit nach diesem Gesetz die obersten Dienstbehörden des Landes Befugnisse auf andere Stellen übertragen können, wird diese Befugnis durch Verwaltungsvorschrift ausgeübt. Die Verwaltungsvorschrift ist im Thüringer Staatsanzeiger zu veröffentlichen.

(3) Die Landesregierung regelt durch Rechtsverordnung die Zuständigkeit für die Festsetzung, Anordnung, Abrechnung und Auszahlung der Bezüge der Beamten und Richter im Landesdienst und der Mitglieder der Landesregierung sowie für die Rückforderung überzahlter Bezüge.

§ 62

Sonstige Zuwendungen

Neben der Besoldung und neben den Aufwandsentschädigungen dürfen die Gemeinden, die Gemeindeverbände und die sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts ihren Beamten sonstige Zuwendungen nur nach den für die Beamten des Landes geltenden Bestimmungen gewähren. Sonstige Zuwendungen sind Geldleistungen und geldwerte Leistungen, die die Beamten unmittelbar oder mittelbar von ihrem Dienstherrn erhalten.

§ 63

Kürzung der Besoldung bei Gewährung
einer Versorgung durch eine zwischenstaatliche oder
überstaatliche Einrichtung

(1) Erhält ein Beamter oder Richter aus der Verwendung im öffentlichen Dienst einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung eine Versorgung, werden seine Dienstbezüge gekürzt. Die Kürzung beträgt 1,79375 v. H. für jedes im zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Dienst vollendete Jahr; ihm verbleiben jedoch mindestens 40 v. H. seiner Dienstbezüge. Erhält er als Invaliditätspension die Höchstversorgung aus seinem Amt bei der zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung, werden die Dienstbezüge um 60 v. H. gekürzt. Der Kürzungsbetrag darf die von der zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung gewährte Versorgung nicht übersteigen.

(2) Als Zeit im zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Dienst wird auch die Zeit gerechnet, in welcher der Beamte, Richter oder Soldat ohne Ausübung eines Amtes bei einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung einen Anspruch auf Vergütung oder sonstige Entschädigung hat und Ruhegehaltsansprüche erwirbt. Entsprechendes gilt für Zeiten nach dem Ausscheiden aus dem Dienst einer zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtung, die dort bei der Berechnung des Ruhegehalts wie Dienstzeiten berücksichtigt werden.

(3) Dienstbezüge im Sinne des Absatzes 1 sind Grundgehalt, Familienzuschlag, Amtszulagen, ruhegehaltfähige Stellenzulagen und ruhegehaltfähige Leistungsbezüge für Professoren sowie hauptberufliche Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen.

§ 64

Versorgungsrücklage

(1) Um die Versorgungsleistungen angesichts der demographischen Veränderungen und des Anstiegs der Zahl der Versorgungsempfänger sicherzustellen, wird beim Land und bei den Kommunen jeweils eine Versorgungsrücklage als Sondervermögen aus der Verminderung der Besoldungs- und Versorgungsanpassungen nach Absatz 2 gebildet. Die Mittel der Sondervermögen dürfen nur zur Finanzierung künftiger Versorgungsausgaben verwendet werden. Damit soll zugleich das Besoldungs- und Versorgungsniveau in gleichmäßigen Schritten von durchschnittlich 0,2 v. H. abgesenkt werden.

(2) In der Zeit bis zum 31. Dezember 2017 werden die Anpassungen der Besoldung nach § 14 nach Absatz 1 Satz 3 vermindert. Der Unterschiedsbetrag gegenüber der nicht nach Satz 1 verminderten Anpassung wird den Sondervermögen zugeführt.

(3) Abweichend von Absatz 2 werden die auf den 30. Juni 2008 folgenden fünf allgemeinen Anpassungen der Besoldung nicht vermindert. Die Überleitung der Beamten und Richter in dieses Gesetz gilt als allgemeine Anpassung. Die auf vorangegangenen Anpassungen nach Bundesrecht beruhenden weiteren Zuführungen an die Versorgungsrücklagen bleiben unberührt. Beginnend ab dem 1. Januar 2011 erfolgen in dem Zeitraum, in dem die Anpassungen der Besoldung nach Satz 1 nicht vermindert werden, keine auf vorangegangenen Anpassungen beruhenden weiteren Zuführungen an das Sondervermögen des Landes.

(4) Den Versorgungsrücklagen werden im Zeitraum nach Absatz 2 Satz 1 zusätzlich 50 v. H. der Verminderung der Versorgungsausgaben durch § 85 Abs. 3 und 4 des Thüringer Beamtenversorgungsgesetzes zugeführt. Beginnend ab dem 1. Januar 2011 erfolgen in dem Zeitraum, in dem die Anpassungen der Besoldung nach Absatz 3 Satz 1 nicht vermindert werden, keine auf Satz 1 beruhenden weiteren Zuführungen an das Sondervermögen des Landes.

(5) Das Nähere wird durch ein besonderes Gesetz geregelt.

§ 65

Umsetzungsfrist

Die Bewertung der Funktionen der Beamten des Landes, soweit diese nicht gesetzlich bewertet sind, hat entsprechend § 16 Abs. 1 Satz 1 und 2 spätestens bis zum 31. Dezember 2015 zu erfolgen. Bis zu einer Bewertung können die Funktionen der Beamten abweichend von den §§ 16 und 22 mehreren Ämtern einer Laufbahngruppe auch in nicht besonders begründeten Ausnahmefällen zugeordnet bleiben, wenn eine solche Zuordnung am 30. Juni 2011 bestanden hat. Soweit Dienstposten mehreren Ämtern zugeordnet sind, gelten die für die darauf verwendeten Beamten erstellten dienstlichen Beurteilungen als für das jeweilige Statusamt erstellt.

§ 65a

Übergangsregelung aus Anlass des Wegfalls
der Laufbahngruppe des einfachen Dienstes

(1) Beamten der Besoldungsgruppe A 6, die am Tag vor der Überleitung nach § 53 Abs. 2 des Thüringer Laufbahngesetzes (ThürLaufbG) eine Amtszulage erhalten haben, wird diese weitergewährt. Die Amtszulage erhöht oder vermindert sich um die Anpassungen der Besoldung nach § 14.

(2) Beamte, die nach § 53 Abs. 2 ThürLaufbG übergeleitet werden und deren Dienstbezüge sich dadurch vermindern, erhalten eine Ausgleichszahlung in Höhe des Unterschiedsbetrages zu den Bezügen, die ihnen am Tag vor der Überleitung zugestanden haben. Die Ausgleichszulage ist ruhegehaltfähig, soweit sie ruhegehaltfähige Bezüge ausgleicht.

§ 66

Übergangsbestimmungen zur Professorenbesoldung

(1) Für Thüringer Beamte der Bundesbesoldungsordnung C findet § 77 Abs. 2 und 3 des Bundesbesoldungsgesetzes in der am 31. August 2006 geltenden Fassung Anwendung. Die sich aus Satz 1 unter Berücksichtigung der Anpassungen und Änderungen des Besoldungsrechts durch dieses Gesetz ergebenden Beträge der Dienst- und sonstigen Bezüge sind in Anlage 9 ausgewiesen.

(1a) Für den Aufstieg in den Stufen des Grundgehalts der nach Absatz 1 Satz 1 weitergeltenden Besoldungsordnung C gilt § 24 entsprechend; abweichend von § 24 Abs. 2 steigt das Grundgehalt bis zum Erreichen der Endstufe im Abstand von zwei Jahren. Die am 31. August 2011 vorhandenen Beamten nach Absatz 1 Satz 1 werden zum 1. September 2011 den Stufen des Grundgehalts neu zugeordnet. Für die Zuordnung zu einer Erfahrungsstufe des Grundgehalts gilt das nach den §§ 28, 30 und 36 Abs. 3 des Bundesbesoldungsgesetzes in der bis zum 22. Februar 2002 geltenden Fassung festgesetzte Besoldungsdienstalter als erstmalige Einstellung nach § 24 Abs. 1 Satz 2.

(2) Professoren der Besoldungsgruppen C 2 und C 3 wird nach § 77 Abs. 2 Satz 2 des Bundesbesoldungsgesetzes in der am 31. August 2006 geltenden Fassung auf Antrag ein Amt der Besoldungsgruppe W 2 übertragen. Auf Antrag wird mit Zustimmung der Hochschule ein Amt der Besoldungsgruppe W 3 übertragen, wenn dieses der Bewertung der Funktion entspricht und die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Antrag des Beamten ist unwiderruflich. § 41 findet keine Anwendung.

(3) Den Kanzlern der Hochschulen, die sich am 1. Januar 2005 im Amt befunden haben, wird auf Antrag das entsprechende Amt der Besoldungsordnung W übertragen. Der Antrag des Beamten ist unwiderruflich. § 41 findet keine Anwendung.

(4) Professoren, die die Übertragung eines Amts der Besoldungsordnung W beantragt haben, können aus diesem Anlass Leistungsbezüge in entsprechender Anwendung des § 28 erhalten.

§ 66a

Anpassung der Leistungsbezüge in der
Professorenbesoldung

(1) Bei Beamten der Besoldungsgruppe W 2 werden in festen Beträgen festgesetzte monatlich gewährte Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge nach § 27 Satz 1 Nr. 1, die am 1. Januar 2013 zugestanden haben, in Höhe des gewährten Leistungsbezuges, jedoch höchstens bis zu 576,96 Euro vermindert. Satz 1 gilt auch für Funktions-Leistungsbezüge nach § 27 Satz 1 Nr. 3, die für Aufgaben der hauptamtlichen Hochschulleitung bezogen werden. Im Jahr 2013 gewährte, wiederkehrende Berufungs- und Bleibeleistungsbezüge, die nicht monatlich gewährt werden, werden in Höhe des gewährten Leistungsbezugs, höchstens jedoch um den Betrag vermindert, der sich aus 576,96 Euro, vervielfältigt mit der Anzahl der Monate, für die der Leistungsbezug jeweils gewährt wird, ergibt.

(2) Sofern die Verminderung nach Absatz 1 nicht oder nicht in voller Höhe erfolgt ist, werden nach dem 1. Januar 2013 bis zum 30. September 2013 erstmals oder zusätzlich gewährte Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge entsprechend Absatz 1, höchstens jedoch um den nach der Verminderung nach Absatz 1 noch verbleibenden Betrag vermindert. Wurden ab dem 1. Oktober 2013 bis zum Tag vor Inkrafttreten des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften erstmals oder zusätzlich Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge gewährt, werden diese in Höhe des gewährten Leistungsbezuges, jedoch höchstens bis zu 591,11 Euro, bei einer vorausgegangenen Verminderung nach Satz 1 oder Absatz 1 höchstens um die bis zu 591,11 Euro verbleibende Differenz vermindert. Satz 2 gilt entsprechend für ab dem 1. Januar 2014 bis zum Tag vor Inkrafttreten des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften erstmals gewährte, wiederkehrende Berufungs- und Bleibeleistungsbezüge, die nicht monatlich gewährt werden; dabei sind die sich aus Satz 2 ergebenden Höchstbeträge mit der Anzahl der Monate, für die der Leistungsbezug jeweils gewährt wird, zu vervielfältigen.

