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Aktuelle Gesamtausgabe
Amtliche Abkürzung:ThürVGZVO
Ausfertigungsdatum:30.11.1998
Gültig ab:01.01.1999
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Thüringen
Fundstelle:GVBl. 1998, 434
Gliederungs-Nr:303-3
Thüringer Verordnung über die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte
in Streitigkeiten nach dem Ausländergesetz und dem Asylverfahrensgesetz
(Thüringer Verwaltungsgerichtszuständigkeitsverordnung - ThürVGZVO -)
Vom 30. November 1998
Zum 25.09.2018 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Aufgrund des Artikels 1 Satz 1 des Einigungsvertragsgesetzes vom 23. September 1990 (BGBl. II S. 885 - 925 -) in Verbindung mit Anlage I Kapitel III Sachgebiet A Abschnitt III Nr. 1 Buchst. n Abs. 1 Satz 1 zum Einigungsvertrag und in Verbindung mit § 11 Halbsatz 1 des Rechtspflege-Anpassungsgesetzes vom 26. Juni 1992 (BGBl. I S. 1147), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 1996 (BGBl. I S. 2090), und in Verbindung mit § 1 Nr. 15 der Thüringer Ermächtigungsübertragungsverordnung Justiz vom 21. Juli 1998 (GVBl. S. 265) verordnet das Ministerium für Justiz und Europaangelegenheiten:

§ 1

(1) Die Zuständigkeit für Streitigkeiten nach dem Ausländergesetz, nach dem Asylverfahrensgesetz und nach aufgrund dieser Gesetze erlassenen Rechtsverordnungen richtet sich nach dem Herkunftsland der betroffenen Person und ergibt sich aus der Anlage zu dieser Verordnung.

(2) Herkunftsland ist das Land, dessen Staatsangehörigkeit der Ausländer besitzt. Bei Staatenlosen, bei Personen mit doppelter oder ungeklärter Staatsangehörigkeit sowie in Fällen, in denen der Ausländer politische Verfolgung von einem Staat befürchtet, dessen Staatsangehörigkeit er nicht besitzt, gilt als Herkunftsland

1.

in ausländerrechtlichen Streitigkeiten der Staat, in dem der Ausländer seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland hatte;

2.

in Streitigkeiten nach dem Asylverfahrensgesetz der Staat, von dem der Asylbewerber politische Verfolgung befürchtet.


§ 2

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1999 in Kraft.

Erfurt, den 30. November 1998

Der Minister für Justiz und Europaangelegenheiten

Kretschmer

Anlage

(zu § 1 Abs. 1)

Verwaltungsgericht

Zuständigkeit für folgende Herkunftsländer:

1. Gera

Bundesrepublik Jugoslawien, Ägypten, Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Botsuana, Burkina Faso, Burundi, Dschibuti, Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kap Verde, Kenia, Komoren, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Lesotho, Liberia, Libysch-Arabische Dschamahirija, Madagaskar, Malawi, Mali, Marokko, Mauretanien, Mauritius, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, São Tomé und Príncipe, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Sudan, Swasiland, Vereinigte Republik Tansania, Togo, Tschad, Tunesien, Uganda, Zentralafrikanische Republik, britisch abhängige Gebiete in Afrika,

2. Meiningen

Algerien, Afghanistan, Aserbaidschan, Bahrain, Bangladesch, Bhutan, Brunei Darussalam, China, Georgien, Indien, Indonesien, Iran, Israel, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kasachstan, Kathar, Kirgisistan, Demokratische Volksrepublik Korea, Republik Korea, Kuwait, Demokratische Volksrepublik Laos, Libanon, Malaysia, Malediven, Mongolei, Myanmar, Nepal, Oman, Pakistan, Papua-Neuguinea, Philippinen, Saudi-Arabien, Singapur, Sri Lanka, Arabische Republik Syrien, Tadschikistan, Taiwan, Thailand, Turkmenistan, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, britisch abhängige Gebiete in Asien,

3. Weimar

Armenien, Irak, Türkei und sonstige Herkunftsländer.