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Vorschrift
Normgeber:Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Erlassdatum:12.01.2018
Fassung vom:12.01.2018
Gültig ab:12.01.2018
Gültig bis:11.01.2023
Quelle:juris Logo
Gliederungs-Nr:2235-2
Einstellung in den Thüringer Schuldienst - Anlage: Fachliche Voraussetzungen

Zum Hauptdokument : Einstellung in den Thüringer Schuldienst



Anlage 1
zur Richtlinie des TMBJS in den Thüringer Schuldienst



1. Lehrerin oder Lehrer



Fachliche Voraussetzung für eine Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern ohne Zweite Staatsprüfung für ein Lehramt



Sofern Bewerberinnen und Bewerber die Zweite Staatsprüfung für ein Lehramt nicht abgelegt haben, werden die nachfolgenden Abschlüsse bzw. Qualifikationen für eine Einstellung in den Thüringer Schuldienst vorausgesetzt:



Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an Grund- und Gemeinschaftsschulen

Fachschulabschluss als Lehrerin oder Lehrer für die unteren Klassen mit voller Lehrbefähigung (siehe hierzu § 2 der Thüringer Verordnung über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen vom 6. Mai 1994 in der jeweils geltenden Fassung)
oder
vom TMBJS als gleichwertig anerkannter Abschluss.


Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an Regel-, Gemeinschafts- und Gesamtschulen

an einer Universität oder ihr gleichgestellten Hochschule erworbener Abschluss als Diplomlehrerin oder Diplomlehrer mit der Lehrbefähigung für zwei Fächer der Thüringer Stundentafel (siehe hierzu § 2 der Thüringer Verordnung über die Fächer und die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Regelschulen vom 9. Dezember 2008 in der jeweils geltenden Fassung)
oder
vom TMBJS als gleichwertig anerkannter Abschluss.


Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an Gymnasien, Gemeinschafts- und Gesamtschulen

an einer Universität oder ihr gleichgestellten Hochschule erworbener Abschluss als Diplomlehrerin oder Diplomlehrer mit der Lehrbefähigung für zwei Fächern der Thüringer Stundentafel (siehe hierzu § 2 Thüringer Verordnung über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien vom 9. Dezember 2008 in der jeweils geltenden Fassung)
oder
vom TMBJS als gleichwertig anerkannter Abschluss.

Darüber hinaus können bei der Einstellung von Lehrkräften zur Absicherung von Spezialunterricht in Spezialgymnasien Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Diese setzen jeweils eine Genehmigung des TMBJS voraus.



Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an berufsbildenden Schulen

an einer Universität oder ihr gleichgestellten Hochschule nach dem Recht der ehemaligen DDR erworbener Abschluss als Lehrerin oder Lehrer mit Lehrbefähigung für den berufstheoretischen Unterricht (in der Regel Diplom-Ingenieurpädagogin/Diplom-Ingenieurpädagoge, Diplom-Ökonompädagogin/Diplom-Ökonompädagoge, Diplom-Medizinpädagogin/Diplom-Medizinpädagoge bzw. Diplom-Agrarpädagogin/Diplom-Agrarpädagoge) oder
vom TMBJS als gleichwertig anerkannter Abschluss.


Bei der Einstellung von Lehrkräften für den fachtheoretischen Unterricht können Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Diese setzen jeweils eine Genehmigung des TMBJS voraus.



Darüber hinaus können bei der Einstellung von Fachlehrerinnen und Fachlehrern für den fachpraktischen Unterricht Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Diese setzen jeweils eine Genehmigung des TMBJS voraus.



Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an Förderschulen

Fachschulabschluss als Lehrerin oder Lehrer mit voller Lehrbefähigung für die unteren Klassen (Deutsch, Mathematik, weiteres Fach) und zusätzliches Aufbaustudium an einer Universität oder ihr gleichgestellten Hochschule in mindestens einer sonderpädagogischen Fachrichtung
oder
eine Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen oder das Lehramt an Regelschulen sowie eine in Thüringen abgelegte Erste Staatsprüfung für das Lehramt für Förderpädagogik oder ein vom TMBJS als gleichwertig mit einer Ersten Staatsprüfung anerkannter Abschluss
oder
an einer Universität oder ihr gleichgestellten Hochschule erworbener Abschluss als Diplomlehrerin/Diplomlehrer oder Fachlehrerin/Fachlehrer in einem Fach oder zwei Fächern der Thüringer Stundentafel und abgeschlossene sonderpädagogische Zusatzausbildung an einer Universität oder ihr gleichgestellten Hochschule in mindestens einer sonderpädagogischen Fachrichtung
oder
an der Universität Rostock erworbener Abschluss als Diplomlehrerin oder Diplomlehrer an Hilfsschulen
oder
vom TMBJS als gleichwertig anerkannter Abschluss.