(3) Für Beamte der Besoldungsgruppe W 2 werden bei in Vomhundertsätzen des Grundgehalts festgesetzten monatlich gewährten Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezügen nach § 27 Satz 1 Nr. 1 die Vomhundertsätze ab dem 1. Januar 2013 im Verhältnis zur Erhöhung des Grundgehalts vermindert. Dazu werden die Leistungsbezüge nach § 27 Satz 1 Nr. 1, die am 1. Januar 2013 unter Zugrundelegung des bis zum 31. Dezember 2012 geltenden Grundgehalts der Besoldungsgruppe W 2 zugestanden hätten, in Höhe des gewährten Leistungsbezuges, jedoch höchstens um 576,96 Euro vermindert. Der neue Vomhundertsatz ergibt sich aus dem Verhältnis des nach Anwendung des Satzes 2 verbleibenden Leistungsbezugs zu dem ab dem 1. Januar 2013 geltenden Grundgehalt der Besoldungsgruppe W 2. Absatz 1 Satz 2 und 3 und Absatz 2 gelten entsprechend.

(4) Soweit die Gewährung von Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezügen mit Ziel- und Leistungsvereinbarungen verbunden wurde, darf bei der Anwendung der Absätze 1 bis 3 der verbleibende Leistungsbezug 50 v.H. des vor der Verminderung zustehenden Leistungsbezuges nicht unterschreiten. Sind in Ziel- und Leistungsvereinbarungen gemäß Satz 1 Regelungen enthalten, die Anwartschaften auf weitere, zu einem späteren Zeitpunkt finanziell wirksam werdende Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge begründen, gelten die Regelungen des Absatzes 3 entsprechend. Satz 1 bleibt unberührt.

(5) Stehen mehrere Leistungsbezüge nach den Absätzen 1 bis 3 zu, werden sie in folgender Reihenfolge vermindert, bis der Betrag von 576,96 Euro erreicht ist:

1.

in Vomhundertsätzen des Grundgehalts festgesetzte Leistungsbezüge,

2.

in festen Beträgen festgesetzte Leistungsbezüge,

3.

wiederkehrende Leistungsbezüge, die nicht monatlich gewährt werden.

Stehen innerhalb der Kategorien nach Satz 1 unterschiedliche Leistungsbezüge zu, sind unbefristete vor befristeten und ruhegehaltfähige vor nicht ruhegehaltfähigen Leistungsbezügen zu vermindern.

(6) Für Beamte, die am Tag vor Inkrafttreten des Thüringer Gesetz zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften und am Tag des Inkrafttretens des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften hauptamtlich Funktionen der Hochschulleitung wahrnehmen, findet § 30 in der am Tag vor Inkrafttreten des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften geltenden Fassung für die laufende Amtszeit weiter Anwendung. Satz 1 gilt auch für Beamte, die vor dem 7. Januar 2014 in eine hauptamtliche Funktion der Hochschulleitung gewählt wurden, aber das Amt erst nach dem Tag vor Inkrafttreten des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften angetreten haben, in der sich daran anschließenden Amtszeit. Die Absätze 1 bis 5 bleiben unberührt.

(7) Die sich nach den Absätzen 1 bis 4 ergebenden Leistungsbezüge gelten als neu festgesetzt

§ 67

Überleitungsbestimmung

(1) Am 1. Januar 2017 werden Lehrer - als Lehrer für untere Klassen im Unterricht der Klassen 1 bis 4 an allgemeinbildenden Schulen - der Besoldungsgruppe A 11 sowie Lehrer - als Lehrer an einer Förderschule - der Besoldungsgruppe A 11 in die entsprechenden Ämter der Besoldungsgruppe A 12 übergeleitet und in eine entsprechende Planstelle eingewiesen. Die Mitteilung über die Einweisung in die Planstelle steht der Aushändigung der Ernennungsurkunde nach § 8 Abs. 2 des Beamtenstatusgesetzes gleich.

(2) In der Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2016 erhalten die Lehrer nach Absatz 1 einen Überleitungsausgleich. Dieser beträgt monatlich

-

bis zum 31. Dezember 2015: 132 Euro,

-

ab dem 1. Januar 2016: 264 Euro.

Der Überleitungsausgleich ist in Höhe des bei Eintritt in den Ruhestand bezogenen Betrages ruhegehaltfähiger Dienstbezug.

§ 67a

Übergangsregelungen zum Thüringer Gesetz
zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und
dienstrechtlicher Vorschriften

(1) Entfällt aufgrund des § 38 Abs. 1 Nr. 4 in der ab dem Tag des Inkrafttretens des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften geltenden Fassung der Familienzuschlag für ein Kind, für das kein Kindergeldanspruch besteht, wird er noch für zwei Monate ab dem Tag des Inkrafttretens des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften fortgezahlt.

(2) Beamte und Richter, die eine andere Person als ihr Kind nicht nur vorübergehend in ihre Wohnung aufgenommen haben und ihr Unterhalt gewähren, weil sie gesetzlich oder sittlich dazu verpflichtet sind, und hierfür den Familienzuschlag der Stufe 1 nach § 38 Abs. 1 Nr. 4 in der bis zum Tag vor Inkrafttreten des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften geltenden Fassung erhalten haben, wird der Familienzuschlag der Stufe 1 weitergewährt, solange die Tatbestandsvoraussetzungen des § 38 Abs. 1 Nr. 4 in der bis zum Tag vor Inkrafttreten des Thüringer Gesetzes zur Änderung besoldungs-, versorgungs- und dienstrechtlicher Vorschriften geltenden Fassung vorliegen, längstens bis zum 31. Dezember 2015.

§ 68

Gleichstellungsbestimmung

Status- und Funktionsbezeichnungen in diesem Gesetz gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.

Anlage 1

Besoldungsordnungen A und B

I.

Allgemeine Vorbemerkungen

1.

Amtsbezeichnungen

(1) Die in der Besoldungsordnung A gesperrt gedruckten Amtsbezeichnungen sind Grundamtsbezeichnungen. Den Grundamtsbezeichnungen können Zusätze, die auf den Dienstherrn oder den Verwaltungsbereich, auf die Laufbahn oder auf die Fachrichtung hinweisen, beigefügt werden. Die Grundamtsbezeichnungen „Rat“, „Oberrat“, „Direktor“ und „Leitender Direktor“ dürfen nur in Verbindung mit einem Zusatz nach Satz 2 verliehen werden.

(2) Den Grundamtsbezeichnungen beigefügte Zusätze bezeichnen die Funktionen, die diesen Ämtern zugeordnet werden können, nicht abschließend.

(3) Über die Beifügung der Zusätze zu den Grundamtsbezeichnungen entscheidet das für das Besoldungsrecht zuständige Ministerium.

(4) Beamte in Organisationseinheiten der Schulaufsicht im pädagogisch-didaktischen Bereich führen, soweit nicht in den Besoldungsordnungen besondere Amtsbezeichnungen ausgebracht sind, die für die Beamten bei obersten Landesbehörden vorgesehenen Amtsbezeichnungen.

2.

Künftig wegfallende Ämter

Die künftig wegfallenden Ämter sind im Anhang zu den Besoldungsordnungen aufgeführt (Anlage 4). Diese Ämter können von den Beamten weiter bekleidet werden, die sie am Tag der Aufnahme des Amtes in den Anhang zu den Besoldungsordnungen innehatten. Sie dürfen jedoch nicht mehr verliehen werden.

3.

Einstufung von Ämtern

(1) Richtet sich die Zuordnung von Ämtern zu den Besoldungsgruppen einschließlich der Gewährung von Amtszulagen nach der Zahl der Schüler an einer Schule, so ist die Schülerzahl nach der amtlichen Schulstatistik vom Beginn des folgenden Haushaltsjahrs an maßgebend. Dies gilt nicht, wenn erkennbar abzusehen ist, dass die Schülerzahl über die Dauer eines Schuljahrs hinaus keinen Bestand haben wird. § 17 Abs. 2 bleibt unberührt. Beamte, die wegen Rückgangs der Schülerzahlen oder wegen Auflösung einer Schule in ein Amt mit niedrigerem Endgrundgehalt übertreten oder übergetreten sind, dürfen abweichend von § 42 ThürBG auf Antrag anstelle der Amtsbezeichnung des ihnen übertragenen Amtes die Amtsbezeichnung des bisherigen Amtes ohne den Zusatz „außer Dienst“ führen.

(2) Die Ämter für Lehrkräfte einschließlich der Beförderungsämter und Funktionsämter sind für Lehrkräfte an Gesamtschulen nach Maßgabe der laufbahnrechtlichen Vorgaben entsprechend anwendbar. Für die an Schulen mit Schulversuchen tätigen Lehrer ist entsprechend zu verfahren. Die Ämter der Lehrkräfte einschließlich der Beförderungsämter sind auf Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen nach Maßgabe der laufbahnrechtlichen Vorgaben entsprechend anwendbar.

(3) Für Diplomlehrer beziehungsweise Fachlehrer mit einem Staatsexamen oder Diplom mit einer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbenen Lehrbefähigung für zwei, auch im neuen Schulsystem anerkannte Fächer der Klassen 5 bis 12 sind bei einer Verwendung in der Oberstufe eines Gymnasiums oder an einer berufsbildenden Schule die Ämter in der Besoldungsgruppe A 13 - Studienrat - und in der Besoldungsgruppe A 14 - Oberstudienrat - entsprechend anwendbar. Gleiches gilt für Diplomingenieurpädagogen, Diplomgewerbelehrer, Diplomhandelslehrer, Diplomökonompädagogen, Diplomagrarpädagogen, Diplommedizinpädagogen, Diplomgartenbaupädagogen und für Lehrkräfte mit vergleichbarer Ausbildung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, die sich nach mindestens vierjähriger entsprechender Lehrtätigkeit an einer berufsbildenden Schule im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991 bewährt haben. Dies gilt ebenfalls für Diplomlehrer und vergleichbare Lehrkräfte mit einer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbenen und auch im neuen Schulsystem anerkannten Lehrbefähigung für zwei Fächer der Polytechnischen Oberschule (Klassen 5 bis 10), die sich im allgemein- oder berufsbildenden Unterricht an einer berufsbildenden Schule oder in der Koordinierung schulfachlicher Aufgaben für die Oberstufe eines Gymnasiums oder im mindestens wöchentlich sechs Unterrichtsstunden umfassenden Unterricht in der Oberstufe eines Gymnasiums nach mindestens vierjähriger entsprechender Verwendung im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991 bewährt haben.

(4) Lehrkräften mit einer Lehrbefähigung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und abgeschlossener Ergänzungsausbildung kann ein anderes Amt der Besoldungsordnung A übertragen werden, wenn zusammen mit der Ergänzungsausbildung die laufbahnrechtlichen Vorausetzungen für das andere Amt erfüllt sind, die Lehrkraft entsprechend verwendet wird und nach Bewährung in der Tätigkeit des anderen Amtes die Laufbahnbefähigung für das andere Amt nach der Thüringer Schuldienstlaufbahnverordnung vom 11. Oktober 2000 (GVBl. S. 317) in der jeweils geltenden Fassung anerkannt wurde.

4.

Ämter an obersten Landesbehörden

An obersten Landesbehörden werden die folgenden Funktionen Ämtern der Laufbahngruppe des höheren Dienstes zugeordnet:

Funktion

Besoldungs-
gruppe

Amt

Referent

A 13

Rat

Referent

A 14

Oberrat

Stellvertretender Referatsleiter oder Referent mit herausgehobener Tätigkeit

A 15

Direktor

Referatsleiter oder Leiter einer vergleichbaren Organisationseinheit

A 16

Ministerialrat

II.

Stellenzulagen

1.

Zulage für Beamte als fliegendes Personal

(1) Beamte erhalten

a)

als Luftfahrzeugführer mit der Erlaubnis zum Führen von Hubschraubern,

b)

als sonstige ständige Luftfahrzeugbesatzungsangehörige

eine Stellenzulage nach Anlage 8, wenn sie entsprechend verwendet werden.

(2) Die zuletzt gewährte Stellenzulage wird nach Beendigung der Verwendung für fünf Jahre weitergewährt, wenn der Beamte mindestens fünf Jahre in einer Tätigkeit nach Absatz 1 verwendet worden ist oder bei der Verwendung nach Absatz 1 einen Dienstunfall im Flugdienst oder eine durch die Besonderheiten dieser Verwendung bedingte gesundheitliche Schädigung erlitten hat, die die weitere Verwendung nach Absatz 1 ausschließen. Danach verringert sich die Stellenzulage auf 50 v. H.

(3) Wird dem Beamten die Stellenzulage nach Absatz 1 Buchst. a nach Absatz 2 Satz 1 weitergewährt und wechselt er in eine Verwendung nach Absatz 1 Buchst. b, so erhält er die Stellenzulage nach Absatz 1 Buchst. a bis zum Ablauf der Frist nach Absatz 2 Satz 1 weiter. Soweit die Verwendung nach Absatz 1 Buchst. b vor Ablauf der Frist nach Absatz 2 Satz 1 endet, wird der Zeitraum bis zum Ablauf der Frist bei der Weitergewährung der Stellenzulage nach Absatz 1 Buchst. b angerechnet. Der Berechnung der Stellenzulage nach Absatz 2 Satz 2 wird die höhere Stellenzulage zugrunde gelegt.

2.

Zulage für Beamte beim Amt für Verfassungsschutz

Beamte, die beim Amt für Verfassungsschutz verwendet werden, erhalten eine Stellenzulage nach Anlage 8.

3.

Zulage für Beamte mit vollzugspolizeilichen Aufgaben

(1) Polizeivollzugsbeamte und Beamte des Steuerfahndungsdienstes erhalten eine Stellenzulage nach Anlage 8, soweit ihnen Dienstbezüge nach der Besoldungsordnung A zustehen. Die Zulage erhalten unter den gleichen Voraussetzungen auch Beamte auf Widerruf, die Vorbereitungsdienst leisten.

(2) Die Stellenzulage wird nicht neben einer Stellenzulage nach Nummer 2 gewährt.

(3) Durch die Stellenzulage werden die Besonderheiten des jeweiligen Dienstes, insbesondere der mit dem Streifendienst sowie dem Nachtdienst verbundene Aufwand sowie der Aufwand für Verzehr mit abgegolten.

4.

Zulage für Beamte der Feuerwehr

(1) Beamte der Besoldungsordnung A im Einsatzdienst der Feuerwehr erhalten eine Stellenzulage nach Anlage 8. Die Zulage erhalten unter den gleichen Voraussetzungen auch Beamte im Beamtenverhältnis auf Widerruf, die Vorbereitungsdienst leisten.

(2) Durch die Stellenzulage werden die Besonderheiten des Einsatzdienstes der Feuerwehr, insbesondere der mit dem Nachtdienst verbundene Aufwand sowie der Aufwand für Verzehr mit abgegolten.

5.

Zulage für Beamte bei Justizvollzugseinrichtungen und Psychiatrischen Krankenanstalten

(1) Beamte in Ämtern der Besoldungsordnung A bei Justizvollzugseinrichtungen, in abgeschlossenen Vorführbereichen der Gerichte sowie in geschlossenen Abteilungen oder Stationen bei Psychiatrischen Krankenanstalten, die ausschließlich dem Vollzug von Maßregeln der Sicherung und Besserung dienen, und in Abschiebehafteinrichtungen erhalten eine Stellenzulage nach Anlage 8. Die Zulage erhalten unter den gleichen Voraussetzungen Beamte auf Widerruf, die Vorbereitungsdienst leisten.

(2) Die Stellenzulage wird für Beamte in Abschiebehafteinrichtungen nicht neben einer Stellenzulage nach Nummer 3 gewährt.

6.

Zulage für Beamte im Außendienst der Steuerprüfung

(1) Beamte des mittleren und des gehobenen Dienstes in der Steuerverwaltung erhalten für die Zeit ihrer überwiegenden Verwendung im Außendienst der Steuerprüfung eine Stellenzulage nach Anlage 8.

(2) Die Stellenzulage wird nicht neben einer Stellenzulage nach Nummer 3 gewährt.

7.

Allgemeine Zulage

Eine das Grundgehalt ergänzende Stellenzulage nach Anlage 8 erhalten

a)

Beamte des mittleren Dienstes

aa)

in den Besoldungsgruppen A 6 bis A 8,

bb)

in der Besoldungsgruppe A 9,

b)

Beamte des gehobenen Dienstes in Laufbahnen, deren Eingangsamt den Besoldungsgruppen A 9 oder A 10 zugeordnet ist, und Beamte des höheren Dienstes.

8.

Zulage für die Verwendung bei obersten Behörden des Bundes oder eines anderen Landes

Beamte erhalten während der Verwendung bei obersten Behörden des Bundes oder eines Landes, das für Beamte bei der Verwendung bei obersten Behörden eine Stellenzulage gewährt, die Stellenzulage in der nach dem Besoldungsrecht des Bundes oder dieses Landes bestimmten Höhe, wenn der Dienstherr, für den der Beamte tätig ist, diese erstattet. § 41 findet bei Beendigung der Verwendung keine Anwendung.

9.

Zulage für Fachleiter in der Ausbildung von Lehramtsanwärtern

(1) Beamte erhalten während der Verwendung als Fachleiter in der Ausbildung von Lehramtsanwärtern eine Stellenzulage nach Anlage 8. Dies gilt nicht, wenn sie die Ämter ,Seminarschulrat‘ oder ,Seminarrektor‘ der Besoldungsgruppen A 13 kw oder A 14 kw bekleiden.

(2) Absatz 1 gilt auch während einer der Tätigkeit eines Fachleiters entsprechenden Verwendung von Beamten in der pädagogisch-praktischen Unterweisung bei der Nachqualifizierung von Lehrkräften zum Erwerb einer den Anforderungen der Laufbahn des Berufsschullehrers (§ 3 Nr. 6 Buchst. e, § 4 Abs. 1 und § 43 Nr. 1 der Thüringer Schuldienstlaufbahnverordnung vom 11. Oktober 2000 - GVBl. S. 317 - in der jeweils geltenden Fassung) inhaltlich entsprechenden Ausbildung.

(3) Erfüllt ein Beamter die Voraussetzungen der Absätze 1 und 2, wird die Zulage nur einmal gewährt.

10.

Zulage für die Verwendung bei Erstaufnahmeeinrichtungen

Beamte, die für mindestens einen Monat überwiegend bei einer Erstaufnahmeeinrichtung verwendet werden, erhalten für die Dauer der Verwendung eine Stellenzulage nach Anlage 8. Die Stellenzulage wird ab dem Beginn der Verwendung und längstens bis zum 31. Dezember 2017 gewährt.


Besoldungsordnung A

Besoldungsgruppe A 6

Justizoberassistent

Sekretär

Besoldungsgruppe A 7

Brandmeister1)
Justizmeister
Kriminalmeister1)
Obersekretär2) 3)
Polizeimeister1)

Fußnoten

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

2)

Auch als Eingangsamt für Laufbahnen des mittleren technischen Dienstes

3)

Als Eingangsamt für die Laufbahn des mittleren allgemeinen Vollzugsdienstes bei den Justizvollzugsanstalten

Besoldungsgruppe A 8

Gerichtsvollzieher1)
Hauptsekretär
Justizobermeister
Kriminalobermeister
Oberbrandmeister
Polizeiobermeister

Fußnoten

1)

Als Eingangsamt

Besoldungsgruppe A 9

Amtsinspektor1)
Hauptbrandmeister1)
Inspektor
Justizhauptmeister
Kriminalhauptmeister1)
Kriminalkommissar
Obergerichtsvollzieher1)
Polizeihauptmeister1)
Polizeikommissar
Fachlehrer

-

an allgemein- und berufsbildenden Schulen -2) 3) 4)

Sonderpädagogischer Assistent

-

an Förderschulen -4) 5) 6)


Fußnoten

1)

Für Funktionen, die sich von denen der Besoldungsgruppe A 9 abheben, können nach Maßgabe sachgerechter Bewertung jeweils bis zu 30 v. H. der Stellen mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

1)

Für Funktionen, die sich von denen der Besoldungsgruppe A 9 abheben, können nach Maßgabe sachgerechter Bewertung jeweils bis zu 30 v. H. der Stellen mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

1)

Für Funktionen, die sich von denen der Besoldungsgruppe A 9 abheben, können nach Maßgabe sachgerechter Bewertung jeweils bis zu 30 v. H. der Stellen mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

1)

Für Funktionen, die sich von denen der Besoldungsgruppe A 9 abheben, können nach Maßgabe sachgerechter Bewertung jeweils bis zu 30 v. H. der Stellen mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

1)

Für Funktionen, die sich von denen der Besoldungsgruppe A 9 abheben, können nach Maßgabe sachgerechter Bewertung jeweils bis zu 30 v. H. der Stellen mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

2)

Nur für Beamte ohne Fachhochschul- oder Ingenieurschulabschluss

3)

Soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 10 oder A 11

4)

Als Eingangsamt

4)

Als Eingangsamt

5)

In die Besoldungsgruppe können nur Beamte mit anerkannter abgeschlossener sonderpädagogischer Zusatzausbildung im Umfang von mindestens 200 Stunden eingestuft werden.

6)

Gilt für Freundschaftspionierleiter/Erzieher oder Absolventen einer entsprechenden Ausbildung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik nach mindestens dreijähriger hauptberuflicher Tätigkeit im Angestelltenverhältnis als sonderpädagogische Fachkraft entsprechend.