2. Erzieherin oder Erzieher



Fachliche Voraussetzung für eine Einstellung



Tätigkeit als Erzieherin oder Erzieher an Grund- und Gemeinschaftsschulen und Internaten



a) Vorrangig werden Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt, die über einen der nachfolgenden Abschlüsse verfügen:

Fachschulabschluss als Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher oder
Fachschulabschluss vor dem 1. Januar 1995 nach Rechtsvorschriften der ehemaligen DDR in Erzieherberufen, die gemäß der KMK-Vereinbarung vom 14. Juni 1991 in der Fassung vom 27. Januar 1995 den Teilbereich "Hort" oder "Heim und Hort" im Tätigkeitsfeld der/des Staatlich anerkannten Erzieherin/Erziehers zugeordnet sind.


b) Sofern die zur Verfügung stehenden Stellen nicht mit Bewerberinnen und Bewerbern, die über einen in Buchstabe a aufgeführten Abschluss verfügen, besetzt werden können, sind die Anforderungen an eine Einstellung in den Landesdienst insbesondere auch dann erfüllt, wenn die Bewerberinnen und Bewerber über einen der nachfolgenden Abschlüsse verfügen:

Fachschulabschluss als Lehrerin oder Lehrer für die unteren Klassen oder
Staatlich anerkannte(r) Heilpädagogin/Heilpädagoge oder
Staatlich anerkannte(r) Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger oder
Pädagogik der Kindheit (FH Erfurt) oder
Staatlich anerkannte(r) Diplom-Sozialpädagogin/Diplom Sozialpädagoge/Sozialarbeit (FH Erfurt)


c) Sofern die zur Verfügung stehenden Stellen nicht mit Bewerberinnen und Bewerbern, die über einen in Buchstabe b aufgeführten Abschluss verfügen, besetzt werden können, erfüllen nach erfolgter einjähriger Bewährung in der Tätigkeit als Erzieherin oder Erzieher im Hort einer Grund- oder Gemeinschaftsschule auch die Bewerberinnen und Bewerber mit nachfolgenden Abschlüssen die Anforderungen an eine Einstellung in den Landesdienst:

Lehrerin/Lehrer mit Lehramt für Grundschulen (mindestens erfolgreicher Abschluss der Ersten Staatsprüfung) oder vergleichbarer Masterabschluss oder
Diplompädagogin/Diplompädagoge, Diplomerziehungswissenschaftlerin/ Diplomerziehungswissenschaftler oder
Master Erziehungswissenschaften als Hauptfach oder
Bachelor „Pädagogik der Kindheit“ (Universität) oder
Bewerberin/Bewerber, die sich in einer Weiterbildung zur/zum Staatlich anerkannten Erzieherin/Erzieher befinden.


d) Sofern die zur Verfügung stehenden Stellen nicht mit Bewerberinnen und Bewerbern, die über einen in Buchstabe c aufgeführten Abschluss verfügen, besetzt werden können, können darüber hinaus auch Bewerberinnen und Bewerber mit einer pädagogischen Ausbildung nach vorheriger Einzelfallprüfung im TMBJS eingestellt werden, wie z. B.

Bachelor in einer sonstigen Fachrichtung im sozialpädagogischen Feld oder
Master in einer sonstigen Fachrichtung im sozialpädagogischen Feld.


Bewerberinnen und Bewerber mit ausländischen Abschlüssen benötigen eine Bescheinigung über die Gleichwertigkeit zu einem der oben aufgeführten Abschlüsse.



3. Sonderpädagogische Fachkraft



Fachliche Voraussetzung für eine Einstellung



Tätigkeit als Sonderpädagogische Fachkraft

a)

Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Erzieherin/Erzieher oder
Fachschulabschluss vor dem 1. Januar 1995 nach Rechtsvorschriften der ehemaligen DDR in Erzieherberufen, die gemäß der KMK-Vereinbarung vom 14. Juni 1991 in der Fassung vom 27. Januar 1995 den Teilbereich "Hort" oder "Heim und Hort" im Tätigkeitsfeld der/des Staatlich anerkannten Erzieherin/Erziehers zugeordnet sind oder
Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Heilpädagogin/Heilpädagoge oder
Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger oder
ein vom TMBJS als gleichwertig anerkannter Abschluss


jeweils mit einer sonderpädagogischen Qualifizierung in zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen



b)

Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Erzieherin/Erzieher oder
Fachschulabschluss vor dem 1. Januar 1995 nach Rechtsvorschriften der ehemaligen DDR in Erzieherberufen, die gemäß der KMK-Vereinbarung vom 14. Juni 1991 in der Fassung vom 27. Januar 1995 den Teilbereich "Hort" oder "Heim und Hort" im Tätigkeitsfeld des Staatlich anerkannten Erziehers zugeordnet sind oder
Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Heilpädagogin/Heilpädagoge oder
Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger oder
ein vom TMBJS als gleichwertig anerkannter Abschluss


jeweils mit einer sonderpädagogischen Qualifizierung in einer sonderpädagogischen Fachrichtung



c)

Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Heilpädagogin/Heilpädagoge


d)

Abschluss als Staatlich anerkannte/anerkannter Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger


e)

Darüber hinaus können im Einzelfall auch Personen mit anderen Ausbildungen eingestellt werden. Dies setzt jedoch jeweils eine Genehmigung des TMBJS voraus.





 


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