Besoldungsgruppe A 10

Kriminaloberkommissar
Oberinspektor
Polizeioberkommissar
Fachlehrer

-

an allgemein- und berufsbildenden Schulen -1) 2) 3) 4)

-

an berufsbildenden Schulen im berufsfeldbezogenen berufspraktischen und berufstheoretischen Unterricht5) 6)

Sonderpädagogischer Oberassistent

-

an Förderschulen -7) 8)


Fußnoten

1)

Die Fußnote 2 zur Besoldungsgruppe A 9 gilt entsprechend.

2)

In diese Besoldungsgruppe können nur Beamte mit einer mindestens einjährigen pädagogischen Zusatzausbildung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und mit mindestens dreijähriger hauptberuflicher Unterrichtstätigkeit oder nach nachgewiesener mindestens achtjähriger Lehrtätigkeit eingestuft werden.

3)

Soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 9 oder A 11

4)

Für Lehrkräfte mit einer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik für mindestens zwei Fächer erworbenen und auch im neuen Schulsystem anerkannten Lehrbefähigung nach mindestens vierjähriger hauptberuflicher Lehrtätigkeit im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991 als Eingangsamt

5)

Als Eingangsamt

6)

Für Ingenieurpädagogen, Medizinpädagogen, Agrarpädagogen, Ökonompädagogen oder Lehrkräfte mit vergleichbarer Ausbildung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und entsprechender Lehrtätigkeit

7)

Die Fußnote 5 zur Besoldungsgruppe A 9 gilt entsprechend.

8)

Gilt für Freundschaftspionierleiter/Erzieher oder Absolventen einer entsprechenden Ausbildung mit einer pädagogischen Zusatzausbildung von mindestens einem Jahr nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und einer mindestens dreijährigen hauptberuflichen Tätigkeit im Angestelltenverhältnis als sonderpädagogische Fachkraft entsprechend als Eingangsamt.

Besoldungsgruppe A 11

Amtmann
Kriminalhauptkommissar1)
Polizeihauptkommissar1)
Fachlehrer

-

an allgemein- und berufsbildenden Schulen -3) 4) 5)

-

an berufsbildenden Schulen im berufsfeldbezogenen berufspraktischen und berufstheoretischen Unterricht -6) 7)

-

mit abgeschlossener Ingenieur- oder Fachhochschulausbildung, wenn sie vorgeschrieben ist oder, beim Fehlen laufbahnrechtlicher Vorschriften, gefordert wird -1) 2)

Lehrer

-

als Lehrer für untere Klassen im Unterricht der Klassen 1 bis 4 an allgemeinbildenden Schulen -2) 8)

-

als Lehrer an einer Förderschule -2) 9) 10)


Fußnoten

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 12

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 12

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 12

2)

Als Eingangsamt

2)

Als Eingangsamt

2)

Als Eingangsamt

3)

Die Fußnote 2 zur Besoldungsgruppe A 9 gilt entsprechend.

4)

Soweit nicht in den Besoldungsgruppen A 9 oder A 10

5)

Als Beförderungsamt für Fachlehrer gemäß der Fußnote 2 zur Besoldungsgruppe A 9 und gemäß der Fußnote 4 zur Besoldungsgruppe A 10 nach mindestens vierjähriger entsprechender Tätigkeit in der Besoldungsgruppe A 10

6)

Die Fußnote 6 zur Besoldungsgruppe A 10 gilt entsprechend.

7)

In diese Besoldungsgruppe können Beamte erst mit mindestens achtjähriger entsprechender Lehrtätigkeit nach Abschluss einer in Fußnote 6 zur Besoldungsgruppe A 10 genannten Ausbildung eingestuft werden.

8)

Mit abgeschlossener pädagogischer Fachschulausbildung als Lehrer für die unteren Klassen oder einer vergleichbaren Ausbildung wie zum Beispiel als Freundschaftspionierleiter/Erzieher mit einer Ergänzungsausbildung in den entsprechenden Fächern als Lehrer für die unteren Klassen nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

9)

Für Lehrer nach Fußnote 8 zu dieser Besoldungsgruppe mit einer Zusatzausbildung in einer sonderpädagogischen Fachrichtung

10)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

Besoldungsgruppe A 12

Amtsanwalt1)
Amtsrat
Kriminalhauptkommissar2)
Polizeihauptkommissar2)
Rechnungsrat

-

als Prüfungsbeamter beim Rechnungshof -

Fachlehrer

-

an berufsbildenden Schulen im berufsfeldbezogenen berufspraktischen und berufstheoretischen Unterricht -3) 4)

-

mit abgeschlossener Ingenieur- oder Fachhochschulausbildung, wenn sie vorgeschrieben ist oder, beim Fehlen laufbahnrechtlicher Vorschriften, gefordert wird -2) 5)

Konrektor

-

als der ständige Vertreter des Leiters einer Grundschule mit mehr als 180 bis zu 360 Schülern -6)

Lehrer

-

als Diplomlehrer mit einer Lehrbefähigung für ein Fach an allgemein- oder berufsbildenden Schulen -12)

-

als Diplomlehrer mit einer Lehrbefähigung für zwei Fächer bei einer Verwendung an einem Gymnasium -1) 13)

-

als Leiter einer Grundschule mit bis zu 80 Schülern -8)

-

als Lehrer für untere Klassen im Unterricht der Klassen 1 bis 4 an allgemeinbildenden Schulen -10)

-

als Lehrer an einer Förderschule -6) 11)

-

an allgemein bildenden Schulen, soweit nicht anderweitig eingereiht -1)

Förderschullehrer

-

als Lehrer im sonderpädagogischen Unterricht an einer Förderschule -1) 7)

-

als Diplomlehrer für Hilfsschulen im sonderpädagogischen Unterricht an einer Förderschule -1) 6) 9)

Lehrer im Justizvollzugsdienst1)
Regelschullehrer

-

mit der Befähigung für das Lehramt an Regelschulen bei entsprechender Verwendung -1) 13) 14)


Fußnoten

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

1)

Als Eingangsamt

2)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 11

2)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 11

2)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 11

3)

Die Fußnote 6 zur Besoldungsgruppe A 10 gilt entsprechend.

4)

Als Beförderungsamt für Fachlehrer gemäß der Fußnote 6 zur Besoldungsgruppe A 10 nach mindestens vierjähriger entsprechender Tätigkeit in Besoldungsgruppe A 11

5)

In diese Besoldungsgruppe können nur Beamte eingestuft werden, die nach Abschluss der Ingenieur- oder Fachhochschulausbildung eine achtjährige Lehrtätigkeit oder eine dreijährige Dienstzeit seit Anstellung als Fachlehrer in der Besoldungsgruppe A 11 verbracht haben.

6)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

6)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

6)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

7)

Für Lehrkräfte mit einer Ausbildung zum Lehrer für die unteren Klassen und zusätzlichem Diplomabschluss in einer sonderpädagogischen Fachrichtung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und für Freundschaftspionierleiter/Erzieher mit einer Lehrbefähigung für die unteren Klassen in einem Haupt- und Nebenfach und zusätzlichem Diplomabschluss in einer sonderpädagogischen Fachrichtung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

8)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8; diese wird nach zehnjährigem Bezug beim Verbleiben in dieser Besoldungsgruppe auch nach Beendigung der zulageberechtigenden Verwendung gewährt

9)

Für Lehrkräfte mit einem Abschluss als Diplomlehrer für Hilfsschulen (Universität Rostock) nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

10)

Die Fußnote 8 zur Besoldungsgruppe A 11 gilt entsprechend. Die Besoldungsgruppe A 12 ist Eingangsamt ab dem 1. Januar 2017. Dem Amtsinhaber kann bei Übertragung der Funktion eines Schulleiters, des ständigen Vertreters des Schulleiters oder des Zweiten Konrektors die entsprechende Amtsbezeichnung verliehen werden.

11)

Die Fußnote 9 zur Besoldungsgruppe A 11 gilt entsprechend. Die Besoldungsgruppe A 12 ist Eingangsamt ab dem 1. Januar 2017.

12)

Für Diplomlehrer und vergleichbare Lehrkräfte mit einer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbenen Lehrbefähigung für ein Fach der Klassen 5 bis 10 oder 5 bis 12 sowie Lehrer für untere Klassen mit einer zusätzlichen pädagogischen Hochschulausbildung für ein Fach der Klassen 5 bis 10 oder 5 bis 12, das auch im neuen Schulsystem anerkannt ist

13)

Auch für Diplomlehrer und vergleichbare Lehrkräfte mit einer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbenen und auch im neuen Schulsystem anerkannten Lehrbefähigung für zwei Fächer der Polytechnischen Oberschule (Klassen 5 bis 10)

13)

Auch für Diplomlehrer und vergleichbare Lehrkräfte mit einer nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbenen und auch im neuen Schulsystem anerkannten Lehrbefähigung für zwei Fächer der Polytechnischen Oberschule (Klassen 5 bis 10)

14)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe A 13

Besoldungsgruppe A 13

Akademischer Rat

-

als wissenschaftlicher oder künstlerischer Mitarbeiter an einer Hochschule -

-

in der Hochschulaufsicht -

Erster Kriminalhauptkommissar
Erster Polizeihauptkommissar
Konservator

-

als wissenschaftlicher Referent im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie -

Oberamtsanwalt1)
Oberamtsrat2) 3)
Oberrechnungsrat

-

als Prüfungsbeamter beim Rechnungshof -

Rat
Beratungsschulrat

-

als Schulpsychologe -4)

Fachrektor

-

als Referent am Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien -5)

Förderschullehrer

-

mit der Befähigung für das Lehramt an einer Förderschule bei entsprechender Verwendung -4) 6)

-

als Lehrer und Diplomlehrer für Hilfsschulen im sonderpädagogischen Unterricht an einer Förderschule -7)

Hauptlehrer

-

als Leiter einer Grundschule mit mehr als 80 bis zu 180 Schülern -

Konrektor

-

als der ständige Vertreter des Leiters einer Grundschule mit mehr als 360 Schülern -

Lehrer

-

als Diplomlehrer mit einer Lehrbefähigung für zwei Fächer bei einer Verwendung an einem Gymnasium oder an einer berufsbildenden Schule -8) 9) 10)

-

mit einer Lehrbefähigung für den berufstheoretischen Unterricht und entsprechender Verwendung -4) 11) 12)

Oberlehrer im Justizvollzugsdienst
Regelschullehrer

-

mit der Befähigung für das Lehramt an Regelschulen bei entsprechender Verwendung -13) 14) 15) 16)

Rektor

-

einer Grundschule mit mehr als 180 bis zu 360 Schülern -17)

Schulrat

-

als Schulaufsichtsbeamter an einem Schulamt -5)

Seminarschulrat

-

als der ständige Vertreter des Leiters des Studienseminars für das Lehramt an Grundschulen in einem staatlichen Studienseminar für Lehrerausbildung -17)

Studienrat

-

mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien oder an berufsbildenden Schulen bei einer der jeweiligen Befähigung entsprechenden Verwendung -

Studienrat an einer Hochschule

-

als Lehrkraft für besondere Aufgaben -


Fußnoten

1)

Für Funktionen eines Amtsanwalts bei einer Staatsanwaltschaft, die sich von denen der Besoldungsgruppe A 13 abheben, können nach Maßgabe sachgerechter Bewertung bis zu 20 v. H. der Stellen für Oberamtsanwälte mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

2)

Für Beamte des gehobenen technischen Dienstes können für Funktionen, die sich von denen der Besoldungsgruppe A 13 abheben, nach Maßgabe sachgerechter Bewertung bis zu 20 v. H. der für technische Beamte ausgebrachten Stellen der Besoldungsgruppe A 13 mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

3)

Für Beamte der Rechtspflegerlaufbahn können für Funktionen der Rechtspfleger bei Gerichten, Notariaten und Staatsanwaltschaften, die sich von nach denen in Besoldungsgruppe A 13 bewerteten Funktionen abheben, nach Maßgabe sachgerechter Bewertung bis zu 20 v. H. der für Rechtspfleger ausgebrachten Stellen der Besoldungsgruppe A 13 mit einer Amtszulage nach Anlage 8 ausgestattet werden.

4)

Als Eingangsamt

4)

Als Eingangsamt

4)

Als Eingangsamt

5)

Soweit nicht in Besoldungsgruppe A 14

5)

Soweit nicht in Besoldungsgruppe A 14

6)

Auch für Diplomlehrer mit einer Lehrbefähigung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und einer sonderpädagogischen Hochschulzusatzausbildung

7)

Als Beförderungsamt für Lehrkräfte gemäß den Fußnoten 7 und 9 zur Besoldungsgruppe A 12 nach mindestens dreißigjähriger entsprechender Lehrtätigkeit, davon mindestens fünf Jahre im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991, oder nach mindestens zwanzigjähriger entsprechender Lehrtätigkeit, davon mindestens sechs Jahre im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991, oder nach mindestens zehnjähriger entsprechender Lehrtätigkeit, davon mindestens sieben Jahre im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991, oder nach mindestens achtjähriger entsprechender Lehrtätigkeit im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991. Dem Amtsinhaber kann bei Übertragung der Funktion eines Schulleiters, des ständigen Vertreters des Schulleiters oder des Zweiten Konrektors die entsprechende Amtsbezeichnung verliehen werden.

8)

Als Beförderungsamt für Lehrkräfte gemäß Fußnote 13 zur Besoldungsgruppe A 12 bei Verwendung an einem Gymnasium

9)

Für Lehrkräfte gemäß Fußnote 13 zur Besoldungsgruppe A 12 mit mindestens vierjähriger, aber weniger als wöchentlich sechs Unterrichtsstunden umfassender Verwendung in der Oberstufe eines Gymnasiums beziehungsweise einer weniger als vier Jahre umfassenden Lehrtätigkeit im allgemein- oder berufsbildenden Unterricht an einer berufsbildenden Schule im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991 als Eingangsamt

10)

Lehrkräfte gemäß Fußnote 9, die sich nach der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit in der Verwendung in der gymnasialen Oberstufe oder im allgemein- oder berufsbildenden Unterricht an einer berufsbildenden Schule bewährt haben, können in die Laufbahn der Studienräte übernommen werden.

11)

Für Diplomingenieurpädagogen, Diplomgewerbelehrer, Diplomhandelslehrer, Diplomökonompädagogen, Diplomagrarpädagogen, Diplommedizinpädagogen, Diplomgartenbaupädagogen und für Lehrkräfte mit vergleichbarer Ausbildung nach dem Recht der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit weniger als vierjähriger Lehrtätigkeit an berufsbildenden Schulen im neuen Schulsystem seit dem 1. August 1991

12)

Lehrkräfte gemäß Fußnote 11, die sich nach der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit im Unterricht an berufsbildenden Schulen bewährt haben, können in die Laufbahn der Studienräte übernommen werden.

13)

Fußnote 13 zur Besoldungsgruppe A 12 gilt entsprechend.

14)

Dem Amtsinhaber kann bei Übertragung der Funktion eines Schulleiters, des ständigen Vertreters des Schulleiters oder des Zweiten Konrektors die entsprechende Amtsbezeichnung verliehen werden.

15)

Für dieses Amt dürfen höchstens 40 v. H. der Stellen für Lehrer im Regelschulbereich ausgewiesen werden.

16)

Soweit nicht in Besoldungsgruppe A 12

17)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

17)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

Besoldungsgruppe A 14

Akademischer Oberrat

-

als wissenschaftlicher oder künstlerischer Mitarbeiter an einer Hochschule -

-

in der Hochschulaufsicht -

Oberkonservator

-

als wissenschaftlicher Referent mit besonderen Fachaufgaben im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie -3)

Oberrat
Beratungsoberschulrat

-

als Schulpsychologe -

Fachrektor

-

als Referent am Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien -1)

Förderschulkonrektor

-

als ständiger Vertreter des Leiters eines Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit insgesamt mehr als 90 bis zu 180 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk oder mit mindestens einem anderen Förderschwerpunkt mit insgesamt mehr als 45 bis zu 90 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk -4)

-

als ständiger Vertreter des Leiters eines Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit insgesamt mehr als 180 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk oder mit mindestens einem anderen Förderschwerpunkt mit insgesamt mehr als 90 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk -2) 4)

-

als der ständige Vertreter des Leiters eines Förderzentrums mit mindestens drei Förderschwerpunkten -2)

Förderschulrektor

-

als Leiter eines Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit insgesamt bis zu 90 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk oder mit mindestens einem anderen Förderschwerpunkt mit insgesamt bis zu 45 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk -4)

-

als Leiter eines Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit insgesamt mehr als 90 bis zu 180 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk oder mit mindestens einem anderen Förderschwerpunkt mit insgesamt mehr als 45 bis zu 90 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk -2) 4)

Gemeinschaftsschulkonrektor

-

als der ständige Vertreter des Leiters einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 10 oder 5 bis 10 umfasst, mit mehr als 180 bis zu 360 Schülern -

-

als der ständige Vertreter des Leiters einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 10 oder 5 bis 10 umfasst, mit mehr als 360 Schülern -2)

Gemeinschaftsschulrektor

-

einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 10 oder 5 bis 10 umfasst, mit bis zu 180 Schülern -

-

einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 10 oder 5 bis 10 umfasst, mit mehr als 180 bis zu 360 Schülern -2)

Oberstudienrat an einer Hochschule

-

als Lehrkraft für besondere Aufgaben -

Oberstudienrat

-

mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien oder an berufsbildenden Schulen bei einer der jeweiligen Befähigung entsprechenden Verwendung -

Regelschulkonrektor

-

als der ständige Vertreter des Leiters einer Regelschule mit mehr als 180 bis zu 360 Schülern -

-

als der ständige Vertreter des Leiters einer Regelschule mit mehr als 360 Schülern -2)

Regelschulrektor

-

einer Regelschule mit bis zu 180 Schülern -

-

einer Regelschule mit mehr als 180 bis zu 360 Schülern -2)

Rektor

-

einer Grundschule mit mehr als 360 Schülern -

Schulrat

-

als Schulaufsichtsbeamter an einem Schulamt -1)

Seminarrektor

-

als Leiter eines Studienseminars für das Lehramt an Grundschulen in einem Staatlichen Studienseminar für Lehrerausbildung -

-

als ständiger Vertreter des Leiters eines Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien oder an berufsbildenden Schulen oder an Regelschulen oder an Förderschulen in einem Staatlichen Studienseminar für Lehrerausbildung -2)

Zweiter Förderschulkonrektor

-

als der zweite ständige Vertreter des Leiters eines Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit insgesamt mehr als 270 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk oder mit mindestens einem anderen Förderschwerpunkt mit insgesamt mehr als 135 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk -4)

-

als der zweite ständige Vertreter des Leiters eines Förderzentrums mit mindestens drei Förderschwerpunkten -

Zweiter Gemeinschaftsschulkonrektor

-

einer Gemeinschaftsschule mit mehr als 540 Schülern -

Zweiter Regelschulkonrektor

-

einer Regelschule mit mehr als 540 Schülern -


Fußnoten

1)

Soweit nicht in Besoldungsgruppe A 13

1)

Soweit nicht in Besoldungsgruppe A 13

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

3)

Bei Objekten von besonderer finanzieller, kulturpolitischer oder kulturtouristischer Bedeutung.

4)

Bei Schülern im Netzwerk rechnen zwei Schüler als einer.

4)

Bei Schülern im Netzwerk rechnen zwei Schüler als einer.

4)

Bei Schülern im Netzwerk rechnen zwei Schüler als einer.

4)

Bei Schülern im Netzwerk rechnen zwei Schüler als einer.

4)

Bei Schülern im Netzwerk rechnen zwei Schüler als einer.

Besoldungsgruppe A 15

Akademischer Direktor

-

als wissenschaftlicher oder künstlerischer Mitarbeiter an einer Hochschule -

-

in der Hochschulaufsicht -

Direktor3)
Geschäftsführer der Unfallkasse Thüringen1)
Hauptkonservator

-

als Leiter einer Abteilung des Fachbereichs Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie -

Landesarchäologe

-

als Leiter des Fachbereichs Archäologische Denkmalpflege beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie -

Fachdirektor

-

als Leiter eines Arbeitsbereiches am Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien -2)

-

als Leiter eines Referates beim Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien -

Förderschulrektor

-

als Leiter eines Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen mit insgesamt mehr als 180 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk oder mit mindestens einem anderen Förderschwerpunkt mit insgesamt mehr als 90 Schülern an dem Förderzentrum und im Netzwerk -5)

-

als Leiter eines Förderzentrums mit mindestens drei Förderschwerpunkten -

Gemeinschaftsschulrektor

-

einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 10 oder 5 bis 10 umfasst, mit mehr als 360 Schülern -

Regelschulrektor

-

einer Regelschule mit mehr als 360 Schülern -

Schulamtsdirektor

-

als Schulaufsichtsbeamter und Leiter eines Arbeitsbereichs eines Schulamtes -

Seminardirektor

-

als Leiter eines Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien oder an berufsbildenden Schulen oder an Regelschulen oder an Förderschulen in einem Staatlichen Studienseminar für Lehrerausbildung -

-

als der ständige Vertreter des Leiters eines Studienseminars für Lehrerausbildung -

Studiendirektor

-

als der ständige Vertreter des Leiters

-

einer berufsbildenden Schule mit mehr als 80 bis zu 360 Schülern - 4)

-

einer berufsbildenden Schule mit mehr als 360 Schülern -2) 4)

-

einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 12 oder 5 bis 12 umfasst, mit bis zu 360 Schülern -

-

einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 12 oder 5 bis 12 umfasst, mit mehr als 360 Schülern -2)

-

eines voll ausgebauten Gymnasiums mit bis zu 360 Schülern -

-

eines voll ausgebauten Gymnasiums mit mehr als 360 Schülern -2)

-

als Leiter

-

einer berufsbildenden Schule mit mehr als 80 bis zu 360 Schülern -2) 4)

-

einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 12 oder 5 bis 12 umfasst, mit bis zu 360 Schülern -2)

-

eines voll ausgebauten Gymnasiums mit bis zu 360 Schülern -2)

-

eines Kollegs -


Fußnoten

1)

Soweit in Anwendung der Verordnung zur Festlegung von Höchstgrenzen für die besoldungsrechtliche Einstufung der Dienstposten in der Geschäftsführung bundesunmittelbarer Körperschaften im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung und der landwirtschaftlichen Sozialversicherung sowie von Obergrenzen für die Zahl der Beförderungsämter vom 12. Oktober 2004 (BGBl. I S. 2617) in der jeweils geltenden Fassung ein Punktwert von unter 15 festgesetzt wurde.

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

3)

Erhält als Leiter eines Arbeitsbereichs am Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien eine Amtszulage nach Anlage 8

4)

Bei Schulen mit Teilzeitunterricht rechnen 2,5 Unterrichtsteilnehmer mit Teilzeitunterricht als einer.

4)

Bei Schulen mit Teilzeitunterricht rechnen 2,5 Unterrichtsteilnehmer mit Teilzeitunterricht als einer.

4)

Bei Schulen mit Teilzeitunterricht rechnen 2,5 Unterrichtsteilnehmer mit Teilzeitunterricht als einer.

5)

Bei Schülern im Netzwerk rechnen zwei Schüler als einer.

Besoldungsgruppe A 16

Direktor des Landesamtes für Mess- und Eichwesen
Direktor der Verwaltungsschule
Geschäftsführer der Unfallkasse Thüringen1)
Landeskonservator

-

als Leiter des Fachbereichs Bau- und Kunstdenkmalpflege beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie -

Leitender Akademischer Direktor

-

als wissenschaftlicher oder künstlerischer Mitarbeiter an einer Hochschule -2)

-

in der Hochschulaufsicht -

Leitender Direktor6)
Ministerialrat

-

bei einer obersten Landesbehörde -5)

Leitender Schulamtsdirektor

-

als Schulaufsichtsbeamter und Leiter eines Schulamts -3)

Leitender Seminardirektor

-

als Leiter eines Staatlichen Studienseminars für Lehrerausbildung -

Oberstudiendirektor

-

als Leiter

-

einer berufsbildenden Schule mit mehr als 360 Schülern -4)

-

einer Gemeinschaftsschule, welche die Klassenstufen 1 bis 12 oder 5 bis 12 umfasst, mit mehr als 360 Schülern -

-

eines voll ausgebauten Gymnasiums mit mehr als 360 Schülern -

-

als stellvertretender Leiter des Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien -


Fußnoten

1)

Soweit in Anwendung der Verordnung zur Festlegung von Höchstgrenzen für die besoldungsrechtliche Einstufung der Dienstposten in der Geschäftsführung bundesunmittelbarer Körperschaften im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung und der landwirtschaftlichen Sozialversicherung sowie von Obergrenzen für die Zahl der Beförderungsämter ein Punktwert von mindestens 15 festgesetzt wurde.

2)

Nur in Stellen von besonderer Bedeutung

3)

Der Amtsinhaber erhält eine Amtszulage nach Anlage 8, sofern dem Schulamt die Fachaufsicht über mindestens 100 Schulen und 3 000 nachgeordnete staatliche Bedienstete obliegt.

4)

Bei Schulen mit Teilzeitunterricht rechnen 2,5 Unterrichtsteilnehmer mit Teilzeitunterricht als einer.

5)

Beamte der Laufbahn des Polizeivollzugsdienstes in der Besoldungsgruppe A 16 bei einer obersten Landesbehörde führen die Amtsbezeichnung „Leitender Polizei-/Kriminaldirektor“.

6)

Erhält als Leiter eines Schulamts, das die Voraussetzungen der Fußnote 3 erfüllt, eine Amtszulage nach Anlage 8

Besoldungsordnung B

Besoldungsgruppe B 2

Abteilungsdirektor

-

als Leiter einer Abteilung beim Landesverwaltungsamt -

Direktor des Kommunalen Versorgungsverbands
Direktor des Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien
Ministerialrat

-

beim Rechnungshof -1)

Vizepräsident des Amtes für Verfassungsschutz
Vizepräsident des Landesamts für Verbraucherschutz

Fußnoten

1)

Soweit nicht in Besoldungsgruppe A 16

Besoldungsgruppe B 3

Abteilungsdirektor

-

als Leiter einer Abteilung bei der Landesfinanzdirektion -

Generaldirektor Museen der Klassik Stiftung Weimar
Leitender Ministerialrat

-

als der Vertreter eines Abteilungsleiters bei einer obersten Landesbehörde -4)

-

als Vertreter des Landesbeauftragten für den Datenschutz -

-

als Leiter der Abteilung Überörtliche Kommunalprüfung beim Präsidenten des Rechnungshofs -

-

als Referatsgruppenleiter bei einer obersten Landesbehörde -

Leiter des Landesrechenzentrums
Ministerialrat1) 2)
Präsident des Landesamts für Bau und Verkehr
Präsident des Landesamts für Statistik
Präsident des Landesamts für Vermessung und Geoinformation
Präsident der Landesanstalt für Landwirtschaft
Präsident des Landeskriminalamts
Präsident des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie3)
Vizepräsident der Landespolizeidirektion

Fußnoten

1)

Für dieses Amt kann je Ressort eine Stelle für den Leiter eines großen oder bedeutenden Referates ausgebracht werden.

2)

Auch für Leiter besonderer, durch Beschluss der Landesregierung eingerichteter Organisationseinheiten

3)

Der Amtsinhaber führt jeweils zusätzlich die Amtsbezeichnung „Landesarchäologe“, wenn er zugleich den Fachbereich Archäologische Denkmalpflege, oder die Amtsbezeichnung „Landeskonservator“, wenn er zugleich den Fachbereich Bau- und Kunstdenkmalpflege beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie leitet.

4)

Beamte der Laufbahn des Polizeivollzugsdienstes führen als Vertreter des Abteilungsleiters bei einer obersten Landesbehörde die Amtsbezeichnung „Leitender Polizei-/Kriminaldirektor“.

Besoldungsgruppe B 4

Direktor beim Rechnungshof

-

als Mitglied -

Präsident der Landesanstalt für Umwelt und Geologie
Präsident des Amtes für Verfassungsschutz
Vizepräsident des Landesverwaltungsamts
Präsident des Landesamts für Verbraucherschutz

Besoldungsgruppe B 5

Ministerialdirigent

-

als Leiter einer Abteilung bei einer obersten Landesbehörde -

Präsident der Klassik Stiftung Weimar

Besoldungsgruppe B 6

Ministerialdirigent

-

als Leiter einer großen oder bedeutenden Abteilung bei einer obersten Landesbehörde -

Präsident der Landesfinanzdirektion
Präsident der Landespolizeidirektion
Vizepräsident des Rechnungshofs

Besoldungsgruppe B 7

Ministerialdirigent

-

als leitender Beamter der Staatskanzlei -


Besoldungsgruppe B 8

Direktor beim Landtag

Präsident des Landesverwaltungsamts

Besoldungsgruppe B 9

Präsident des Rechnungshofs

Staatssekretär

Besoldungsgruppe B 10

Staatssekretär

-

als Chef der Staatskanzlei -


Anlage 2

Besoldungsordnung W

Vorbemerkungen

1.

Dienstbezüge für Professoren als Richter

Professoren an einer Hochschule, die zugleich das Amt eines Richters der Besoldungsgruppen R 1 oder R 2 ausüben, erhalten, solange sie beide Ämter bekleiden, die Dienstbezüge aus ihrem Amt als Professor und eine nicht ruhegehaltfähige Zulage nach Anlage 8.

2.

Zulage für Juniorprofessoren

Juniorprofessoren erhalten, wenn sie sich als Hochschullehrer bewährt haben (§ 82 Abs. 6 des Thüringer Hochschulgesetzes), ab dem Zeitpunkt der ersten Verlängerung des Beamtenverhältnisses auf Zeit eine nicht ruhegehaltfähige Zulage nach Anlage 8.

3.

Zulage für die Verwendung bei obersten Behörden des Bundes oder eines anderen Landes

Anlage 1 Abschnitt II Nr. 8 findet Anwendung.


Besoldungsgruppe W 1

Juniorprofessor

Besoldungsgruppe W 2

Professor1)

- an einer Fachhochschule -

- an einer Dualen Hochschule -

Professor an einer Kunsthochschule1)

Universitätsprofessor1)

Kanzler der ...2)

Kanzler der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Kanzler der Dualen Hochschule Gera-Eisenach

Fußnoten

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe W 3

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe W 3

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe W 3

2)

Der Amtsbezeichnung ist ein Zusatz beizufügen, der auf die Fachhochschule hinweist, der der Amtsinhaber angehört.

Besoldungsgruppe W 3

Professor1) 2)

-

an einer Fachhochschule -

Professor an einer Kunsthochschule1)
Universitätsprofessor1)
Präsident der ...3)
Kanzler der ...4)

Fußnoten

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe W 2

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe W 2

1)

Soweit nicht in der Besoldungsgruppe W 2

2)

Für bis zu 10 v. H. der Stellen für Professoren an Fachhochschulen

3)

Der Amtsbezeichnung ist ein Zusatz beizufügen, der auf die Hochschule hinweist, der der Amtsinhaber angehört.

4)

Der Amtsbezeichnung ist ein Zusatz beizufügen, der auf die Universität hinweist, der der Amtsinhaber angehört.

Anlage 3

Besoldungsordnung R

Vorbemerkungen

1.

Zulage für Richter und Staatsanwälte bei obersten Gerichtshöfen des Bundes sowie bei obersten Behörden des Bundes oder eines anderen Landes

Anlage 1 Abschnitt II Nr. 8 gilt entsprechend.

2.

Allgemeine Zulage

Richter und Staatsanwälte erhalten eine das Grundgehalt ergänzende Stellenzulage nach Anlage 8.


Besoldungsgruppe R 1

Richter am Amtsgericht
Richter am Arbeitsgericht
Richter am Landgericht
Richter am Sozialgericht
Richter am Verwaltungsgericht
Direktor des Amtsgerichts1)
Direktor des Arbeitsgerichts1)
Direktor des Sozialgerichts1)
Staatsanwalt2)

Fußnoten

1)

An einem Gericht mit bis zu drei Richterplanstellen; erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

1)

An einem Gericht mit bis zu drei Richterplanstellen; erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

1)

An einem Gericht mit bis zu drei Richterplanstellen; erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft bei einem Landgericht mit vier Planstellen und mehr für Staatsanwälte eine Amtszulage nach Anlage 8; anstatt einer Planstelle für einen Oberstaatsanwalt als Abteilungsleiter können bei einer Staatsanwaltschaft mit vier und fünf Planstellen für Staatsanwälte eine Planstelle für einen Staatsanwalt als Gruppenleiter und bei einer Staatsanwaltschaft mit sechs und mehr Planstellen für Staatsanwälte zwei Planstellen für Staatsanwälte als Gruppenleiter ausgebracht werden.

Besoldungsgruppe R 2

Richter am Amtsgericht

-

als weiterer aufsichtsführender Richter -1)

-

als der ständige Vertreter eines Direktors -2)

Richter am Arbeitsgericht

-

als weiterer aufsichtsführender Richter -1)

-

als der ständige Vertreter eines Direktors -2)

Richter am Finanzgericht
Richter am Landessozialgericht
Richter am Oberlandesgericht
Richter am Oberverwaltungsgericht
Richter am Sozialgericht

-

als weiterer aufsichtsführender Richter -1)

-

als der ständige Vertreter eines Direktors -2)

Vorsitzender Richter am Landgericht
Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht
Direktor des Amtsgerichts3)
Direktor des Arbeitsgerichts3)
Direktor des Sozialgerichts3)
Vizepräsident des Landgerichts4)
Vizepräsident des Verwaltungsgerichts4)
Oberstaatsanwalt

-

als Abteilungsleiter bei einer Staatsanwaltschaft bei einem Landgericht -5)

-

als Hauptabteilungsleiter bei einer Staatsanwaltschaft bei einem Landgericht -6)

-

als Dezernent bei der Generalstaatsanwaltschaft -

Leitender Oberstaatsanwalt

-

als Leiter einer Staatsanwaltschaft bei einem Landgericht -7)


Fußnoten

1)

An einem Gericht mit 15 und mehr Richterplanstellen. Bei 22 Richterplanstellen und auf je sieben weitere Richterplanstellen kann für weitere aufsichtsführende Richter je eine Richterplanstelle der Besoldungsgruppe R 2 ausgebracht werden.

1)

An einem Gericht mit 15 und mehr Richterplanstellen. Bei 22 Richterplanstellen und auf je sieben weitere Richterplanstellen kann für weitere aufsichtsführende Richter je eine Richterplanstelle der Besoldungsgruppe R 2 ausgebracht werden.

1)

An einem Gericht mit 15 und mehr Richterplanstellen. Bei 22 Richterplanstellen und auf je sieben weitere Richterplanstellen kann für weitere aufsichtsführende Richter je eine Richterplanstelle der Besoldungsgruppe R 2 ausgebracht werden.

2)

An einem Gericht mit acht und mehr Richterplanstellen

2)

An einem Gericht mit acht und mehr Richterplanstellen

2)

An einem Gericht mit acht und mehr Richterplanstellen

3)

An einem Gericht mit vier und mehr Richterplanstellen; erhält an einem Gericht mit acht und mehr Richterplanstellen eine Amtszulage nach Anlage 8

3)

An einem Gericht mit vier und mehr Richterplanstellen; erhält an einem Gericht mit acht und mehr Richterplanstellen eine Amtszulage nach Anlage 8

3)

An einem Gericht mit vier und mehr Richterplanstellen; erhält an einem Gericht mit acht und mehr Richterplanstellen eine Amtszulage nach Anlage 8

4)

Erhält als der ständige Vertreter eines Präsidenten der Besoldungsgruppe R 3 oder R 4 eine Amtszulage nach Anlage 8

4)

Erhält als der ständige Vertreter eines Präsidenten der Besoldungsgruppe R 3 oder R 4 eine Amtszulage nach Anlage 8

5)

Auf je vier Planstellen für Staatsanwälte kann eine Planstelle für einen Oberstaatsanwalt als Abteilungsleiter ausgebracht werden; erhält als der ständige Vertreter eines Leitenden Oberstaatsanwalts der Besoldungsgruppe R 3 oder R 4 eine Amtszulage nach Anlage 8.

6)

Mit 101 und mehr Planstellen für Staatsanwälte; erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

7)

Mit bis zu zehn Planstellen für Staatsanwälte; erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

Besoldungsgruppe R 3

Vorsitzender Richter am Finanzgericht
Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht
Vorsitzender Richter am Landessozialgericht
Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht
Vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht
Präsident des Landgerichts1)
Präsident des Verwaltungsgerichts1)
Vizepräsident des Finanzgerichts
Vizepräsident des Landesarbeitsgerichts2)
Vizepräsident des Landessozialgerichts2)
Vizepräsident des Landgerichts3)
Vizepräsident des Oberverwaltungsgerichts2)
Leitender Oberstaatsanwalt

-

als Leiter einer Staatsanwaltschaft bei einem Landgericht -4)

-

als Abteilungsleiter bei der Generalstaatsanwaltschaft -

-

als Abteilungsleiter bei der Generalstaatsanwaltschaft und Vertreter des Generalstaatsanwalts -2)


Fußnoten

1)

An einem Gericht mit bis zu 40 Richterplanstellen, einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

1)

An einem Gericht mit bis zu 40 Richterplanstellen, einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

2)

Erhält eine Amtszulage nach Anlage 8

3)

Als der ständige Vertreter des Präsidenten eines Gerichts mit 81 und mehr Richterplanstellen, einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

4)

Mit elf bis 40 Planstellen für Staatsanwälte

Besoldungsgruppe R 4

Präsident des Landgerichts1)
Präsident des Verwaltungsgerichts1)
Vizepräsident des Oberlandesgerichts
Leitender Oberstaatsanwalt

-

als Leiter einer Staatsanwaltschaft bei einem Landgericht -2)


Fußnoten

1)

An einem Gericht mit 41 bis 80 Richterplanstellen einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

1)

An einem Gericht mit 41 bis 80 Richterplanstellen einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

2)

Mit 41 und mehr Planstellen für Staatsanwälte

Besoldungsgruppe R 5

Präsident des Finanzgerichts
Präsident des Landgerichts1)
Präsident des Verwaltungsgerichts2)

Fußnoten

1)

An einem Gericht mit 81 bis 150 Richterplanstellen einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

2)

An einem Gericht mit 81 und mehr Richterplanstellen einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

Besoldungsgruppe R 6

Präsident des Landesarbeitsgerichts
Präsident des Landessozialgerichts
Präsident des Landgerichts1)
Präsident des Oberverwaltungsgerichts
Generalstaatsanwalt

Fußnoten

1)

An einem Gericht mit 151 und mehr Richterplanstellen einschließlich der Richterplanstellen der Gerichte, über die der Präsident die Dienstaufsicht führt

Besoldungsgruppe R 7

Besoldungsgruppe R 8

Präsident des Oberlandesgerichts

Anlage 4

Anhang zu den Besoldungsordnungen
Künftig wegfallende Ämter und Amtsbezeichnungen

Besoldungsgruppe A 13 kw

Seminarschulrat

-

als Fachleiter in der Ausbildung von Lehramtsanwärtern für das Lehramt an Grundschulen -


Besoldungsgruppe A 14 kw

Besoldungsgruppe A 14 kw

Seminarrektor

-

als Fachleiter in der Ausbildung von Lehramtsanwärtern für das Lehramt an Regelschulen oder an Förderschulen -

-

als Fachleiter in der Ausbildung von Lehramtsanwärtern für das Lehramt an Gymnasien und berufsbildenden Schulen -


Besoldungsgruppe A 15 kw

Fachdirektor

-

als Referent am Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien -

Schulamtsdirektor

-

als Schulaufsichtsbeamter bei einem Schulamt -


Besoldungsgruppe W 3 kw

Rektor der....1)

Fußnoten

1)

Der Amtsbezeichnung ist ein Zusatz beizufügen, der auf die Hochschule hinweist, der der Amtsinhaber angehört.

Anlage 5

gültig ab 1. September 2016

1.

Thüringer Besoldungsordnung A

Grundgehaltssätze
(Monatsbeträge in Euro)

Besol-
dungs-
gruppe

2-Jahres-Rhythmus

3-Jahres-Rhythmus

4-Jahres-Rhythmus

Erfahrungsstufen

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

A 6

2 136,88

2 196,92

2 256,98

2 317,02

2 377,09

2 437,12

2 497,20

2 557,25

2 617,27

 

 

 

A 7

2 207,80

2 261,32

2 336,27

2 411,20

2 486,16

2 561,11

2 636,07

2 689,58

2 743,11

2 796,67

 

 

A 8

 

2 337,37

2 401,40

2 497,45

2 593,49

2 689,53

2 785,60

2 849,63

2 913,64

2 977,70

3 041,73

 

A 9

 

2 481,13

2 544,15

2 646,65

2 749,16

2 851,69

2 954,19

3 024,65

3 095,15

3 165,59

3 236,08

 

A 10

 

2 628,07

2 714,41

2 843,95

2 973,50

3 103,04

3 232,57

3 318,95

3 407,06

3 495,38

3 583,74

 

A 11

 

 

3 008,18

3 140,93

3 273,64

3 408,15

3 543,95

3 634,48

3 725,01

3 815,56

3 906,07

3 996,60

A 12

 

 

3 224,66

3 384,16

3 546,04

3 707,95

3 869,84

3 977,75

4 085,67

4 193,60

4 301,58

4 409,46

A 13

 

 

 

3 793,49

3 968,29

4 143,13

4 317,95

4 434,50

4 551,04

4 667,59

4 784,15

4 900,71

A 14

 

 

 

3 974,75

4 200,56

4 426,36

4 652,18

4 802,70

4 953,25

5 103,79

5 254,35

5 404,89

A 15

 

 

 

 

 

4 861,00

5 109,28

5 307,88

5 506,50

5 705,12

5 903,75

6 102,36

A 16

 

 

 

 

 

5 361,93

5 649,06

5 878,78

6 108,50

6 338,19

6 567,91

6 797,61

gültig ab 1. September 2016

2.

Thüringer Besoldungsordnung B

Grundgehaltssätze
(Monatsbeträge in Euro)

Besoldungsgruppe

 

B 2

7 070,20

B 3

7 486,47

B 4

7 922,49

B 5

8 422,75

B 6

8 895,11

B 7

9 354,66

B 8

9 833,57

B 9

10 428,22

B 10

12 274,88

gültig ab 1. September 2016

3.

Thüringer Besoldungsordnung W

Grundgehaltssätze
(Monatsbeträge in Euro)

Besoldungs-
gruppe

W 1

W 2

W 3

 

4 265,31

5 476,00

5 853,12

gültig ab 1. September 2016

4.

Thüringer Besoldungsordnung R

Grundgehaltssätze
(Monatsbeträge in Euro)

Besoldungs-
gruppe

Stufe

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

R 1

3 866,26

4 040,41

4 132,08

4 368,55

4 605,02

4 841,52

5 078,00

5 314,47

5 550,93

5 787,43

6 023,89

6 260,39

R 2

 

 

4 698,16

4 934,63

5 171,09

5 407,58

5 644,06

5 880,54

6 117,04

6 353,49

6 589,98

6 826,42

R 3

7 486,47

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

R 4

7 922,49

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

R 5

8 422,75

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

R 6

8 895,11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

R 7

9 354,66

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

R 8

9 833,57

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlage 6

gültig ab 1. September 2016

Familienzuschlag
(Monatsbeträge)

Familienzuschlag Stufe 1 (§ 38 Abs. 1)

Der Familienzuschlag der Stufe 1 beträgt 138,65 Euro.

Kinderbezogene Stufen des Familienzuschlags (§ 38 Abs. 2)

Für das erste und zweite zu berücksichtigende Kind erhöht sich der Familienzuschlag um je 121,12 Euro, für das dritte und jedes weitere zu berücksichtigende Kind um je 365,24 Euro.

Anrechnungsbetrag nach § 37 Abs. 2

-

in den Besoldungsgruppen A 6 bis A 8:

116,51 Euro

-

in den Besoldungsgruppen A 9 bis A 12:

122,01 Euro

Anlage 7

gültig ab 1. September 2016

Anwärtergrundbetrag
(Monatsbeträge in Euro)

Eingangsamt, in das der Anwärter
nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes
unmittelbar eintritt

Grundbetrag

A 6 bis A 8

1 094,24

A 9 bis A 11

1 151,39

A 12

1 299,34

A 13

1 333,00

A 13 + Zulage (Anlage 1 Abschnitt II Nr. 7
Buchst. b) oder R 1

1 369,97

Anlage 8

gültig ab 1. September 2016

Zulagen in Monatsbeträgen

Tabelle 1

 

Dem Grunde nach
geregelt in:

 

 

Art der
Zulage

Besoldungsordnungen
A, B und R

Vorbemerkungen
II. Stellenzulagen

Betrag in Euro

Stellenzulage

Vorbemerkungen
II. Stellenzulagen

Nummer 1 Abs. 1

 

 

 

Buchst. a

373,65

 

 

Buchst. b

298,92

 

 

Nummer 2
Beamte der BesGr

 

 

 

A 6 bis A 9

157,85

 

 

A 10 und höher

194,61

 

 

Nummern 3 und 4
nach einer Dienstzeit

 

 

 

von einem Jahr

65,54

 

 

von zwei Jahren

131,08

 

 

Nummer 5

98,72

 

 

Nummer 6
für Beamte des

 

 

 

mittleren Dienstes

17,55

 

 

gehobenen Dienstes

38,92

 

 

Nummer 7
Buchst. a

 

 

 

Doppelbuchst. aa

20,48

 

 

Doppelbuchst. bb

80,12

 

 

Buchst. b

87,82

 

 

Nummer 9

219,69

 

 

Nummer 10

120,00

 

 

Nummer 2 zur
Besoldungsordnung R

87,82

Tabelle 2

 

Dem Grunde nach
geregelt in:

 

 

 

Art der Zulage

Besoldungsordnungen
A und R

Besoldungs-
gruppe

Fußnote

Betrag in Euro

Amtszulage

Fußnoten in den
Besoldungsordnungen

 

 

 

 

A und R

A 6

2

38,55

 

 

A 9

1

284,79

 

 

A 11

10

195,68

 

 

A 12

6, 8

195,68

 

 

A 13

1 bis 3

285,43

 

 

A 13

17

195,68

 

 

A 14

2

195,68

 

 

A 15

2, 3

195,68

 

 

A 16

3, 6

218,01

 

 

R 1

1, 2

215,52

 

 

R 2

3 bis 7

215,52

 

 

R 3

2

215,52

Tabelle 3

Sonstige Zulagen
dem Grunde nach geregelt in

Betrag in Euro

Besoldungsordnung W

 

Vorbemerkungen

 

Nummer 1

 

 

wenn ein Amt ausgeübt wird

 

 

der Besoldungsgruppe R 1

244,73

 

der Besoldungsgruppe R 2

273,94

Nummer 2

311,60

Tabelle 4

Hochschule

Hochschulleitungsfunktion

Präsident
Vom Hundert
des Grund-
gehaltes

Kanzler
Vom Hundert
des Grund-
gehaltes

Universität Erfurt

45

30

Technische Universität Ilmenau

50

35

Friedrich-Schiller-Universität Jena

68

48

Bauhaus-Universität Weimar

45

30

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

28

15

Fachhochschule Erfurt

40

20

Fachhochschule Jena

40

20

Fachhochschule Nordhausen

28

15

Fachhochschule Schmalkalden

35

17

Duale Hochschule Gera-Eisenach

25

10

Anlage 9

gültig ab 1. September 2016

Besoldungsordnung C

Grundgehaltssätze
(Monatsbeträge in Euro)

Besol-
dungs-
gruppe

Stufe

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

C 1

3 385,56

3 502,12

3 618,65

3 735,21

3 851,78

3 968,29

4 084,85

4 201,40

4 317,95

4 434,50

4 551,04

4 667,59

4 784,15

4 900,71

 

C 2

3 413,42

3 564,71

3 749,73

3 934,75

4 119,77

4 304,77

4 489,78

4 674,78

4 859,81

5 044,81

5 229,81

5 414,82

5 599,83

5 784,84

5 969,86

C 3

3 714,96

3 924,45

4 133,93

4 343,42

4 552,91

4 762,40

4 971,87

5 181,35

5 390,86

5 600,33

5 809,81

6 019,32

6 228,78

6 438,26

6 647,72

C 4

4 689,26

4 899,30

5 109,36

5 319,40

5 529,46

5 739,50

5 949,53

6 159,55

6 369,60

6 579,64

6 789,69

6 999,72

7 209,77

7 419,80

7 629,85

 

Amts- und Stellenzulagen
dem Grunde nach geregelt in

 Betrag in Euro

Besoldungsordnung C*)

 

 

Vorbemerkungen

 

 

Nummer 2b

 

87,82

Nummer 5

 

 

 

wenn ein Amt ausgeübt wird

 

 

 

der Besoldungsgruppe R 1

 

244,73

 

der Besoldungsgruppe R 2

 

273,94

Besoldungsgruppe C 2

Fußnote 1

124,52

Fußnoten

*)

Anlage II zum Bundesbesoldungsgesetz in der am 22. Februar 2002 geltenden Fassung (BGBl. I 1998 S. 3474-3476)

Anlage 10

gültig ab 1. September 2016

Auslandszuschlag (§ 49 ThürBesG in Verbindung mit § 53 des Bundesbesoldungsgesetzes)
(Monatsbeträge in Euro)

Tabelle 1

Grund-
gehalts-
spanne
von - bis

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

 

2 368,56

2 670,43

3 013,39

3 404,81

3 857,78

4 372,46

4 957,27

5 621,74

6 376,72

7 234,54

8 209,20

9 316,66

10 574,94

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 368,55

2 670,42

3 013,38

3 404,80

3 857,77

4 372,45

4 957,26

5 621,73

6 376,71

7 234,53

8 209,19

9 316,65

10 574,93

 

Zonenstufe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 1

810,12

875,95

949,57

1 028,81

1 116,93

1 212,89

1 318,87

1 436,05

1 566,57

1 709,38

1 769,64

1 833,22

1 901,28

1 973,80

 2

897,14

968,56

1 046,66

1 132,57

1 227,41

1 330,06

1 443,85

1 568,81

1 707,16

1 858,88

1 928,06

2 001,70

2 079,81

2 163,48

 3

984,17

1 061,16

1 144,83

1 237,45

1 337,86

1 448,32

1 568,81

1 701,58

1 847,74

2 007,30

2 086,49

2 170,18

2 259,44

2 353,14

 4

1 071,20

1 153,76

1 243,02

1 341,20

1 448,32

1 565,47

1 693,75

1 834,34

1 988,30

2 156,79

2 244,93

2 338,65

2 437,93

2 542,80

 5

1 158,22

1 246,37

1 341,20

1 444,96

1 558,76

1 682,61

1 817,60

1 965,99

2 128,89

2 306,28

2 403,35

2 507,11

2 616,46

2 733,61

 6

1 245,25

1 337,86

1 439,39

1 549,84

1 669,23

1 799,75

1 942,58

2 098,76

2 269,47

2 455,79

2 561,79

2 675,59

2 794,97

2 923,28

 7

1 332,28

1 430,45

1 537,56

1 653,59

1 779,68

1 918,02

2 067,52

2 231,54

2 410,04

2 605,29

2 721,33

2 844,05

2 974,59

3 112,94

 8

1 419,30

1 523,06

1 635,76

1 757,37

1 890,14

2 035,18

2 192,48

2 363,19

2 550,63

2 754,80

2 879,74

3 012,52

3 153,10

3 302,61

 9

1 506,33

1 615,67

1 733,93

1 862,23

2 001,70

2 152,31

2 317,44

2 495,95

2 691,21

2 904,31

3 038,20

3 180,99

3 331,63

3 492,28

10

1 593,34

1 708,25

1 832,12

1 965,99

2 112,17

2 269,47

2 441,29

2 628,73

2 831,78

3 052,70

3 196,62

3 348,34

3 510,15

3 681,95

11

1 680,37

1 799,75

1 930,28

2 070,87

2 222,61

2 387,73

2 566,26

2 760,39

2 972,37

3 202,20

3 355,04

3 516,83

3 689,76

3 872,74

12

1 767,39

1 892,37

2 028,48

2 174,65

2 333,06

2 504,88

2 691,21

2 893,15

3112,94

3 351,70

3 513,48

3 685,29

3 868,28

4 062,40

13

1 854,43

1 984,97

2 125,54

2 278,39

2 443,51

2 622,03

2 816,18

3 025,93

3 253,52

3 501,21

3 671,91

3 853,77

4 046,78

4 252,06

14

1 941,46

2 077,58

2 223,72

2 383,27

2 553,98

2 739,17

2 940,01

3 157,58

3 394,11

3 650,71

3 830,34

4 022,24

4 225,29

4 441,74

15

2 028,48

2 169,05

2 321,90

2 487,02

2 664,41

2 857,45

3 064,97

3 290,35

3 534,68

3 800,22

3 989,87

4 190,71

4 404,93

4 631,40

16

2 115,50

2 261,65

2 420,10

2 590,80

2 776,01

2 974,59

3 189,93

3 423,10

3 675,25

3 948,60

4 148,32

4 359,18

4 583,44

4 821,09

17

2 202,52

2 354,28

2 518,28

2 695,66

2 886,44

3 091,74

3 314,89

3 555,86

3 815,84

4 098,10

4 306,75

4 527,66

4 761,95

5 011,87

18

2 288,43

2 446,88

2 616,46

2 799,42

2 996,91

3 210,01

3 439,83

3 687,52

3 956,42

4 247,62

4 465,18

4 696,12

4 941,57

5 201,53

19

2 375,46

2 539,46

2 714,63

2 903,19

3 107,36

3 327,15

3 563,70

3 820,30

4 096,99

4 397,12

4 623,60

4 864,59

5 120,10

5 391,22

20

2 462,48

2 630,96

2 812,81

3 008,07

3 217,81

3 444,31

3 688,65

3 953,07

4 237,59

4 546,62

4 782,04

5 033,06

5 298,62

5 580,87

Tabelle 2

Zonen-
stufe

Monats-
beträge
in Euro

1

141,69

2

156,20

3

170,70

4

185,20

5

200,84

6

215,33

7

229,84

8

244,34

9

258,85

10

273,34

11

287,87

12

302,36

13

316,87

14

331,36

15

345,86

16

360,38

17

374,88

18

389,38

19

405,00

20

419,51